Lufthansa prüft Schadensersatz
Älter als 7 Tage

DFS-Lotsen drohen mit Streiks in der nächsten Woche

München Tower
Towerkanzel des Flughafens München, © DFS Deutsche Flugsicherung

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FRANKFURT - Die Fluglotsen drohen für die kommende Woche mit einem neuen Streikanlauf. Nach der Absage für diesen Donnerstag müssten die Gremien nun das weitere Vorgehen beraten, sagte der Tarifvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), Markus Siebers, der Nachrichtenagentur dpa. Mit einem neuen Streiktermin in dieser Woche rechne er nicht. "Es wird wohl Anfang nächster Woche wieder so weit sein."

Die Gewerkschaft rechne auch wieder mit juristischen Angriffen der Gegenseite auf ihre Tarifforderungen. "Mit großen Gewerkschaften wie Verdi oder der IG Metall würde man so etwas nie machen. Aber wir halten das aus." Neue Verhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) machten nur Sinn, wenn es ein neues Angebot der Gegenseite gebe, erklärte Siebers. Die GdF hatte den Streik am Mittwoch kurzfristig abgesagt, nachdem das Arbeitsgericht Frankfurt den Ausstand wegen einer unzulässigen Tarifforderung untersagt.

Die Lufthansa will möglicherweise von den Fluglotsen Schadensersatz fordern. Allein durch die Androhung eines Streiks seien Flugreisende verunsichert worden und der Lufthansa Schaden entstanden. Die Höhe werde derzeit geprüft, sagte ein Sprecher der größten europäischen Airline am Donnerstag in Frankfurt am Main.
© dpa-AFX | Abb.: Flughafen München GmbH | 04.08.2011 11:19

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Beitrag vom 04.08.2011 - 16:52 Uhr
@mike8202
Die Sommerferien gehen in Bayern bis zum 12. September.
Und dann gehn ja auch schon wieder irgendwo bestimmt die Herbstferien los.
Irgendwer muss halt auch mal in den sauren Apfel beissen und da kann ich nur Reynolds zustimmen.
Geht der Urlaub halt nen Tag später los.
"When life gives you lemons - ask for salt and tequila!"

Beitrag vom 04.08.2011 - 12:34 Uhr
Auch ich bin ein Befürworter des deutschen Streikrechts. Trotzdem hätte ich mir in der aktuellen Situation gewünscht, dass die Streiks nicht unbedingt in die Hauptreisezeit fallen würden. Ich denke hier an Familien, die das ganze Jahr auf den Urlaub hin gearbeitet haben und nun eventuell ausgebremst werden. Streiks außerhalb der Sommerferien wären sicherlich genauso effektiv und damit hätten die Lotsen auch Augenmass bewiesen. Zudem hätte ich mir in der Streitsache selber etwas mehr Information und Transparenz gewünscht. Wobei dieses natürlich auch von der Berichterstattung der Medien abhängig ist.
Beitrag vom 04.08.2011 - 11:56 Uhr
Es gehört zu unserem Arbeitsrecht, auf das wir an anderer Stelle sehr stolz und froh sind, es zu haben, dass Arbeitnehmer in den Arbeitskampf gehen können. Bei der DFS ist ein Streik jetzt absolut konkret abzusehen, ein Zustand, den man bisher noch nicht kannte. In dieser Situation findet immer ein zähes Kräftemessen statt, und das wird ja nicht nur von den bösen Lotsen betrieben, auch auf Seiten der Geschäftsleitung wird scharf geschossen, Stimmung gemacht, und Verhandlungen mit banalen Angeboten abgeblockt.

Immer wenn in Deutschland gestreikt wird bemerkt man etwas typisch deutsches, nämlich das Sankt Florian-Prinzip: Verschon mein Haus, zünd andere an! - solange es mich nicht selbst betrifft, ist leicht reden.


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