MÜNCHEN - Josef Aschbacher, rät beim Ausbau der Infrastruktur im Weltraum zu verstärkter Zusammenarbeit. "Wir bieten die europäische Lösung an. Das heißt, wir bieten den Staaten an, auch nationale Kapazitäten, die jetzt aufgebaut werden, einzufügen in ein europäisches System", sagte der Esa-Generaldirektor auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).
Die veränderte Bedrohungslage sei Ansporn, um Technologien des Weltraums auch für Verteidigung und Sicherheit zu verwenden. Bei der Ministerratskonferenz im November in Bremen sei geklärt worden, dass die Esa auch im Bereich Verteidigung und Sicherheit arbeiten könne.
Im November vergangenen Jahres freute sich die Esa über ein Rekordbudget von fast 22,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekündigt, Deutschland wolle bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All ausgeben: Satellitenkonstellationen, Bodenstationen und auch gesicherte Transportfähigkeiten ins All.
Die USA haben viel mehr in den Weltraum investiertAschbacher plädiert gegenüber der dpa dafür, bei der europäischen Aufholjagd auf Zusammenarbeit - "pooling and sharing" - zu setzen. Ziel sollte sein, dass ein deutscher Satellit eingefügt werden kann in einen europäischen Rahmen, der dann auch mit anderen Ländern geteilt werden kann.
"Wo Europa wirklich gut ist, ist in der Technologie, in den Ingenieuren, die wir haben, in der Industrie, die wir über 50 Jahre entwickelt haben. Die ist Weltklasse und die ist wirklich gut", stellte er fest.
Defizite hätten sich ergeben, weil Europa weniger Geld als andere in den Weltraum investiert habe. Aschbacher sagte: "In Amerika wird sechsmal so viel ausgegeben im Weltraum aus öffentlichen Mitteln wie in Europa. Wenn man sechsmal so viel Geld hat, natürlich kann man sechsmal so viel machen."
© dpa, aero.de | Abb.: Esa | 14.02.2026 11:48
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Beitrag vom 15.02.2026 - 21:44 Uhr
Da verstehst du etwas falsch.
Gut möglich. Danke für die Klarstellung.
Wenn Herr Aschbacher über Raumfahrtbudgets redet, redet er nicht nur über das ESA Budget, sondern über die Summe aus ESA, EUMETSAT, EU, DLR, Bundeswehr, CNES, ASI.... und vergleicht die mit der Summe aus NASA, NOAA, Space Force...
Gibt's dazu Quellen bzw wie hoch sind diese Summen dann um auf einen Faktor von 6 zu kommen?
Dieser Beitrag wurde am 16.02.2026 13:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.02.2026 - 20:17 Uhr
Absolut gesehen hat die NASA ein Budget von etwa 25Mrd $ pro Jahr, währen die ESA nach der letzten Rekorderhöhung 22Mrd in 3 Jahren zur Verfügung hat.
Darüber hinaus sind etwa 30% des aktuellen 3-Jahres Budgets wohl noch nicht von den Mitgliedsstaaten zugesagt.
https://spacenews.com/europes-human-and-robotic-exploration-hit-by-budget-shortfall/
Damit läge das tatsächliche 3-Jahres Budget der NASA bei etwa 75Mrd, das der ESA bei etwa 15Mrd, wenn es nur bei den bisherigen Zusagen bleibt.
Das ist immerhin ziemlich genau Faktor 5.
Wie Herr Aschenbacher auf Faktor 6 kommt, müsste er erklären, auch wenn die NASA ohne Zweifel ein Vielfaches der finanziellen Ausstattung der ESA hat.
Da verstehst du etwas falsch. Die ESA macht einen Vorschlag für was man Geld in den nächsten drei Jahren ausgeben könnte und die Mitgliedsstaaten geben dann Budget dafür frei.
Im Bereich Exploration wurden nur 70% der Projekte finanziert, aber in anderen Bereichen war die Finanzierung größer als der Vorschlag.
Nimmt man alles Zusammen, kommt man auf die 22Mrd., was etwas höher ist als vorgeschlagen.
