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Vier Minuten nach dem Start zerfiel das PW4000 in der Luft: United-Flug 328 geriet am vergangenen Samstag durch einen schweren Triebwerksschaden nahe Denver in ernste Bedrängnis.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" aus Ermittlerkreisen hatte die gebrochene Fan-Schaufel seit der letzten Inspektion rund 3.000 Flugzyklen absolviert - und damit erst knapp die Hälfte des Intervalls zur Prüfung auf Rissbildung in seiner Titanstruktur ausgereizt.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte 2019 nach einem vergleichbaren Zwischenfall bei United Airlines Inspektionen der Fan-Schaufeln alle 6.500 Flüge angeordnet. In dieser Woche hat die Behörde eine dringliche Überprüfung für sieben Untertypen der PW4000-Serie vor dem nächsten Einsatz verfügt.
Die hohle Struktur der Fan-Schaufeln erfordert ein spezielles thermo-akustisches Verfahren, das Pratt & Whitney 2005 eigens für das PW4000 entwickelt hat.
Zweifel an Rückkehr aller 777
Das PW4000 dient überwiegend älteren 777 als Antrieb. Nach Daten von Boeing befinden sich derzeit weltweit 69 Flugzeuge dieses Typs in Betrieb, weitere 59 sind durch die Krise in Zwangspause. Allein United hat 24 777 nach dem Vorfall vorsorglich außer Dienst gestellt, weitere 28 waren bereits geparkt.
Verschärfte Wartungsauflagen könnten stillgelegte 777-200 dauerhaft aus den Flotten treiben, "wenn die Instandhaltung dadurch zu teuer wird", sagte "Bloomberg"-Analyst George. Weitere große Betreiber älterer 777-Flotten mit PW4000-Triebwerken sind Japan Airlines und Korean Air.
© aero.de | Abb.: Broomfield Police | 25.02.2021 09:37
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