Erste Auslieferung an Qatar Airways
Älter als 7 Tage

Airbus hält A380-Produktion trotz geringem Absatz stabil

Qatar Airways Airbus A380
Akbar Al-Baker (links) und Fabrice Brégier vor der A7-APA, © qatarairways

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HAMBURG - Airbus wird die Produktion der A380 trotz abgeflauter Nachfrage nicht antasten und neue Kunden für erste Leasingrückläufer suchen. Ohne Airlineaufträge im laufenden Jahr sei das Interesse an der A380 gegenwärtig eher "soft", gestand Airbus Vorstandschef Fabrice Brégier gestern in Hamburg zu.

Airbus verfüge aber über hinreichend Bestandsaufträge, um die Fertigung auch in den nächsten Jahren mit knapp 30 Flugzeugen im Jahr auszulasten. Brégier war in Hamburg, um Qatar Airways mit der A7-APA ihren ersten von zehn Superjumbos zu übergeben.

Das Flaggschiff ist für Airbus zunehmend schwerer zu vermarkten. Einige Kunden lösten sich von bereits erteilten Aufträgen. Der Verkauf von 20 A380 an eine Leasinggesellschaft war vor einem Jahr als Anreiz für neue Betreiber gedacht. Bisher griff allerdings keine Airline bei den Flugzeugen zu.

Um die Verkäufe wieder in Schwung zu bringen versucht Airbus, Betreiber und Interessenten von einer in Richtung 600 Sitze verdichteten A380-Kabine zu überzeugen, mit der sich die Umsätze erhöhen ließen. Die meisten Airlines fliegen die A380 derzeit mit 400 bis 500 Sitzen um die Welt.

Emirates und Singapore Airlines, die größten und ersten A380-Nutzer, haben ihre Flotten inzwischen verkauft und zurückgeleast - die ersten Leasingrückläufer werden um das Jahr 2017 erwartet. Soweit die Leasingverträge nicht verlängert werden, kommen in drei Jahren erste gebrauchte A380 auf den Markt.

"Dem sehen wir sehr entgegen, denn es wird die Verbreitung der A380 unter Kunden voranbringen, die sich das Flugzeug derzeit schlicht nicht leisten können", sagte Brégier. "Die Kehrseite dieses wunderbaren Flugzeugs ist eben, dass man im Vorfeld viel Kapital einsetzen muss."

Al-Baker: Balance zwischen Klasse und Profitabilität

Qatar Airways selbst will ihre A380-Erlöse mit 517 Sitzen - 461 in der Economy, 48 in der Business und acht in der First Class - maximieren. Die Airline verzichtet dabei bewusst auf platzraubende Extravaganzen an Bord.

Andere Airlines leisten sich in der A380 First Class Suiten, Etihad Airways sogar eine ultraluxorisöse Privatkabine - die "Residence Suite" mit eigenem Bad und Butler.

Qatar Airways Airbus A380
Qatar Airways Airbus A380, © Airbus


"Man sollte beim Angebot schon ein wenig auf dem Teppich bleiben", meint dazu Qatar Airways Vorstandschef Akbar Al-Baker an Bord seiner ersten A380, die anfangs zwischen Doha und London Heathrow pendeln wird. "Wir müssen Geld verdienen und etwas konservativ denken - es nicht übertreiben und eine Balance zwischen Klasse und Profitabilität finden."

Qatar Airways wird ihren nächsten A380 in den kommenden Wochen und ein drittes Flugzeug noch vor dem Jahreswechsel erhalten. Neben ihren zehn Festaufträgen hat Qatar Airways drei Superjumbos optioniert.
© Bloomberg News | Abb.: Airbus | 17.09.2014 09:19

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Beitrag vom 17.09.2014 - 13:00 Uhr
Ich erwarte das SIA ihre Verträge, und um die geht es ja hier...etwar um 2-3 Jahre verlängert,also sollten Rückläufer vor 2020 garnicht zur Verfügung stehen.
SIA erhält ja 2019-21 5 neue A380...ich denke dann erst werden die 5 von DORIC(AMADEO) ausgetauscht.
Emirates hat alle Verträge für mind 12 Jahre abgeschlossen...mit zwei verlängerungs Optionen.
Ich rechne damit das 2020-2025 auf dem Gebrauchtmarkt 20-30 Jets auftauchen werden bzw könnten.

Dieser Beitrag wurde am 17.09.2014 13:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.09.2014 - 12:46 Uhr
Jetzt ist es endlich ausgesprochen! Die A380 wird noch mehr Probleme bekommen, wenn in den nächsten 3 Jahren auch noch die ersten Rückläufer den eh schon nicht vorhanden Markt weiter verschlechtern.
>
Im Grundsatz richtig. Andererseits ist eine 10 Jahre alte A380 prinzipiell noch immer gut für eine lange Dienstzeit. Zumal außer wahrscheinlich A380neo kommt in dem Segment nichts neues. An A380-900 mag ich nicht mehr glauben.

Dafür sind Leasingrückläufer vermutlich aber deutlich günstiger zu haben. Kann also für Airlines, die den Markt jedoch nicht das Geld für Neues haben,durchaus eine Gelegenheit zum Einstieg sein.
Beitrag vom 17.09.2014 - 12:41 Uhr
Wieso nicht vorhanden? Man kann auch immer das rauslesen was man will da64291.
Denke schon das es "Zweitnutzer" gibt...die für neue Jets kein Geld haben.
In Asien...bzw in Afrika, warten wir mal ab bis 2017 ist noch etwas hin.


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