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Germania verpasst Gehaltstermin im Januar

Boeing 737-700 Sonderlackierung der Germania
Germania Boeing 737-700, © Germania

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BERLIN - Bei Germania zeichnet sich noch keine endgültige Entwarnung ab - im Gegenteil: ein Geldgeber lässt die Airline auf zugesagte Millionen warten. Germania-Chef Karsten Balke muss die Mitarbeiter des Ferienfliegers vertrösten: die Auszahlung ihrer Januargehälter wird sich verzögern.

Anfang 2019 klaffte bei Germania eine Finanzlücke von 15 Millionen Euro. Noch im Januar gab Balke mit einer Investorenzusage über diese Summe - plus X - Entwarnung.

Doch nach Informationen der "Welt" ist das Geld bisher nicht vollständig bei Germania eingegangen, eine Frist verstrichen.

Dadurch hat sich die Lage in Berlin offenbar soweit verschärft, dass Germania ihre Januargehälter nicht pünktlich überweisen kann. Der aktuelle "Finanzierungsprozess" werde "die Auszahlung der Löhne und Gehälter" verzögern, setzte Balke die Mitarbeiter per Rundschreiben, das aero.de vorliegt, ins Bild.

"Der Finanzierungsprozess, in dem sich die Germania Fluggesellschaft mbH befindet, dauert an", teilte die Airline aero.de am Donnerstag mit. "Zu Einzelheiten in dieser Phase und zum Stand der Entwicklung machen wir weiterhin keine Angaben, die über die bislang getätigten hinausgehen."

Krankmeldungen

Gleichwohl bestätigte Germania, dass "sich im Zusammenhang mit dem aktuellen Finanzierungsprozess die Auszahlung der Löhne und Gehälter verzögert. Die Geschäftsführung bedauert dies ausdrücklich und bittet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Entschuldigung."

Über Germania
Typ Linienfluggesellschaft
Basis Berlin Schönefeld
Maschinen 29
Destinationen 137
Routen 353
© Daten bereitgestellt von ch-aviation
Die Airline bemühe sich "nach Kräften, den Zahlungseingang auf den Konten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnellstmöglich sicherzustellen". Nach Informationen von aero.de haben am Donnerstag mehrere Crewmitglieder Krankmeldungen eingereicht.

Alleingesellschafter Balke hielt sich Mitte Januar zu genauem Umfang und Herkunft der zugesagten Finanzspritze bedeckt.

Durch die Zusage sei "die mittel- und langfristige Perspektive der Germania als unabhängige mittelständische Fluggesellschaft gesichert", hatte Germania erst vor 12 Tagen bekräftigt. Die Airline verwies in einer Pressemitteilung zudem auf solide Vorausbuchungen für den Sommer 2019 "über dem Vorjahreswert".
© aero.de | Abb.: Günter Wicker und Flughafen Kassel | 31.01.2019 12:52

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Beitrag vom 03.02.2019 - 16:30 Uhr
mal sehen an wen Germaina geht. Ryanair ist ja aktiv auf der Suche nach Zukäufen ;-)
Beitrag vom 31.01.2019 - 21:21 Uhr
Muss das LBA nicht aktiv werden, wenn z. B. die Entgelte nicht bezahlt werden?
Beitrag vom 31.01.2019 - 17:38 Uhr
Viele Co-Piloten bei Germania haben dort noch nie Gehalt bekommen... Warum auf einmal die aufregung?


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