Grounding der 737 MAX
Älter als 7 Tage

Bei Boeing werden die Stellflächen knapp

WASHINGTON - Wegen des Flugverbots von Boeing 737 MAX muss der US-Luftfahrtkonzern Boeing fertig produzierte Flugzeuge des Typs auf den Werksgeländen parken.

Boeing teilte am Freitag auf Anfrage mit, dazu würden etwa Auslieferungszentren und ein Boeing-Gelände in San Antonio im US-Bundesstaat Texas genutzt.

Die "WirtschaftsWoche" berichtete unter Berufung auf Satellitenaufnahmen, an den Werksflughäfen rund um Seattle im US-Bundesstaat Washington würden wegen der laufenden Serienfertigung die Abstellplätze für die Boeing 737 MAX knapp.

Lieferstau nach Grounding: Boeing 737 MAX, © TSL

Auf dem Boeing Field genannten Landeplatz des Konzerns in Seattle stünden die Jets "inzwischen sogar auf den Mitarbeiterparkplätzen Flügelspitze an Flügelspitze". Boeing machte keine Angaben dazu, wie viele 737 MAX derzeit geparkt sind und wie viel Platz noch zur Verfügung steht.

Beim Absturz einer Boeing 737 MAX von Ethiopian Airlines im März und einer Maschine gleichen Typs der indonesischen Fluglinie Lion Air im Oktober waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA und andere Flugaufsichtsbehörden erließen daraufhin ein Flugverbot für die Boeing 737 MAX. Die FAA macht bislang keine konkreten Angaben dazu, wann sie den umstrittenen Flieger wieder in die Luft lässt.

Boeing hatte zuletzt mitgeteilt, die Entwicklung eines Updates für die Steuerungssoftware des Flugzeugs abgeschlossen zu haben, die möglicherweise für die beiden Abstürze verantwortlich ist. Die FAA muss die Änderungen noch zertifizieren, bevor die Maschinen wieder starten dürfen.
© dpa-AFX, aero.de | 24.05.2019 21:50

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Beitrag vom 27.05.2019 - 09:30 Uhr
@Runway,
wenn man MCAS abschalten kann, braucht man MCAS nicht!
Im Notfall könnte man MCAS über trim runaway cut off blockieren.
Besser wäre es, mit mehr AoA-Sensoren zu arbeiten, die 737NG Steuerung zu übernehmen und dabei MCAS (bzw. die Helfer im Hintergrund) nicht übersteuerbar gestalten.
Wenn z. B. MCAS aktiv eingreift, müsste es einen Hinweis geben.
Diese Änderungen würden aber bedeuten, dass die aktuelle 737MAX nicht so "sicher" ist usw.
Hier sehe ich das eigentliche Problem.
Mit einem Schuldeingeständnis müsste der chairman of the board den CEO entlassen. Muilenburg hat da ein Problem.

Dieser Beitrag wurde am 27.05.2019 12:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.05.2019 - 09:09 Uhr
@Runway: die Frage stellte ich mir auch schon. 2 Totalverluste und ansonsten alles paletti? Keine Meldungen über „beinahe“ Katastrophen, oder evtl. ungewöhnliche Flugzustände? Ich könnte mir ja vorstellen, dass Piloten sowas thematisieren würden!
Beitrag vom 27.05.2019 - 08:49 Uhr
Das die Max eine unsichere Fluglage in einer bestimmten Situation hat war vorher vermutlich nur Experten bekannt. Denke hier im Forum wußte das niemand. Die Frage die ich mir stelle ist wieso bei hunderten von Testflügen und tausenden von Linienflügen nichts passierte während es bei 2 Flügen zu den tragischen Unfällen kam. So richtig scheint das noch nicht geklärt zu sein obwohl das MCAS zumindest eine wesentliche verhängnisvolle Rolle gespielt haben dürfte.

Ein MCAS das absolut richtig arbeitet und im äußersten Notfall auch abgeschaltet bzw. überstimmt werden kann würde die Max doch wieder einsatzfähig machen. Das über die Art und Weise wie die Sicherheit von MCAS Neu international bestätigt werden kann heftig debattiert wird ist dagegen verständlich.

Das man das aber mit entsprechender Sorgfalt irgendwann hinkriegt sollte eigentlich nicht bezweifelt werden. Bleibt für Boeing wieder die Frage wie lange dauert das. Könnte mir vorstellen das zuerst die USA das OK geben und andere nach einer gewissen Zeit und Prüfung der Änderungen dann folgen.

Der Ruf der Max hat mächtig gelitten aber kurzfristig rechne ich nach erneuter Zulassung nicht mit einer großen Abkehr von Kunden. Mit Ausnahme vielleicht im Bereich der A321 und was davon noch abgeleitet wird.


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