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Der Coronavirus-Effekt hat Lateinamerika erreicht

Aerolineas Argentinas Boeing 737 MAX 8
Aerolineas Argentinas Boeing 737 MAX 8, © Boeing

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SANTIAGO DE CHILE - Die peruanische, chilenische, argentinische und einige andere lateinamerikanische Regierungen haben massive Reisebeschränkungen erlassen. Die Corona-Krise trifft nun auch die dortigen Airlines mit voller Wucht - auch wenn ihre Chefs sich in Werbevideos bemühen, Zuversicht zu verbreiten.

"Ich verstehe, wenn Sie sich momentan davor scheuen, eine Reise anzutreten", sagt Gol-Chef Paulo Kakinoff in einem Erklärvideo auf Twitter. "Aber ich kann Ihnen versichern, dass die ohnehin schon hohen Hygienestandards unserer Branche nun noch höher angelegt werden." 

Aufnahmen von Putztrupps, die das Flugzeuginnere desinfizieren, untermauern seine Worte. Das Video ist vom 16. März - inzwischen liegt es nicht mehr ausschließlich an der Risikotoleranz des Einzelnen, ob er eine Flugreise antritt oder nicht. Auch die Regierungen lateinamerikanischer Länder schließen nach und nach ihre Grenzen.

Paulo Kakinoff hat zwei Tage nach dem Video angekündigt, dass seine Airline zwischen dem 23. März und dem 30. Juni alle internationalen Flüge aussetzt. Das betrifft unter anderem Verbindungen in die USA, nach Chile, Argentinien, Mexiko und Peru.

In Peru herrscht bereits seit der Nacht des 16. März Ausnahmezustand, internationale Flugreisen sind offiziell untersagt. Die argentinische Regierung unterbindet den inländischen Flugverkehr, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Inzwischen holen Crews der Aerolíneas Argentinas im Ausland gestrandete Landsleute zurück.

In Panamá hat Copa Holdings angekündigt, die Kapazität von Copa Airlines und Wingo um 80 Prozent zu reduzieren. Die chilenische Latam hat ihr Angebot um insgesamt 70 Prozent eingeschränkt. Sie und ihre chilenischen Konkurrentinnen Sky und Jetsmart haben den Staat um finanzielle Unterstützung gebeten.

Aeroméxico schränkt zunächst ihr internationales Angebot um 40 Prozent ein. Die kolumbianische Avianca reduziert ihre Flüge insgesamt um 30 bis 40 Prozent. Die Airline durchläuft seit vergangenem Jahr ein straffes Sparprogramm, das sie eigentlich bi 2021 wieder in die Profitzone fliegen lassen sollte. Am 17. März sank ihr Aktienkurs um gut 26 Prozent.
© aero.de | Abb.: CSSE Johns Hopkins University, British Airways, aero.de (Montage) | 18.03.2020 14:39


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