Wenn Herr Aschbacher über Raumfahrtbudgets redet, redet er nicht nur über das ESA Budget, sondern über die Summe aus ESA, EUMETSAT, EU, DLR, Bundeswehr, CNES, ASI.... und vergleicht die mit der Summe aus NASA, NOAA, Space Force...
Gerade die SpaceForce gibt im Vergleich zu den europäischen Militärs ein Vielfaches aus.
Beitrag vom 15.02.2026 - 13:26 Uhr
Absolut gesehen hat die NASA ein Budget von etwa 25Mrd $ pro Jahr, währen die ESA nach der letzten Rekorderhöhung 22Mrd in 3 Jahren zur Verfügung hat.
Darüber hinaus sind etwa 30% des aktuellen 3-Jahres Budgets wohl noch nicht von den Mitgliedsstaaten zugesagt.
https://spacenews.com/europes-human-and-robotic-exploration-hit-by-budget-shortfall/
Damit läge das tatsächliche 3-Jahres Budget der NASA bei etwa 75Mrd, das der ESA bei etwa 15Mrd, wenn es nur bei den bisherigen Zusagen bleibt.
Das ist immerhin ziemlich genau Faktor 5.
Wie Herr Aschenbacher auf Faktor 6 kommt, müsste er erklären, auch wenn die NASA ohne Zweifel ein Vielfaches der finanziellen Ausstattung der ESA hat.
Dieser Beitrag wurde am 15.02.2026 13:44 Uhr bearbeitet.
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Gut möglich. Danke für die Klarstellung.
Wenn Herr Aschbacher über Raumfahrtbudgets redet, redet er nicht nur über das ESA Budget, sondern über die Summe aus ESA, EUMETSAT, EU, DLR, Bundeswehr, CNES, ASI.... und vergleicht die mit der Summe aus NASA, NOAA, Space Force...
Gibt's dazu Quellen bzw wie hoch sind diese Summen dann um auf einen Faktor von 6 zu kommen?
Dieser Beitrag wurde am 16.02.2026 13:10 Uhr bearbeitet.
Darüber hinaus sind etwa 30% des aktuellen 3-Jahres Budgets wohl noch nicht von den Mitgliedsstaaten zugesagt.
Damit läge das tatsächliche 3-Jahres Budget der NASA bei etwa 75Mrd, das der ESA bei etwa 15Mrd, wenn es nur bei den bisherigen Zusagen bleibt.
Das ist immerhin ziemlich genau Faktor 5.
Wie Herr Aschenbacher auf Faktor 6 kommt, müsste er erklären, auch wenn die NASA ohne Zweifel ein Vielfaches der finanziellen Ausstattung der ESA hat.
Da verstehst du etwas falsch. Die ESA macht einen Vorschlag für was man Geld in den nächsten drei Jahren ausgeben könnte und die Mitgliedsstaaten geben dann Budget dafür frei.
Im Bereich Exploration wurden nur 70% der Projekte finanziert, aber in anderen Bereichen war die Finanzierung größer als der Vorschlag.
Nimmt man alles Zusammen, kommt man auf die 22Mrd., was etwas höher ist als vorgeschlagen.
Wenn Herr Aschbacher über Raumfahrtbudgets redet, redet er nicht nur über das ESA Budget, sondern über die Summe aus ESA, EUMETSAT, EU, DLR, Bundeswehr, CNES, ASI.... und vergleicht die mit der Summe aus NASA, NOAA, Space Force...
Gerade die SpaceForce gibt im Vergleich zu den europäischen Militärs ein Vielfaches aus.
Darüber hinaus sind etwa 30% des aktuellen 3-Jahres Budgets wohl noch nicht von den Mitgliedsstaaten zugesagt.
Damit läge das tatsächliche 3-Jahres Budget der NASA bei etwa 75Mrd, das der ESA bei etwa 15Mrd, wenn es nur bei den bisherigen Zusagen bleibt.
Das ist immerhin ziemlich genau Faktor 5.
Wie Herr Aschenbacher auf Faktor 6 kommt, müsste er erklären, auch wenn die NASA ohne Zweifel ein Vielfaches der finanziellen Ausstattung der ESA hat.
Dieser Beitrag wurde am 15.02.2026 13:44 Uhr bearbeitet.