Pilotenmangel
Älter als 7 Tage

Demographischer Wandel leert Uniteds Cockpits

United Airlines Boeing 787
United Airlines Boeing 787, © United Airlines

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CHICAGO - Beinahe die Hälfte der United-Piloten geht in den kommenden zehn Jahren in Rente. Die Airline braucht mindestens 10.000 neue Piloten und sucht händeringend nach Möglichkeiten, geeignete Kandidaten zu werben. Das konzerneigene Ausbildungsprogramm "Aviate" soll es richten.

Konkret soll "Aviate" Pilotennachwuchs für die Regionalcarrier der Airline akquirieren, aus dem die Mutterairline dann schöpfen will. "Wir brauchen mindestens 10.000 Piloten in den kommenden zehn Jahren", sagte der Senior-Chef des Flugbetriebs Bryan Quigley.

United lotet Finanzierungsoptionen aus, um Pilotenanwärtern die Hemmung zu nehmen, eine Ausbildung zu starten. Bis zur Pilotenlizenz und bis Nachwuchspiloten die mindestens 1.500 Flugstunden zusammen haben, die sie für die Arbeit bei einer Regionalfluglinie brauchen, fallen durchschnittlich Kosten in Höhe von 100.000 US-Dollar an.

United erwägt Kreditbürgschaften und die Vergabe eigener Darlehen, um den Flugschülern dabei zu helfen, diese Summe zu stemmen. Intensiviertes Training und und neue Lernmethoden sollen die Fortschritte des Nachwuchses beschleunigen.

Laut Quigley wechseln Piloten derzeit nach etwa 6.500 Flugstunden von den Regionalairlines zu United. Mit dem "Aviate"-Programm soll dieser Schnitt auf 2.000 Flugstunden und zwei Jahre gesenkt werden. "Der schnellste Weg innerhalb der Branche", heißt es dazu in einem Statement der Airline.

Navy und Air Force sind für United keine verlässliche Quelle mehr für Nachwuchs - einst rekrutierte die Airline einen großen Teil ihrer Cockpit-Crew aus den Reihen des Militärs, inzwischen sucht dieses selbst händeringend nach Piloten.

United hinkt ihren Konkurrentinnen im Rennen um Nachwuchspiloten hinterher. Im September kündigte Southwest Airlines ein eigenes ab initio-Programm ab 2020 an. Ein ähnliches Programm soll JeBlue bereits im kommenden Jahr die ersten frisch gebackenen Piloten bescheren.

Delta hat 2018 eine Zusammenarbeit mit acht Universitäten gestartet, mit deren Hilfe sie Kandidaten finden will.

Infos aus erster Hand zum Pilotenberuf gibt es auf dem Be a pilot Screening Day am 12. Oktober in Frankfurt.

© Bloomberg, aero.de (boa) | Abb.: United Airlines | 07.10.2019 12:00
#14854
Beitrag vom 09.10.2019 - 15:48 Uhr
Modhinweis
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War ja zu erwarten, dass dieses Thema mal wieder im "Jenseits" landet.
Gegenseitiges "Hickhack", OT- und Beiträge, die nicht den Benutzungsregeln und
Bedingungen entsprechen, sind Anlaß dazu diesen Thread auf "read-only" zu setzen.
Fly-away Moderator
Beitrag vom 09.10.2019 - 14:14 Uhr
Man könnte auch sagen: Zurück zum Thema. Wollten Sie noch etwas zu Ihrem Tarifsenf loswerden?

Dieser Beitrag wurde am 09.10.2019 14:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.10.2019 - 14:07 Uhr
Das Thema ist doch, dass United einen Pilotenmangel hat.
Und: Wie kommt es dazu?

Also wieder mal: Frage mit Gegenfrage beantwortet...


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