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Alitalia will mit Delta und Easyjet ins Geschäft kommen

Alitalia Boeing 777-200ER
Alitalia Boeing 777-200ER, ©  Masakatsu Ukon

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ROM - Lufthansa ist für Alitalia bei der Suche nach einem Partner nur zweite Wahl. Laut einem Zeitungsbericht will Alitalia auf der Langstrecke mit US-Branchenriese Delta und im Europageschäft mit Easyjet paktieren. Als neuer Ankeraktionär soll die italienische Staatsbahn bei Alitalia einsteigen.

Nach Informationen der Zeitung "La Stampa" werden Manager von Alitalia und Delta Air Lines kommende Woche in Atlanta Eckpunkte einer Kooperation verhandeln.

Während Delta mit Alitalia auf der Langstrecke ins Geschäft kommen will, habe sich Lufthansa in erster Linie für das Italiengeschäft interessiert. Die Regierung in Rom, die Alitalia im mittlerweile dritten Jahr nach Insolvenzeröffnung weiter mit Krediten stützt, favorisiere daher einen Deal mit den Amerikanern.

Lufthansa hatte einem möglichen Einstieg bei Italiens größter Airline bereits eine Absage erteilt. "Wir werden in die jetzt dort entstehende Struktur nicht investieren, aber wir können uns eine kommerzielle Kooperation durchaus vorstellen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr aero.de im November 2018.

Lufthansa will in den nächsten fünf Jahren die Flotte des eigenen Italienexperten Air Dolomiti auf 20 Embraer E195 verstärken. Mit den zusätzlichen Flugzeugen soll Air Dolomiti vor allem Zubringerfrequenzen aus Mailand verdichten.

Easyjet soll Europageschäft stabilisieren

Laut "La Stampa" könnte Alitalia mehrere Eigner bekommen. Als Ankeraktionär will Rom demnach die Staatsbahn Ferrovie einsetzen. Delta und Easyjet könnten kleine Anteilspakete erwerben. Ende Januar soll Ferrovie ein strategisches Konzept für Alitalia vorlegen und einen Monat später Airlinepartner vorstellen.

Der britische Billigflieger Easyjet soll einen Teil der A320-Flotte mit Flugpersonal von Alitalia übernehmen und sich um Europageschäft und Zubringerflüge an die Hubs Rom und Mailand kümmern.

Auf der Langstrecke will sich Alitalia eng mit Delta verzahnen. Delta formiert derzeit ein Transatlantik-Joint-Venture mit Air France-KLM und Virgin Atlantic, das die Amerikaner schon im Vorfeld über Kapitalbeteiligungen absicherten.

Der aktuelle Delta-Präsident Glen Hauenstein war von 2003 bis 2005 Vertriebs- und Flugbetriebsvorstand von Alitalia.
© aero.de | Abb.: Masakatsu Ukon | 06.01.2019 11:19

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Beitrag vom 07.01.2019 - 10:17 Uhr
Die Italiener lieben Ihre ALITALIA, aber sie respektieren doch mehr die LH!
Insofern gebe ich der neuen AZ/DL/U2 nur wenige Chancen, ganz zu schweigen von der FERROVIA DELLO STATO!
Auch wenn man zwei kranke in einem Bett legt, es wird sicherlich nicht ein gesunder dabei herauskommen.

Beitrag vom 06.01.2019 - 21:21 Uhr
Wenn die Langstrecke endlich mal funktioieren sollte dann wird das Wasser für diese sinnlose Zubringer Arbeit
endlich mal abgegraben,einfach sinnlos als Passagiere über die Alpen kutschieren zu müssen um in alle Welt zu gelangen und das werden die Passagiere dann selbst entscheiden.

Wieso sind Zubringerflüge sinnlos? Alitalia wird Langstrecke bestenfalls von FCO und MXP anbieten. Italien hat eine Bevölkerung, die dezentral übers Land verteilt ist. Daher wird auch eine Alitalia Zubringerdienste brauchen. Ob der Flug nun über Rom oder über München geht, macht da keinen Unterschied. Als Passagier würde ich ehrlich gesagt den Münchner Flughafen bevorzugen.

Zudem hat LH von ihren Hubs aus zahlreiche Direktverbindungen ‘um in alle Welt zu gelangen’.Wenn ein Passagier etwa von Neapel nach Denver will, dann kann er mit der Lufthansagruppe das über FRA, MUC oder ZRH mit einmal umsteigen schaffen, während Alitalia ihn dann in FCO und ATL umsteigen lassen wird.

Ich würde auch die Bindung vieler italienischer Kunden der LH durch Programme wie Miles und More nicht unterschätzen. ich höre sehr oft Italienisch in der Senatorlounge
Beitrag vom 06.01.2019 - 20:15 Uhr
Wenn die Langstrecke endlich mal funktioieren sollte dann wird das Wasser für diese sinnlose Zubringer Arbeit
endlich mal abgegraben,einfach sinnlos als Passagiere über die Alpen kutschieren zu müssen um in alle Welt zu gelangen und das werden die Passagiere dann selbst entscheiden.


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