Fedex
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30 Kilometer mit der Boeing 757

Fedex Boeing 757
Fedex Boeing 757, © Eric Salard

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SAN DIEGO - FedEx betreibt eine der weltgrößten Luftfrachtflotten. Täglich sind die Maschinen des Paketriesen oft viele Stunden in der Luft. Manchmal aber auch nur wenige Minuten - so wie die 757, die zwischen San Diego und Tijuana pendelt. Luftlinie: keine 30 Kilometer. Der wahrscheinliche Grund für den Flug: Corona.

Fast 700 Flugzeuge umfasst die Frachterflotte von FedEx. Darunter finden sich Kurzstrecken-Turboprops ebenso wie Langstrecken-Großraumjets, von der einmotorigen Cessna 208 Caravan bis zur Boeing 777F.

Irgendwo in der Mitte dieses Spektrums ist die Boeing 757 angesiedelt. 119 Exemplare des schlanken Zweistrahlers, allesamt ausrangierte Passagierjets, sind mit Stand Frühjahr 2020 für FedEx im Einsatz. Die 757 avanciert damit zum FedEx-Arbeitspferd par excellence, das Strecken in aller Welt beackert.

Seit März sind die FedEx-757 auch auf einer ganz besonderen Route anzutreffen: Mehrmals die Woche pendelt eine der 119 Maschinen als FedEx-Flug FX70 morgens von San Diego in Kalifornien nach Tijuana in Mexiko. Zurück geht es am Nachmittag unter der Flugnummer FX69.

Besonders ist dieser Flug vor allem deshalb, weil er besonders kurz ist. Denn zwischen San Diego und Tijuana liegt im Grunde nur das Grenzland. Luftlinie sind die beiden Städte weniger als 30 Kilometer voneinander entfernt.

Ein Hüpfer mit Umweg

Auf den fast täglich stattfindenden Flügen dehnt FedEx diese Distanz zwar stets ein wenig aus, etwa weil der Start in San Diego in der Regel nach Westen erfolgt, die 757 anschließend über dem Pazifik eine 180-Grad-Kurve fliegt, an Tijuana vorbeiprescht und schließlich von Osten kommend dort landet. Mehr als 25 Minuten sind sowohl FX70 als auch FX69 trotz des indirekten Flugwegs jedoch selten in der Luft. Die Flugdistanz liegt dabei im Regelfall zwischen 50 und 100 Kilometern, die Flughöhe bei maximal 1.500 Metern.

Mögliche Hintergründe

"Entdeckt" hat den speziellen Flug ein Leser der US-Website onemileatatime.com, die auch als erstes darüber berichtete. Von FedEx selbst gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme dazu, was es mit dem Grenzhüpfer auf sich hat, der in der Rangliste der weltweit kürzesten Jet-Linienflüge mit Sicherheit einen Spitzenplatz einnimmt.

onemileatatime vermutet geltende Corona-Restriktionen als Hintergrund, die den Warenverkehr zwischen den USA und Mexiko auf dem Landweg stark behindern und verlangsamen - so stark, dass FedEx den Warenfluss offenbar lieber mit dem Flugzeug am Laufen hält als wichtige Zeit an der Grenze zu vergeuden.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Eric Salard | 14.10.2020 08:02

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Beitrag vom 15.10.2020 - 18:20 Uhr
Wer schon einmal in Tijuana war, denkt eher an andere Gründe:
1. Die Grenzkontrollen der Amerikaner sind sehr zeitaufwendig:
2. Die Fracht kommt sehr gerne an Ampeln weg
3. Überfälle on Drogensüchtigen sind etwas völlig normales


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