"Geruch nach verbranntem Gummi"
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Southwest Boeing 737 landet auf falschem Flughafen

Southwest
Southwest Boeing 737-700, © world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography

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BRANSON - Ein Linienflug der Southwest Airlines ist am Sonntag ungeplant auf einem kleinen Flughafen in der Nähe des geplanten Zielflughafens gelandet. Die Boeing 737 setzte anstatt in Branson auf dem kleinen Flughafen Taney County auf.

Southwest-Flug 4010 war auf dem Weg von Chicago nach Branson in Missouri. Doch anstelle des geplanten Flughafens steuerte die Besatzung den kleinen Flughafen von Taney County an. Die Flughäfen liegen im Südwesten Missouris und sind nur etwa zehn Kilometer voneinander entfernt. Warum die Boeing einen verkehrten Flughafen ansteuerte, ist nach Angaben von Southwest Airlines unklar.

An Bord waren 124 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Der Vorfall wurde zunächst durch Twitternachrichten von Passagieren bekannt, die von heftigem Bremsen und dem Geruch verbrannten Gummis berichteten.

Der Pilot habe sich unmittelbar nach der Landung mit beruhigenden Worten an die Insassen gewandt: "People know we are here and we will be taking care of you just as soon as we can. Thanks again for your patience and I apologize.” Davor habe es die gewohnte Durchsage gegeben: "Willkommen in Branson."

Die Bahn des M. Graham-Clark-Flughafens von Taney ist nur 3738 ft (1.139 m) lang, während die Bahn des geplanten Zielflughafens Branson mit 7140 ft (2.176 m) fast doppelt so lang ist. Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht den Vorfall.

Im November hat sich die Crew eines Boeing Dreamlifter im Flughafen geirrt. Die Boeing war auf dem Weg zur McConnell Air Force Base und landete stattdessen auf dem nahen James Jabara Airport. Dreamlifter werden ausschließlich für die Logistik im Programm 787 eingesetzt. In Wichita sollte Flug Atlas Air 4241 aus New York wahrscheinlich von Spirit AeroSystems vormontierte Bugsektionen abholen. Der Jabara Airport liegt nur gute 15 Kilometer nördlich der McConnell Air Force Base. Der Flugplatz verfügt lediglich über eine 1.860 Meter lange Piste.

Nach der Landung räumten die Piloten ihren peinlichen Fehler gegenüber der Flugsicherung von McConnell ein. "Wir sind am falschen Flughafen gelandet", funkte die Besatzung. Offenbar waren die Piloten zunächst davon ausgegangen, am richtigen Flughafen eingetroffen zu sein - sie erfragten Taxiinformationen.
© FLUG REVUE - MS | 13.01.2014 19:26

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Beitrag vom 14.01.2014 - 12:01 Uhr
Das mit der mangelnden Schulung/Weiterbildung in USA ist nicht ganz verkehrt... es ist ähnlich wie bei den Mechanikern... die dürfen unter FAA auch grundsätzlich an jedem Flieger schrauben - auch ohne Typenlehrgang.
Mit ein Grund, warum weltweit viele Nationale Behörden auf EASA schwenken...

Ob, dies hier mit ein Grund fürs verfliegen war, sei damit jedoch nicht gesagt....
Beitrag vom 14.01.2014 - 09:31 Uhr
@LOWI26:
"Da könnten ja Terroristen im Tieflug über die Landschaft mit einer ganzen Armada fliegen, ohne dass die Flugsicherung dies bemerkt?!"
Streiche: Flugsicherung
Setze: NSA
Der NSA-Hype wird wohl gerade an der Wirklichkeit zurechtgestutzt...
Beitrag vom 14.01.2014 - 08:53 Uhr
@PWR ON:
Ein absolut wichtiger Hinweis von Dir!
Wie kann es sein, dass in den überwachungsfreudigen USA der Türmer nach erteilter landing-clearance bei bester Sicht keine Lichter des landenden Flugzeugs erkennbar sind (war ja dunkel)? Und:
Haben die dort denn überhaupt keine Radar-Überwachung? Da könnten ja Terroristen im Tieflug über die Landschaft mit einer ganzen Armada fliegen, ohne dass die Flugsicherung dies bemerkt?!

Aber nochmals: Wenn die Piloten eine Landefreigabe für die Piste 14 erhalten haben, aber das heading auf dem ND 120Grad im Endanflug anzeigt, sollte doch zumindest der pilot flying einige Fragen stellen...

@schwabe61: Von abgesehen von Deinem Generalurteil, dass ALLE Airlines dort gefährlich seien, darf ich höflich darauf hinweisen, dass es ausser den USA auch noch viel "anderes" Amerika gibt.


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