FBI-Ermittlungen
Älter als 7 Tage

MH370-Pilot übte Crashkurs am Simulator

JACC
Angeschwemmte Flugzeugteile konnten MH370 zugeordnet werden, © JACC

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NEW YORK - Zwei Jahre nach Verschwinden von Malaysian Flug 370 liegt dem New York Magazine ein "vertraulicher" Untersuchungsbericht vor, wonach FBI-Experten auf der Festplatte des privaten Flugsimulators von Kapitän Zaharie Ahmad Shah einen mit dem Crashkurs fast identischen Übungsflug festgestellt haben.

Im Zuge von Untersuchungen des privaten Umfelds von Kapitän Zaharie soll die malaysische Ermittlungsbehörde dem FBI kurz nach dem Ereignis fünf Festplatten seines privaten Übungssimulators zur Auswertung übergeben haben. Laut dem nun vorliegenden Bericht gelang es den amerikanischen IT-Experten dabei auch bereits gelöschte Daten wiederherzustellen.

Das New York Magazine zitiert aus dem Dokument der malaysischen Polizeibehörde, bei einer forensischen Analyse der im Haus des Piloten vorgefundenen Festplatten sei auch ein Flug in den südindischen Ozean gefunden worden, neben zahlreichen anderen Flügen.

Die darin enthaltenen Daten weisen umfangreiche Details zu Geschwindigkeit, Flughöhe und Richtung aus. Demnach startete der Übungsflug in Kuala Lumpur und führte zunächst in nordwestlicher Richtung über die Malacca Strasse, drehte dann nach Süden in den Indischen Ozean und endet schließlich mit leeren Tanks auf offener See.

Allerdings verläuft der Simulatorflug etwas östlicher als die anhand von Satellitendaten angenommene Flugroute von MH370 und endet rund 1.500 Kilometer südöstlich des derzeitigen Suchgebiets.

Die Erkenntnisse aus der Auswertung der Simulatordaten blieben in den offiziellen Untersuchungsberichten der malaysischen Behörden bis jetzt unberücksichtigt, erhärten aber die lange gehegte Theorie eines gezielten Selbstmord-Flugs des Piloten, ähnlich der Vorgänge, die am 24.März 2015 zum Absturz des Germanwings-Fluges 9525 in Südfrankeich geführt haben.

Malaysian Flug MH370 startete am 8.März 2014 in Kuala Lumpur nach Peking. Um 1:21 Uhr Ortszeit erreichte MH370 vietnamesischen Luftraum und gilt seither als verschollen. An Bord der Boeing 777-200ER befanden sich 239 Menschen. Sie wurden offiziell für tot erklärt.

Verifizierbare Hinweise auf einen Absturz lieferten bis jetzt lediglich in Afrika angeschwemmte Wrackteile, die dem Flugzeug zugeordnet werden.

Am Freitag erklärten die Regierungen von Malaysia, China und Australien, ohne neue Erkenntnisse über den Flugverlauf werde die Suche nach dem Wrack über das gegenwärtig erfasste Suchgebiet hinaus nicht fortgesetzt.
© aero.at | Abb.: ATSB | 24.07.2016 11:06

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Beitrag vom 05.09.2016 - 17:53 Uhr
Vielleicht sollte man mal die CIA fragen, wo MH soundso denn nun runter gefallen..... schien???
Beitrag vom 30.07.2016 - 20:12 Uhr
Der Aviation Herald berichtet gestern das dieser Bericht angeblich eine Finte wäre:
"On Jul 28th 2016 Malaysia's Ministry of Transport released following statement in response to media reports claiming police had uncovered data from the captain's flight simulator showing a route very similiar to the presumed track across Malaysia towards Andaman Islands and then turning south:

Give evidence to investigating team if it exists, says minister

PUTRAJAYA: Malaysia is unaware of any evidence that MH370 pilot Captain Zaharie Ahmad Shah conducted a simulated flight deep into the remote southern Indian Ocean less than a month before the plane vanished.

Transport Minister Datuk Seri Liow Tiong Lai said there was no indication that Zaharie had flown that route and authorities here were not aware of such evidence.

He said criminal investigations were ongoing and he would leave it to the investigation team to examine whatever evidence they had.

The New York magazine claimed to have obtained a confidential document from the Malaysian police investigation into the disappearance of MH370, which “showed the strongest evidence Zaharie made off with the plane in a premeditated act of mass murder-suicide”.

“We don’t have that evidence as of now. If you have that evidence, please hand it over to the investigation team,” Liow said."
Beitrag vom 28.07.2016 - 13:37 Uhr
Ist das wirklich neu? Die familiären Probleme wurden auch bekannt gemacht.
Neu ist die Evidenz von Simulatorflügen, die beweisen, dass sich der Pilot gezielt auf den Todesflug vorbereitet hat. Neu ist auch die Erkenntnis, dass dieser elementare Umstand in dem offiziellen Untersuchungsbericht nicht berücksichtigt wurde. Wie viele andere Merkwürdigkeiten auch. Zum Beispiel, dass das Flugzeug über eine Woche lang an Orten gesucht wurde, wo die es auf Grund der vorliegenden Radardaten des Militärs und der in Echtzeit gesendeten Satellitendaten gar nicht sein konnte.


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