Medienbericht
Älter als 7 Tage

Experten erwarten Verzögerung des Bauabschlusses am BER

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BERLIN - Externe Experten gehen einem Medienbericht zufolge von einer monatelangen Verzögerung der Bauerarbeiten am künftigen Hauptstadtflughafen in Berlin aus.

In einem vertraulichen Bericht der Bauüberwachung - eines externen Dienstleisters der Flughafengesellschaft - von Ende Februar werde der 8. Dezember 2016 für die bauliche Fertigstellung prognostiziert, schreibt die «Bild am Sonntag». Bei anhaltendem Trend sei sogar mit «Januar 2017» zu rechnen.

Offizieller Stand ist nach wie vor, dass die Bauarbeiten im Sommer 2016 abgeschlossen sein sollen. Der Sommer reiche aber bis September, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Für den Start des BER wird Ende 2017 angepeilt. Allerdings sollten erst in einem Jahr echte Rauchtests der dann fertiggestellten Entrauchungsanlage stattfinden, sagte der Manager. «Erst dann wissen wir, ob das wirklich alles funktioniert.»

Unter anderem wegen Problemen mit der Entrauchungsanlage war der Starttermin immer wieder verschoben worden. Bei der kommenden Aufsichtsratssitzung am 22. April soll bekanntgegeben werden, ob die bisherige Terminplanung zu halten ist. Notwendige Nachbesserungen an den Bauunterlagen gefährden das Ziel. Deren Auswirkungen würden nun geprüft, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag.
© dpa | 13.03.2016 13:06

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Beitrag vom 15.03.2016 - 10:17 Uhr
Nicht ganz. Das ganze läuft unter "baubegleitende Planung". Funktioniert in der "freien Wirtschaft" recht gut. Aber bei öffentlichen Bauten mit Politikbeteiligung funktioniert es meistens nicht.

Stimmt. Der Unterschied: In der freien Wirtschaft muss derjenige zahlen, der die Extrawünsche oder Änderungswünsche während des Projekts beauftragt.
Durch Extrawünsche verursachte Zusatzkosten sind daher dort ein wirksames Regulativ.

Nicht so bei öffentlichen Bauten. Wo der Steuerzahler zahlt, das direkte finanzielle Regulativ also entfällt, habe ich immer öfter das Gefühl, dass sich die Bauherren benehmen wie Kinder im Süßwarenladen.

Der BER als Projekt der freien Wirtschaft wäre niemals in diese Schieflage geraten, da zum einen nicht mit geschönten Schätzungen agiert werden kann und zweitens aus Versagen idR echte Konsequenzen gezogen werden.
Beitrag vom 14.03.2016 - 22:39 Uhr
>Denen war von Tag 1 klar, was gemacht werden sollte - und was nicht.

>>Tja, man sollte meinen das am BER, ein Milliarden Projekt, das auch so wäre.
>>Oder fängt man im Jahr 20xx einfach mal ohne Pläne an ein Flughafen zu Bauen?

Nicht ganz. Das ganze läuft unter "baubegleitende Planung". Funktioniert in der "freien Wirtschaft" recht gut. Aber bei öffentlichen Bauten mit Politikbeteiligung funktioniert es meistens nicht.

Im konkreten Fall wurde das ganze Ding nach Baubeginn von über 300 Planänderungsanträgen überrollt. Wobei es sich mehr um Planänderungsbefehle als um Anträge gehandelt haben soll. Und dabei ging es nicht selten um massive Änderungen. z.B. Verlegung A380-Gate vom Nordterminal zum Südterminal. Klingt erstmal nicht allzu dramatisch. Aber die entsprechenden Wartebereiche, Shops etc mussten aus vertragsrechtlicher Sicht "mitwandern". Dann die Aufforderung seitens der Politik mehr Shops zu schaffen etc.

Ich empfehle hier das Buch "Blackbox BER" von Gerkan. Ist sicherlich auch sehr subjektiv geschrieben. Aber in Verbindung mit dem sonstigen, allgemeinen Informationen kann man sich selbst ein Bild aus beiden Sichtweisen bilden.
Beitrag vom 14.03.2016 - 18:38 Uhr

Ja wobei das Change Management des Apollo Programms deutlich konsequenter Scope Creep verhindert hat als am BER. Denen war von Tag 1 klar, was gemacht werden sollte - und was nicht.

-Mir gefallen 4 Stufen aber besser als 3.
-Plant bitte auf 6 Haupttriebwerke in Stufe 1 um.
-Wie wärs mit einer Kaffeeküche an Bord?
-Der Lander soll aber auch fahren können
- ...


Typisch für Projekte ohne Generalauftragnehmer, der im Zweifelsfall umgehend auf die Konsequenzen derartiger Forderungen reagieren kann

Gruß,
Khaki


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