Corona-Krise
Älter als 7 Tage

Condor will Antrag auf neue Staatshilfen stellen

Condor Boeing 767-300ER
Condor Boeing 767-300ER, © Condor

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FRANKFURT - Condor fliegt rund 50.000 Urlauber zurück nach Deutschland. In der Corona-Krise benötigt die Airline wohl selbst bald neue Unterstützung. Condor will laut einem Medienbericht Staatshilfen beantragen - und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken bis internationale Reisebeschränkungen wieder gelockert werden.

Condor plant bis Sonntag rund 180 reguläre und Sonderflüge für Urlauber, die ihre Reiseziele verlassen müssen. "Weitere Flüge sind in Prüfung", teilte die Airline am Dienstag mit.

Covid-19 trifft die Airline in einer heiklen Phase - im April soll der Verkauf an den LOT-Mutterkonzern PGL vollzogen werden. Aus dem Kaufpreis soll ein KfW-Kredit über 380 Millionen Euro zurückgezahlt werden, mit dem Bund und Hessen Condor nach der Insolvenz des Voreigners Thomas Cook stützten.

Die Condor-Gläubiger hatten der PGL-Lösung vergangene Woche mehrheitlich zustimmt. Seither hat sich die Corona-Krise in Europa deutlich verschärft. LOT stellte ihren Flugbetrieb zwischenzeitlich ein, wird aber in den nächsten Tagen ebenfalls Rückholflüge für polnische Staatsbürger durchführen.

Wie "Reuters" berichtet, lotet Condor in der Corona-Krise weitere Hilfen aus. "Wir prüfen die Beantragung von Staathilfen zur weiteren Unterstützung", sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur. Aktuelle Reisebeschränkungen zwingen alle Airlines zu umfangreichen Streichungen im Sommerflugplan.
© aero.de | Abb.: Condor | 18.03.2020 08:02

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Beitrag vom 19.03.2020 - 14:57 Uhr
ich verstehe generell die ganzen Staatshilfen nicht. Wir haben uns als Staat für die freie Marktwirtschaft entschieden. Wenn eine Airline am Markt bisher zu billig angeboten hat und deshalb keine Rücklagen hat geht sie pleite, einfache Regel im Kapitalismus.

Aber Sie sehen ja, dass selbst das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das sich ja der Marktwirtschaft ohne "sozial" verschrieben hat, in dieser Krise anders agiert. Von Italien wollen wir gar nicht sprechen ...

Mal abgesehen davon, dass alle von Umweltschutz reden, aber bei jeder Krise Millionen in die Fluggesellschaften gepumpt wird.

Weil in einer globalisierten Welt Luftverkehr anscheinend essenziell ist.

Aktuell betrifft die Krise alle Unternehmen, also sollten Staatshilfen auch auf alle Firmen gleichermaßen vertelit werden.

Die amerikanischen Airlines fordern 50 Mrd. USD. Wieviel sollten dann ihrer Meinung nach Condor, Tuifly, Private Wings, Lufthansa etc. bekommen?
Beitrag vom 19.03.2020 - 12:01 Uhr

Jetzt ist an der Zeit, dass der Staat der Mrd. € an Steuern angehäuft etwas zurückgibt u d zwar an alle. Das kann sich Deutschland leisten. Andere Nationen nicht.

Wo liegt denn der Haufen? Sämtliche Überschüsse gingen in die Tilgung bestehender Kredite. Von "Steuern anhäufen" kann da nicht die Rede sein.

Aber ja, wir sind durch die konsequente Finanzpolitik der letzten Jahre jetzt in einer Position, in der wir ohne größere Probleme neue Kredite aufnehmen können.
Beitrag vom 19.03.2020 - 11:34 Uhr
ich verstehe generell die ganzen Staatshilfen nicht. Wir haben uns als Staat für die freie Marktwirtschaft entschieden. Wenn eine Airline am Markt bisher zu billig angeboten hat und deshalb keine Rücklagen hat geht sie pleite, einfache Regel im Kapitalismus.
Mal abgesehen davon, dass alle von Umweltschutz reden, aber bei jeder Krise Millionen in die Fluggesellschaften gepumpt wird.
Aktuell betrifft die Krise alle Unternehmen, also sollten Staatshilfen auch auf alle Firmen gleichermaßen vertelit werden.

Wir haben eine soziale Marktwirtschaft.

Jetzt ist an der Zeit, dass der Staat der Mrd. € an Steuern angehäuft etwas zurückgibt u d zwar an alle. Das kann sich Deutschland leisten. Andere Nationen nicht.


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