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Zwei Tote und viele Verletzte nach B777-Bruchlandung in San Francisco

NTSB-Ermittler vor dem ausgebrannten Asiana-Wrack
NTSB-Ermittler vor dem ausgebrannten Asiana-Wrack, © NTSB
Asiana B777, © SecretStoryExclu/YouTube

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Anmerkung

aero.de veröffentlicht in Lizenz ausgewählte Meldungen des Dienstes "The Aviation Herald" in deutscher Sprache.
SAN FRANCISCO - Bei der Bruchlandung einer Boeing 777 der Asiana Airlines in San Francisco sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Alle anderen 305 Menschen an Bord überlebten nach US-Angaben das Unglück am Samstag. Insgesamt seien 182 Menschen verletzt worden. 123 Menschen seien unverletzt ins Flughafengebäude gebracht worden, erklärte Dale Carnes von der Feuerwehr nach Angaben von CNN. Die beiden Toten hatten chinesische Pässe, habe Südkorea mitgeteilt.

Bei dem Unglücksflieger handelt es sich um eine Boeing 777-200 (Reg. HL7742) der südkoreanischen Asiana Airlines, die aus Seoul kam. Nach Angaben des Branchendienstes "The Aviation Herald" setzte das Flugzeug deutlich vor Beginn der Landebahn auf. Es schrammte die Kante der in den San Francisco Bay ragenden Piste, wodurch Heck, Fahrwerk und Rumpf abgerissen wurden.

Die Maschine lag mit aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld. Trümmerteile waren weit über die Landebahn 28L verstreut. Auf der linken Seite waren zwei Notrutschen zu sehen, über die sich die meisten Passagiere aus dem brennenden Wrack retten konnten.

Der Flughafen wurde unmittelbar nach dem Unglück für rund fünf Stunden geschlossen. Die beiden Landebahnen 01L/19R and 01R/19L sind mittlerweile wieder geöffnet, die beiden betroffenen Pisten 10/28 aber nach wie vor geschlossen.

Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Die Vorsitzende Debbi Hersman wollte sich nicht dazu äußern, ob möglicherweise ein Pilotenfehler oder technisches Problem vorlag. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus.

Die Flugaufsichtsbehörde FAA stufte den Vorfall offiziell als Bruchlandung ein. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es bei dem Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände mit Schaum und Wasser. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen, die vom Wrack wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer zu Beginn der Landebahn geprallt sei.

Ein Manager, der nach eigenen Angaben an Bord des Flugzeugs war, berichtete via Twitter von dem Unglück. "Ich bin gerade in SFO bruchgelandet. Heck abgerissen. Den meisten scheint es gut zu gehen. Mir geht's gut. Surreal...". Zu einem Foto der verunglückten Maschine schrieb David Eun: "Feuerwehrleute und Retter überall. Sie holen die Verletzten raus. Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11." Das bezieht sich auf die Anschläge vom 11. September 2001.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance, in der auch die Lufthansa ist. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können. Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher.
© dpa, aero.de | Abb.: NTSB | 07.07.2013 09:49

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Beitrag vom 10.07.2013 - 21:34 Uhr
Mit der Höhe falsch liegen, vielleicht ja noch ok, aber mit der Geschwindigkeit? Das ist doch mehrfach redundant ... da muss doch jemand draufgeschaut haben. Außerdem liefen die Triebwerke bis kruz davor auf Idle ...
Beitrag vom 08.07.2013 - 19:00 Uhr
Jemand hats gefilmt:
 http://www.youtube.com/watch?v=CR67XIUBvMg
Beitrag vom 08.07.2013 - 15:45 Uhr
"The new data from the cockpit voice recorder examined overnight by the NTSB show that a flight crew member aboard the Boeing 777-200ER called to increase speed about 7sec prior to impact.

The flight data recorder also confirmed that a stall warning activated aurally and physically as the crew plunged below the 137kt target approach speed.

"The speed was significantly below 137kt," says NTSB chairman Deborah Hersman. "We're not talking about a few knots." " (flighrt global heute)

Sieht ganz einfach aus! Aber im Cockpit saßen doch keine Deppen...


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