Flughafen Köln/Bonn
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Geistig verwirrter Mann dringt in A319 der Flugbereitschaft ein

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A319 CJ der Regierungsflotte, © Lufthansa Technik AG

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KÖLN - Auf dem militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens ist am Donnerstagabend ein Mann in ein geparktes Regierungsflugzeug eingedrungen. Wie der möglicherweise verwirrte 24-Jährige in den Airbus A319 gelangte, werde derzeit ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln am Freitag und bestätigte Informationen der «Kölnischen Rundschau» (Samstag). Der Mann sei in Polizeigewahrsam.

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte sich der offenbar geistig verwirrte Mann im Cockpit verbarrikadiert. Die Tür sei später von Einsatzkräften geöffnet worden.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft löste der 24-Jährige in der Regierungsmaschine ein Notsignal aus, das Notrufe von Flugzeugen in der Luft überlagert hätte. «Er hätte das Flugzeug nach bisherigen Erkenntnissen nicht starten können», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ulrich Bremer. Bei Flugzeugen in Parkposition werde die Stromversorgung abgeklemmt. Es gebe Hinweise darauf, dass der Mann, der die deutsche Nationalität habe, vermindert schuldfähig sein könnte. Das Amtsgericht Köln habe die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet.

Auf dem militärischen Teil des Köln/Bonner Flughafens sind die Maschinen der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums stationiert. Sie werden auch vom Bundespräsidenten, der Kanzlerin und den Bundesministern genutzt. Für die Bewachung des Geländes ist nach Angaben eines Luftwaffensprechers die Bundeswehr zuständig.

Gegen den 24-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Nach Angaben der Luftwaffe war der Mann am Donnerstagabend zunächst vom Wachpersonal gestellt und dann von der Polizei festgenommen worden.
© dpa | Abb.: Lufthansa Technik AG, Archiv | 26.07.2013 19:47

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Beitrag vom 27.07.2013 - 11:59 Uhr
@Luciano,

prinzipiell muss sich jeder ungefragt ausweisen und seine Taschen ggf. öffnen.
Da aber die Sicherheitskräfte als Deppen von den Oberen angesehen werden, wird diese Verhalten von der nächst tieferen Ebene kopiert... Wie der Herr, so das Gescherr...
Das gilt nicht nur für das Militär, für Politiker,...
De Maiziere wird es wohl kaum tun, er sollte es aber tun!
Beitrag vom 27.07.2013 - 08:05 Uhr
@A350-900
Notsignalgeber haben eine seperate Stromversorgung (Batterie). Wenn Stromsystem ausfällt willst trotzdem ein Signal raus bekommen.
Treistigkeit siegt, die Herren von der Bundeswehr dachten wohl das ist schon OK das er da rum spaziert. Schliesslich ist er ja schon bis hier her gekommen. Nach der Aktion, wird sich wohl selbst ihr großer Chef De Maiziere ausweisen müssen.
Beitrag vom 26.07.2013 - 23:19 Uhr
Die Meldung ist in gewisser Hinsicht wiedersprüchlich. Wenn der ein Notsignal auslößt muss das Flugzeug ja Strom gehabt haben und deshalb hätte er die Mühle sicherlich starten können. Und die Wachleute müssen ja wirklich geschlafen haben wenn die das nicht gemerkt haben dass da jemand Fremdes hereinspaziert.


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