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Lufthansa bietet Piloten Gastspiel bei Eurowings an

Eurowings
Eurowings D-AIZR, Hamburg Airport, © Gerhard Vysocan

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FRANKFURT - Lufthansa nimmt erneut Geld in die Hand, um Kapitäne für ihren Günstigflieger Eurowings zu gewinnen.

Lufthansa spreche mit Arbeitnehmervertretern über die Möglichkeit, Kapitäne oder erfahrene Erste Offiziere ihrer Kernbelegschaft an Eurowings auszuleihen, bestätigte der Konzern einen Bericht des "Spiegel".

Für die Zeit ihrer Abstellung zu Eurowings werden erfahrene Piloten von Lufthansa bis zu drei Jahre beurlaubt und sollen eine Einmalzahlung in Höhe von 50.000 Euro erhalten.

Das Geld ist allerdings eher als Ausgleich für Gehaltseinbußen bei Eurowings zu sehen. Lufthansa setzt vor allem auf die Zugkraft besserer Karriereperspektiven im Eurowings-Cockpit.

Während Erste Offiziere bei Germanwings und Lufthansa derzeit kaum Aussicht auf eine Beförderung zum Kapitän haben, lockt bei Eurowings der Wechsel auf den linken Sitz. Lufthansa spricht von einer "Win-Win-Situation".

Auch außerhalb der Konzerngrenzen sucht Eurowings Europe erfahrenes Flugpersonal für ihre A320 und schloss einen Pakt mit Air Berlin, die offenbar einige ihrer A320-Check-Kapitäne für 18 Monate freistellen würde. Das befristete Gastspiel der Air-Berlin-Piloten vergütet Eurowings laut Stellenausschreibung mit stattlichen 19.500 Euro Monatssalär.
© aero.de | 15.12.2015 09:14

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Beitrag vom 18.12.2015 - 18:25 Uhr

"Tatsache ist, das die Vorstände, neben hohen Gehältern, auch noch 200% Jahresgehalt zusätzlich bekommen, u.a. weil die Mitarbeiter sich so ins Zeug gelegt haben."

Da haben Sie Recht! Aber eben auch, weil richtige Entscheidungen im Management getroffen wurden.

Kein Manager/Vorstand musste je ausbaden, was er/sie gemanagt haben...
Nennen Sie mir doch mal bitte ein Beispiel, wo ein Vorstand/Manager sich nach einer Pleite/Insolvenz/Mismanagement auf dem gleichen relativen Niveau wie die angestellten Arbeiter der gleichen Firma wieder gefunden haben!?

Da wird es nicht viele Beispiele geben. Das wird aber vor allem daran liegen, dass solche Menschen einen derartigen Gesichtsverlust kaum ertragen und daher das Unternehmen verlassen.
Aber wenn ich mir die Geschichte von Lufthansa anschaue, gibt es schon Beispiele. Die Vorstände von Dörenberg und von Falkenhayn mussten nach kurzer Zeit das Feld räumen und konnten sich dann bei Unternehmensberatungen (aber nicht bei einer der großen) und als Hochschulprofessoren verdingen. Von der Reputation (Vorstand eines DAX-Unternehmens) und (wahrscheinlich, kann ich aber nicht überprüfen) auch vom Gehalt her sicherlich ein Abstieg.

Beitrag vom 18.12.2015 - 07:37 Uhr
Es ist richtig, dass Lufthansapiloten zu max 2 Monatsgehältern am Erfolg beteiligt werden. Dies ist allerdings auch in einer Vergütungsrunde vor Jahren mitverhandelt worden. Man könnte auch sagen, der Firma zu liebe hat man auf einen festen Bestandteil seines Lohnes verzichtet, und diesen bekommt man nur, wenn die eigene Firma ein solides Jahr hinter sich hat. Schade, dass dieser Wunsch das Gehalt zu flexibilisieren, den die Firma damals hatte, von den Arbeitnehmern angenommen wurde und diesen Arbeitnehmern nun vorgeworfen wird. Gilt übrigens für alle Branchen....


Ich weiss nichts von einem diesbezüglichen Vorwurf.

Tatsache ist, dass die Lufthansapiloten, neben dem anerkant hohen Gehaltsniveau auch noch bis zu 2 Monatsgehälter zusätzlich erhalten, u.a. weil das Management richtige Entscheidungen getroffen hat.
Das nur zum Thema "die Mitarbeiter müssen immer ausbaden", was die Manager entscheiden. Bisher war das Bad immer angenehm warm ...

Tatsache ist zum Einen aber auch, das nicht alle KTVler maximal 2 Monatsgehälter überhaupt bekommen können!
Zum Anderen wurde nach der Flexibilisierung des Jahreseinkommen der KTVler dafür gesorgt, dass in den letzten 14 Jahren, es NIE zu einer Auszahlung des Maximums gekommen ist! (Ein Beispiel auf Bildzeitungsniveau: 2001 wurde um ca. 30% gesteigert, im Jahr 2002 sind ca. 20% wieder weg, weil die gesamte LVV wieder weggefallen ist;-)) Die Gründe dafür waren sehr vielfältig;-)

Ich möchte Ihren Satz gerne mal umdrehen:

"Tatsache ist, das die Vorstände, neben hohen Gehältern, auch noch 200% Jahresgehalt zusätzlich bekommen, u.a. weil die Mitarbeiter sich so ins Zeug gelegt haben."
Am Mitarbeiterzufriedenheits-Index kann es nicht gelegen haben;-)
Kein Manager/Vorstand musste je ausbaden, was er/sie gemanagt haben...
Nennen Sie mir doch mal bitte ein Beispiel, wo ein Vorstand/Manager sich nach einer Pleite/Insolvenz/Mismanagement auf dem gleichen relativen Niveau wie die angestellten Arbeiter der gleichen Firma wieder gefunden haben!?
Beitrag vom 18.12.2015 - 00:52 Uhr
@gordon: sorry, ich kann nur versuchen Ihnen die Zusammenhänge zu erklären.... Bei absoluter Beratungsresistenz komme auch ich an meine Grenzen. Machen Sie doch einfach weiter wie Pippi Langstrumpf....


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