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Lufthansa platziert konzerninterne Low-Cost-Airline in Köln/Bonn

Lufthansa A320
Airbus A320 der Lufthansa, © Deutsche Lufthansa AG

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FRANKFURT - Die Lufthansa zieht ihre umstrittenen Pläne für eine konzerninterne Low-Cost-Gesellschaft durch. Zum Jahreswechsel werden die Lufthansa-Direktverkehre mit der Tochter Germanwings kommerziell und organisatorisch zusammengeführt, beschloss am Mittwoch der Vorstand der größten Fluggesellschaft Europas in Frankfurt. Für die neue Tochter wird keine neue Gesellschaft gegründet, sondern die bereits bestehende Germanwings GmbH als Basis genutzt.

Der Sitz des Unternehmens bleibt Köln. Unter anderem waren auch Berlin und Düsseldorf im Gespräch.

Auch Flugzeuge der Lufthansa Tochter Eurowings sollen im Auftrag der neuen Gesellschaft fliegen, die dann über 90 Jets der kleineren Airbus-Reihen verfügt. Sie wird für alle Flüge außerhalb der Drehkreuze München und Frankfurt zuständig sein. Im ersten Jahr sollen rund 18 Millionen Passagiere befördert werden, teilte Lufthansa weiter mit. Ein Markenname für die neue Gesellschaft steht noch nicht fest und soll erst in den kommenden Monaten gefunden werden.

Die Gesellschaft werde als Teil des Lufthansa Airline Verbundes mit entsprechendem Qualitätsanspruch unterwegs sein, kündigte Vorstandschef Christoph Franz an. Die Bündelung der Direktverkehre berge erhebliche Effizienzpotenziale. Ziel sei es, die Verkehre unter dem Dach einer Gesellschaft wieder profitabel zu machen. Bislang fliegt Lufthansa in diesem von Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet angegriffenen Bereich hohe Verluste ein.

Die Gewerkschaften wehren sich gegen ein deutlich niedrigeres Tarifniveau im Vergleich zur Lufthansa-Passage. Die Entgelte für die rund 2000 Flugbegleiter sind nach den Streiks auch inoffizielles Thema der Schlichtungsgespräche mit der Kabinengewerkschaft Ufo.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft liegen die Gehälter der Germanwings-Flugbegleiter rund 40 Prozent unter Lufthansa-Niveau. Rund 1200 der 18 000 Stewards und Stewardessen der Lufthansa müssten demnach in die neue Gesellschaft wechseln. Das Unternehmen hatte aber zugesichert, dass sie Angestellte der Lufthansa bleiben könnten.

Vorprogrammiert ist mit der Entscheidung auch Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), der Franz in den bereits laufenden Tarifverhandlungen ebenfalls Opfer für die neue Direktfluglinie abverlangen will. In der "Financial Times Deutschland" hat VC-Präsident Ilja Schulz schon einmal klar gemacht: Einen Einsatz von Piloten in einer Lufthansa-Tochterairline zu anderen Tarifen und Arbeitsbedingungen wolle man nicht.

Um gutes Wetter bemüht sich die Lufthansa unterdessen bei ihren Kunden. Rund 90 000 vom Streik getroffenen Fluggästen habe man jeweils einen Gutschein über 20 Euro übermittelt, berichtete ein Sprecher. Voraussetzungen waren ein ausgefallener oder mindestens um zwei Stunden verspäteter Flug sowie die an Lufthansa übermittelte E-Mail-Adresse. Die Bonus-Codes seien als Dankeschön für das Verständnis gedacht und können ein ganzes Jahr lang eingelöst werden. Es handele sich um eine reine Geste, verpflichtet sei das Unternehmen dazu nicht.
© dpa | Abb.: Lufthansa | 19.09.2012 18:04

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Beitrag vom 22.09.2012 - 08:58 Uhr
Bei OS hat man es ausprobiert und jetzt möchte es die Mama auch machen. Franz, der Totengräber der Lufthansa.

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Beitrag vom 20.09.2012 - 20:26 Uhr
Im Gesetz steht aber nichts von 50 Prozent oder mehr, das ist das was ich damit sagen wollte ...
Beitrag vom 20.09.2012 - 19:54 Uhr
Schade dass das Jahr 2011/2012 "vergessen wurde".

Für 2011/2012 kann ich die Zahlen natürlich erst aus dem Geschäftsbericht 2013 für das Jahr 2012 erkennen.
Ich werde die Zahlen dann nächsten Sommer nachliefern und hier einstellen.

Nogger hat aber Recht, Christoph Franz hatte schon 2011 ein um 50% höheres Grundgehalt. Laut des Geschäftsberichtes musste die Lufthansa das allerdings umstellen, da es neue Gesetze gibt, die zwingend Vorschreiben, dass die Variablen Vergütungsbestandteile sich mehr an langfristigen Konzerngewinnen zu orientieren haben als an kurzfristigen. Das soll dazu dienen, kurzfristiges Gewinnstreben zu verhindern, was uns allen bekanntlich die andauernde Finanzkriese, seit 2009 beschert.


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