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Ryanair will Piloten mit Sonderzahlungen motivieren

Norwegian Boeing 737-800
Norwegian Boeing 737-800, © Norwegian Air Shuttle

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DUBLIN - Norwegian wirbt mit festen Verträgen 737-Piloten von Ryanair ab. Der irische Günstigflieger will sein Cockpitpersonal hingegen mit Prämien bei der Stange halten.

Nach "Bild"-Informationen bietet Ryanair Piloten Sonderzahlungen von bis zu 12.000 Euro an, wenn sie an freien Tagen einspringen. Bei Neueinstellungen will Ryanair bis zu 10.000 Euro Antrittsprämie zahlen, zitiert "Bild" aus einer internen Email der Airline, die ihren Flugplan gerade um 2.100 Flüge entlastet.

Ryanair habe die Urlaubsplanung ihrer Piloten "in den Sand gesetzt" und müsse wieder pünktlicher fliegen, erklärte Ryanair-Chef Michael O`Leary den Eingriff in das laufende Programm. Der Manager bestritt, dass Ryanair unter einer zu dünnen Personaldecke in Cockpit und Kabine leide.

Luftfahrt-Experte Gerald Wissel mutmaßt, dass O`Leary Flugzeuge und Crews für einen Stillstand bei Air Berlin zusammenzieht.

Giftpfeile auf Norwegian

Das Verhältnis zum Konkurrenten Norwegian, dem Ryanair vor Kurzem noch als Feeder für die Langstrecke zuarbeiten wollte, kippte, als O`Leary vor wenigen Wochen Zweifel an der finanziellen Stabilität der Norweger streute.

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass Monarch und Norwegian derzeit knapp bei Kasse sind und diesen Winter vielleicht nicht überleben werden", ließ O`Leary während einer Pressekonferenz in London fallen. Bei Norwegian könnten laut O`Leary bereits im Januar die Lichter ausgehen.

Norwegian erklärte sich den Giftpfeil mit einer erfolgreichen Abwerbung von rund 140 Piloten, die Ryanair den Rücken kehrten und in 737-Cockpits von Norwegian wechselten. "Und wir suchen noch Piloten für unsere neue Basis in Dublin", legte Norwegian-Sprecher Daniel Kirchhoff nach.

Der Zubringer-Deal ist mittlerweile Geschichte - Norwegian arbeitet lieber mit Easyjet zusammen.
© aero.de | 20.09.2017 11:02

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Beitrag vom 25.09.2017 - 14:33 Uhr
Ich finde es sehr lustig, wenn die Presse Dienst nach Vorschrift als Bummelstreik bezeichnet.
Zum Dienst erscheien, so wie es FR vorsieht und keine Minute früher. Rollen, so schnell es FR vorgibt, und nicht schneller, usw.
Alles schön genau so, wie es in den Büchern steht, einfach "nur" 100% und kein % mehr. Dann bricht bei FR alles zusammen- und nich nur bei FR, sondern praktisch bei jeder Airline.
Beitrag vom 25.09.2017 - 14:18 Uhr
Dieser link gehört noch zu oben: https://www.welt.de/wirtschaft/article168957303/Bei-Ryanair-drohen-die-Piloten-jetzt-mit-Bummelstreik.html
Beitrag vom 25.09.2017 - 14:17 Uhr
Finde ich echt gut was hier ab geht. Ryanair ist das Thema und Seitenweise wird wieder über den KTV und die pösen KTV Piloten lamentiert.

Hier gibt es neues zum Iren:

 https://amp.independent.ie/business/irish/thousands-of-ryanair-pilots-to-hold-crunch-meetings-across-europe-36163596.html

Mit den Cabin-Crews ist er auch sehr freundlich:

 http://www.independent.co.uk/travel/news-and-advice/ryanair-cabin-crew-move-europe-germany-holland-six-weeks-lose-pay-east-midlands-airport-a7961456.html

Ach und wenn die nun alle sich sträuben, steigen ja die Ticketpreise bei FR. Sauerei! Wir wollen es billig, egal auf wessen Kosten - nur nicht auf das der Aktionäre. Bei 6,5 Mrd Umsatz 1,56 Mrd Gewinn vor Steuer in 2016.

Wenn die rd. 4.000 Piloten € 20.000 p.a mehr bekämen und die FB entsprechend würden ja um die 0,2 - 0,3 Mrd. beim Gewinn fehlen. Katastrophe!


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