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Airbus übertrifft Jahresziel bei Auslieferungen

Emirates Airbus A380
Emirates Airbus A380, © Airbus

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TOULOUSE - Ziel erreicht: Airbus hat im zweiten Corona-Jahr mehr als 600 Verkehrsjets ausgeliefert - und damit sein Soll übertroffen. Der Auftragseingang zog im Dezember nochmal stark an - Konzernchef Guillaume Faury trimmt Airbus in der Endphase der Krise auf eine steile Hochlaufphase.

Dank eines echten Schlussspurts mit 93 Auslieferungen im Dezember fanden im Gesamtjahr 611 Maschinen den Weg zu den Kunden, wie der Dax-Konzern am Montagabend in Toulouse mitteilte. Das waren acht Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr 2020.

Damit blieb Airbus aller Voraussicht nach das dritte Jahr in Folge weltgrößter Flugzeughersteller vor dem US-Konkurrenten Boeing, der bis Ende November lediglich 302 Passagier- und Frachtjets ausgeliefert hatte.

"Unsere Erfolge im Bereich Verkehrsflugzeuge im Jahr 2021 spiegeln den Fokus und die Widerstandsfähigkeit unserer Airbus-Teams, Kunden, Zulieferer und Stakeholder in aller Welt wider", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury. "Auch wenn noch Unsicherheiten bestehen, sind wir auf dem richtigen Weg, die Produktion im Laufe des Jahres 2022 zu steigern."

Airbus will die weltweiten A320neo/A321neo-Linien von derzeit 45 spätestens bis Mitte 2023 auf 65 Flugzeuge pro Monat hochtakten. Die A220-Produktion soll bis 2025 von fünf auf 14 Flugzeuge pro Monat steigen. Auf der A330neo-Linie wagt sich Airbus bis Ende 2022 von zwei auf drei Flugzeuge pro Monat nach vorne.

Denn inzwischen zieht die Nachfrage nach neuen Maschinen wieder deutlich an. Insgesamt sammelte Airbus im Jahr 2021 brutto Bestellungen über 771 Passagier- und Frachtflugzeuge ein. Nach Abzug von Stornierungen blieben davon immerhin 507 übrig. Vor allem die Mittelstreckenjets aus der A320neo-Modellfamilie waren stark gefragt.

Airbus 2021
Airbus 2021, © Airbus
 
Die A220 erhielt 64 feste Brutto-Neubestellungen plus Absichtserklärungen. Für die A320neo-Familie gingen 661 Brutto-Neubestellungen ein. Im Großraumsegment erbuchte Airbus 46 Brutto-Neubestellungen, darunter 30 A330 und 16 A350, von denen 11 auf die neu eingeführte A350F entfielen, für die ebenfalls 11 weitere Absichtserklärungen erteilt wurden.

Starkes Schlussquartal

Im Schlussquartal hatte Airbus gleich mehrere Erfolge verbucht. Der Wizz-Air-Investor Indigo Partners griff auf der Dubai Airshow kräftig bei A321neo und A321XLR zu, KLM und Qantas wollen ihre Boeing 737-Flotten mit Airbus-Gerät erneuern.

Der US-Flottenfinanzierer Air Lease Corporation (ALC) hat im Dezember einen neuen Milliardenauftrag unterschrieben - und einen in Dubai verhandelten Deal noch um eine A330-900 und vier A321neo aufgestockt. Airbus wird zwischen 2023 und 2028 jetzt 25 A220-300, 59 A321neo, 20 A321XLR, fünf A330-900 und sieben A350F an die ALC liefern.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 10.01.2022 18:49


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