Suche nach MH370
Älter als 7 Tage

Seabed Constructor schaltete Ortungssystem tagelang ab

Seabed Constructor
Seabed Constructor, © Swire Seabed

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SYDNEY - Seit 22. Januar sucht die "Seabed Constructor" Seegebiete ab, in denen die Firma Ocean Inifinity die vermisste Boeing 777 von Malaysia Airlines vermutet. Drei Tage verbarg das Spezialschiff seine Postion - die Crew schaltete das Satelliten-Ortungssystem offenbar bewusst ab. Nur warum?

Es ist der vielleicht letzte Anlauf und die letzte Chance, das Rätsel um Flug MH370 aufzuklären. Ocean Infinity chartete die Seabed Constructor auf eigenes Risiko - nur wenn das Hightech-Schiff die 9M-MRO am Meeresboden aufspürt, zahlt Malaysia der Firma eine Erfolgsprämie von 70 Millionen US-Dollar.

Am Dienstag veröffentlichte die malaysische Regierung ihren wöchentlichen Lagebericht zur Mission: die Seabed Constructor hat mit acht Tauchdrohnen bisher 7.500 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht, bisher aber kein Flugzeugwrack gefunden.

In den Tagen vom 01. bis 04. Februar hatte die Seabed Constructor ihre Positions- und Kursdaten vernebelt - der Kapitän schaltete mit dem Automatic Identification System (AIS) die satellitengestützte Ortung ab, was Spekulationen lostrat. Hatte die Seabed Constructor etwas entdeckt und hielt sich länger an einer Stelle auf?

Laut Regierungsangaben in Kuala Lumpur ging die Seabed Constructor tatsächlich "zwei Spuren von Interesse" nach, die dann jedoch geologischen Ursprungs gewesen seien. Ob dies zeitlich mit dem Blackout des AIS zusammenfiel, lässt der Bericht offen.

Auf Twitter machte zwischenzeitlich gar das Gerücht die Runde, die Seabed Constructor habe einen Stopp für eine Schatzbergung von einem Schiffswrack eingelegt. Diese These zweifeln Experten nicht zuletzt aufgrund des knappen meteorologischen Zeitfensters für die Suche und der enormen Charterkosten für das Schiff an.

Neues Suchgebiet

Flug MH370 startete am 08. März 2014 in Kuala Lumpur zu einem Nachtflug nach Peking. Seither fehlt von der Boeing 777-200ER und den 239 Menschen an Bord jede Spur.

Seabed Constructor sucht MH370
Seabed Constructor sucht MH370, © Regierung von Malaysia

Australien stellte die Suche vergangenes Jahr ein, nachdem Spezialschiffe 120.000 Quadratkilometer Meeresboden erfolglos abgesucht hatten. Später entwickelten australische Forscher neue Datenmodelle und verorten die Absturzstelle nun in einem weiter nordöstlich gelegenen Seegebiet.

"Wir nehmen an, dass es jetzt möglich ist, einen wahrscheinlichen Lageort des Flugzeugs mit beispielloser Präzision und Sicherheit zu bestimmen", verblüfften die Forscher von Geoscience Australia im Sommer 2017 die Öffentlichkeit. "Diese Position ist 35.6°S, 92.8°E" oder "in einem Umkreis von 50 Kilometern" um diese Stelle.

Derzeit befindet sich die Seabed Constructor außerhalb des Suchgebiets, um eine neue Crew und Versorgungsgüter aufzunehmen. Die Suche soll am 12. Februar fortgesetzt werden.
© aero.de | Abb.: Swire Seabed | 08.02.2018 17:50

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Beitrag vom 09.02.2018 - 20:40 Uhr
Und weshalb hat man auf der Seabed Constructor die eigenen Positionsdaten nicht weitergegeben?
Die Postionsdaten der vier Wracks und der geologischen Anomalie sollten nicht preisgegeben werden?
Wirklich? Das ist die Aussage des Kapitäns?
Beitrag vom 09.02.2018 - 19:20 Uhr
Einfach mal diesen Artikel lesen ...

 http://www.news.com.au/travel/travel-updates/incidents/truth-about-treasure-chest-at-centre-of-the-mh370-search-boat-rumours/news-story/3d7a6f750e827c800cca0fce004e39c6
Beitrag vom 09.02.2018 - 00:02 Uhr
Ich bin sonst kein Verschwörungstheoretiker, aber der Flieger verschwand nicht, der wurde verschwunden. Und deswegen herrschte in seiner mutmaßlichen Nähe wohl auch Funkstille.
Da läuft ein ganz schmutziges Dinge mit 200 Menschen als Kollateralschaden.
Was denken sie denn was passiert ist?


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