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Lufthansa Cargo will noch 2022 PTL-Kerosin tanken

Lufthansa Cargo Boeing 777F
Lufthansa Cargo Boeing 777F, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa Cargo und Kühne + Nagel tasten sich mit Power-to-Liquid-Treibstoff (PTL) an CO2-neutrale Luftfrachtdienste heran. Die Mengen sind überschaubar, doch der Anfang ist gemacht. Eine Boeing 777F trägt die Botschaft ab sofort mit einer speziellen Folierung in die Welt.

"Power-to-Liquid Sustainable Aviation Fuel" und "Kühne + Nagel": Lufthansa Cargo hat die 777F D-ALFK vergangene Woche mit neuen Stickern am weißen Rumpf als Flug 8406 nach Seoul geschickt.

Die Logistikfirmen setzen sich für die Förderung der Power-to-Liquid Technologie ein, um die Dekarbonisierung der Luftfracht voranzutreiben. Kühne + Nagel und Lufthansa Cargo hatten im vergangenen Jahr eine Partnerschaft dazu vereinbart.

"Wir freuen uns sehr, unserem gemeinsamen Engagement nun auch sichtbar Ausdruck zu verleihen und dieses mit Hilfe des weltweiten Einsatzes unseres Frachters bekanntzumachen", sagte Lufthansa-Cargo-Chefin Dorothea von Boxberg.

Aus einer Testanlage in Werlte werden Lufthansa Cargo und Kühne + Nagel pro Jahr 20 Tonnen synthetisches Rohöl für die Weiterverarbeitung zu Kerosin beziehen und auf Frachtflügen vertanken - noch 2022 sollen die ersten Liter durch 777F-Triebwerke von Lufthansa Cargo fließen.

Sustainable Aviation Fuels (SAF) können auf verschiedene Arten produziert werden. Bisher nutzten Lufthansa Cargo und Kühne + Nagel biogene Alternativen, also synthetisches Kerosin, das beispielsweise auf gebrauchten Speiseölen basiert.

Bei Power-to-Liquid-Kraftstoff entsteht das synthetische Rohöl hingegen aus regenerativ erzeugtem Strom, Wasser und CO2.

Die strombasierten Kraftstoffe befinden sich aktuell noch in der Entwicklung hin zu einer industriellen Herstellung, gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF, da sie theoretisch ohne Verfügbarkeitsgrenzen produziert werden sollen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 19.04.2022 17:14

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Beitrag vom 19.04.2022 - 23:11 Uhr
"Die strombasierten Kraftstoffe befinden sich aktuell noch in der Entwicklung hin zu einer industriellen Herstellung, gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF, da sie theoretisch ohne Verfügbarkeitsgrenzen produziert werden sollen."

Sollen oder Können? Ist wohl ein entscheidender Unterschied.

Genauso theoretisch können wir ohne Verfügbarkeitsgrenzen Strom ohne CO2 Ausstoß produzieren.
Praktisch können wir das aber halt nicht.

Also geht das (...gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF,...) praktisch auch nicht? Habe ich Sie so richtig verstanden?
Beitrag vom 19.04.2022 - 19:56 Uhr
"Die strombasierten Kraftstoffe befinden sich aktuell noch in der Entwicklung hin zu einer industriellen Herstellung, gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF, da sie theoretisch ohne Verfügbarkeitsgrenzen produziert werden sollen."

Sollen oder Können? Ist wohl ein entscheidender Unterschied.

Genauso theoretisch können wir ohne Verfügbarkeitsgrenzen Strom ohne CO2 Ausstoß produzieren.
Praktisch können wir das aber halt nicht.
Beitrag vom 19.04.2022 - 19:44 Uhr
"Die strombasierten Kraftstoffe befinden sich aktuell noch in der Entwicklung hin zu einer industriellen Herstellung, gelten aber schon heute als langfristige Alternative zu herkömmlichem Kerosin oder biogenem SAF, da sie theoretisch ohne Verfügbarkeitsgrenzen produziert werden sollen."

Sollen oder Können? Ist wohl ein entscheidender Unterschied.


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