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Mit der SE-RSA löste SAS Ende November 2019 das Ticket in den Club der A350-Betreiber. Monate später riss Covid-19 die ganze Branche in die Krise, 2022 traf SAS mit dem russischen Angriff auf die Ukraine und versperrten Lufträumen auf wichtigen Asienstrecken der nächste Nackenschlag.
In einem Chapter-11-Insolvenzverfahren kämmte SAS-Chef Anko van der Werff die Bilanz mit der Drahtbürste aus. Dabei spielte auch die SE-RSA eine Nebenrolle: SAS hatte ihre erste A350-900 zwischenzeitlich zur Disposition gestellt, um Finanzverbindlichkeiten abzubauen, letztlich aber behalten.
Ein Rückbau der Interkontflotte ist inzwischen kein Thema mehr - im Gegenteil: SAS verhandelt über neues Interkontgerät. Die Airline ziehe für ihr Drehkreuz in Kopenhagen Boeing 777X und 787 sowie Airbus A350 und A330neo in Betracht, sagte van der Werff kürzlich der Nachrichtenagentur "Bloomberg".
Umfang offen, aber: Die Auftragsgröße werde sich in einem "interessenten Bereich" für die Hersteller und die beteiligten Triebwerksbauer bewegen, sagte der Manager.
SAS hatte 2013 acht A350-900 bestellt. Fünf A350-900 sind derzeit bei der Airline im Einsatz, zwei weitere A350-900 werden 2026 zur Flotte stoßen. Die Airline verfügt zudem über acht A330-900.
Mit den zusätzlichen A350-900 will SAS den Flugtakt auf wichtigen Langstrecken in die USA und nach Asien verdichten. Im Winterflugplan 2026/2027 hinterlegt SAS auf der Linie Kopenhagen-Boston 70 Prozent mehr Sitzangebot. Auf den Strecken nach Seoul und Tokio-Haneda plant SAS 50 beziehungsweise 40 Prozent mehr Kapazität ein.
Air France-KLM zieht SAS an sich
SAS, einst Gründungsmitglieder der Star Alliance, ist seit Ende 2023 eng mit Air France-KLM verbandelt. Air France-KLM will 2026 die Kontrolle bei SAS übernehmen und dazu einen bereits bestehenden Anteil durch die Auszahlung von Mitgesellschaftern von 19,9 Prozent auf 60,5 Prozent aufstocken.
Van der Werff treibt die Modernisierung der SAS-Flotte auf allen Ebenen voran - 2025 hatte SAS bereits 55 Embraer E195-E2 mit Lieferterminen ab 2027 bestellt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 14.02.2026 06:13







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