Flug AB7001
Älter als 7 Tage

Piloten vom Flugdienst suspendiert

DÜSSELDORF- Nach dem Flugmanöver der letzten Air-Berlin-Maschine aus den USA nach Düsseldorf sind die Piloten des Airbus A330-200 suspendiert worden.

Die Besatzung sei derzeit nicht im Flugdienst, teilte Air Berlin am Mittwoch mit. Dies sei ein "normaler Prozess" bei der Untersuchung derartiger Vorfälle. Zuvor hatte die ZDF-Sendung "Frontal 21" (Dienstagabend) darüber berichtet.

Flug AB7001 am 16. Oktober 2017, © Bernd Blitzer

Das Flugzeug mit mehr als 200 Passagieren aus Miami war am Montag kurz vor der Landung durchgestartet und nach links über den Düsseldorfer Airport abgedreht. Nach einer Runde brachte der Pilot Flug AB 7001 sicher auf den Boden. "Frontal 21" zitiert den Piloten mit den Worten: "Wir wollten ein Zeichen setzen, einen würdigen und emotionalen Abschluss."

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) erklärte am Dienstag, Air Berlin sei um ein Stellungnahme zu dem Manöver der A330 gebeten worden. Eine Antwort steht laut LBA derzeit noch aus.

Air Berlin hat ihre Langstrecken mit Flug AB7001 am Montag eingestellt, viele A330-Piloten der Airline verfügen aber auch über ein Type-Rating für die A320.
© dpa-AFX, aero.de | 18.10.2017 12:25

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Beitrag vom 23.10.2017 - 19:00 Uhr
@fbwlaie:

Dafür ist das Risiko für einen vollständigen Motoraussetzer bei single engine piston deutlich höher als bei nem ETOPS-zertifizierten Jettriebwerk, erst recht wenn gleich zwei davon unter den Tragflächen vorhanden sind....

Passagier mit Flugangst ist genau das, was ich mit "ob eine Ehrenrunde mit Passagieren an Bord die beste Wahl ist oder nicht" meinte. Unsafe war das Manöver aber auch für einen Flugangstpassagier der einen Schreikrampf bekommt nach den mir vorliegenden Daten nicht. Unangenehm sicherlich - gar keine Frage.
Beitrag vom 23.10.2017 - 14:36 Uhr
@nessie,

eine C172 ist schon etwas anderes als ein Verkehrsflugzeug mit Passagieren.
Wenn die Geschwindigkeit stimmt, ist vieles wirklich ungefährlich - mehr als der Betrachter meist am grossen Flughafen zu sehen bekommt.
Wer am Fenster sass, dürfte wohl die Ehrenrunde genossen haben.
Passagierte mit erheblicher Flugangst sehen die Ehrenrunde natürlich anders.
Beitrag vom 23.10.2017 - 12:50 Uhr
Jetzt auch mal was von mir zu "gefährlichen Kurven in Bodennähe" und "Gefährlichen Überflügen über Terminalgebäude".

Ich habe vor ein paar Jahren in einer C172 bei CAVOK einen Übungs-IFR-Anflug auf Hahn gemacht. Kurz nach dem Tiefüberflug (man will sich ja die Landegebühren ersparen) fragte der Lotse an, ob ich im Abflug vorzeitig zur Seite fliegen könnte, damit die Ryanair B-737 nicht so lange warten muss. Damit ging es nach einer bodennahen Linkskurve direktemang über ein paar Gebäude zur Seite. Leider sah ich davon wenig bis nix, weil ich "under the hood" war.

Gefährlich? Nö.
Das Manöver war hier sogar von ATC erbeten worden.
Und sinnvoll war es auch.

Ob eine Ehrenrunde mit Passagieren an Bord die beste Wahl ist oder nicht, ist eine andere Sache. Gefährlich ist es aber sicher nicht.


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