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Bombardier meldet Großauftrag für CSeries

Bombardier CS300 Erstflug
Bombardier CS300 Erstflug, © Bombardier

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MONTREAL - Bombardier hat nach 18 Monaten wieder einen Kunden für die CSeries gewonnen. Die Airline stammt aus Europa, will 31 Flugzeuge kaufen und 30 weitere optionieren. Mehr verrät Bombardier noch nicht.

Wenn Bombardier die Order in trockene Tücher bringt, wird es der größte Auftrag für das Programm sein, seit Delta im April 2016 für 75 CS100 unterschrieb. Über dieser Bestellung schwebt allerdings das Damokles-Schwert amerikanischer Strafzölle.

Als mögliche Abnehmer aus Europa gelten der Lufthansa-Konzern mit seiner Tochter Swiss und Air Baltic, wo CS100 und CS300 bereits fliegen. Beide Airlines sehen in ihren Flotten Raum für zusätzliche Flieger aus Kanada.

IAG stand laut Insidern mit Bombardier ebenfalls in Kontakt. "Der Auftrag von Delta wird andere Airlines bestärken, die sich für die CSeries interessieren", hatte IAG-Chef Willie Walsh 2016 erklärt. Die Konzern-Tochter Vueling habe sich in der Vergangenheit bereits näher mit der CSeries befasst.

Anfang 2017 brandeten neue Gerüchte auf, nach denen IAG eine Großbestellung für die CSeries vorbereite und die Flugzeuge später konzernweit einsetzen werde.

Air Baltic ist mit der CS300 hochzufrieden und will ihre CSeries-Flotte ausbauen. "Wir haben die strategische Entscheidung getroffen, komplett auf eine Jet-Flotte umzusteigen (...) und unsere Turboprobs durch die CSeries zu ersetzen", sagte Airlinechef Martin Gauss im September. Gauss will noch vor Jahresende einen Folgeauftrag vergeben.

Lieferziele nicht zu halten

Weil Pratt & Whitney Triebwerke nicht termingerecht zur Verfügung stellen kann, werde man das Programmziel von 30 Auslieferungen 2017 um acht bis zehn Flugzeuge verfehlen, teilte Bombardier am Donnerstag mit. Auch das Ziel für 2018 von 45 bis 55 CSeries-Auslieferungen werde voraussichtlich nicht zu halten sein.

Airbus hatte im Oktober eine mehrheitliche Beteiligung am CSeries-Programm bekannt gegeben und will die schleppenden Verkäufe in Schwung bringen. "Zweitausend Flugzeuge sind durchaus realistisch", sagte Airbus-Vize Fabrice Brégier. Airbus sieht die USA als wichtigsten Absatzmarkt und will die CSeries im A320-Werk Mobile (Alabama) produzieren, um Zöllen auszuweichen.
© aero.de | 03.11.2017 08:33


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