Flug JT-610
Älter als 7 Tage

Boeing 737 MAX 8 produzierte fehlerhafte Flugdaten

Bergungsmission nach JT610
Schiffe kreuzen an der Absturzstelle, © BASARNAS

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JAKRATA - Bei der abgestürzten indonesischen Boeing 737 MAX von Lion Air hat es bei einem früheren Flug Probleme mit unzuverlässigen Instrumentenwerten im Cockpit gegeben.

Nach Informationen des britischen Senders BBC und der Unfallforscher-Webseite Aviation Safety übermittelten Sensorsysteme der verunfallten 737 MAX 8 bereits bei Flug JT043 am Sonntag fehlerhafte Datenpunkte zu Flughöhe und Geschwindigkeit.

Der Vorstandschef von Lion Air, Edward Sirait, bestätigte am Dienstag, dass es solche Schwierigkeiten gegeben habe. "Aber die Probleme wurden über Nacht gelöst. Lassen Sie uns die Untersuchung abwarten."

Nach dem Absturz mit vermutlich 189 Toten am Montag ermittelt jetzt die indonesische Luftverkehrsaufsicht KNKT. Taucher suchten am Dienstag in der Javasee nach den Flugschreibern.

Die BBC und Aviation Safety zitierten aus einem internen Bericht über einen Flug mit der Maschine am Sonntag von Bali nach Jakarta. Darin heißt es: "Fluggeschwindigkeit unzuverlässig und nicht übereinstimmende Höhe nach dem Start." Von dem Wartungsdokument kursieren auf Twitter allerdings mehrere Versionen.

Aviation Safety zufolge gab es ähnliche Probleme bei dem Flug am Montag. Von Trackingseiten mitgeschnittene ADS-B-Daten protokollierten "wilde Ausschläge" zu Höhenangaben in einer Spanne von 4.500 und 5.350 Fuß, bevor der Datenstrom abreißt.

Von Flightradar24 aufgezeichnete Datenpunkten legen nahe, dass die 737 MAX 8 in nur 21 Sekunden aus 4.850 Fuß Höhe ins Meer stürzte. Diese Angaben seien allerdings "mit Vorsicht zu genießen", warnte der frühere NTSB-Chefermittler Steve Wallace. "Es kommt jetzt alles auf die Flugdaten- und Stimmrekorder an."

Die 737 MAX 8 PK-LQP wurde im August 2018 neu von Boeing an Lion Air ausgeliefert.

Die Maschine war nur wenige Minuten nach dem Start in Jakarta auf dem Weg zur Nachbarinsel Bangka ins Meer gestürzt. Die Behörden haben praktisch keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Bislang war bekannt, dass der Kapitän der Maschine einen Notfall meldete und umkehren wollte. Kurz darauf brach der Kontakt ab.
© dpa-AFX, aero.de | 30.10.2018 08:28


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