Kein Fracht-Drehkreuz
Älter als 7 Tage

Kündigung für Großteil der Flughafen-Mitarbeiter in Parchim

SCHWERIN - Die Pläne des chinesischen Investors Jonathan Pang, den Flughafen Parchim zu einem Drehkreuz im Warenhandel zwischen China und Europa zu machen, sind offenbar endgültig gescheitert.

Die für den Betrieb der Frachthalle zuständige Baltic Airport Mecklenburg GmbH habe zum 1. Januar 2019 Kündigungen für ihre Mitarbeiter im Warenverkehr ausgesprochen, teilte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in Schwerin am Mittwoch mit.

Einem Bericht der "Schweriner Volkszeitung" vom gleichen Tag zufolge werden 20 der zuletzt insgesamt noch 25 Beschäftigten am Flughafen entlassen. Vertreter der Unternehmensführung waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Verkehrsministerium sind die Mitarbeiter der Baltic Airport Management GmbH nicht von den Kündigungen betroffen. Diese Gesellschaft ist für den Betrieb des Flughafens zuständig.

Da der sichere Flugbetrieb weiterhin gewährleistet sei, gebe es für die Landesluftfahrtbehörde derzeit keinen Anlass, genehmigungsrechtliche Schritte einzuleiten, hieß es weiter. Dennoch bleibe die "erhöhte Aufsichtsintensität gegenüber dem Flughafen aufrecht" erhalten.

Pang hatte mit seiner Firma LinkGlobal den früheren Militärflughafen in Parchim im Sommer 2007 vom Landkreis übernommen. Vom ursprünglichen Kaufpreis in Höhe von 30 Millionen Euro waren ihm nach langen Verhandlungen 12 Millionen erlassen worden.

Allerdings investierte das Unternehmen in den Folgejahren in den Bau eines neuen Kontrollturms, einer Frachthalle und die Sanierung der Landebahn, die von Flugunternehmen vielfach zu Übungszwecken genutzt wurde.
© dpa | 19.12.2018 12:07


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