Airbus Beluga Transport
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Airbus sucht Piloten für Beluga-Charterops

Airbus BelugaST
Airbus BelugaST, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus stürzt sich ins Abenteuer Spezialluftfracht. Der Konzern sucht in aktuellen Stellenanzeigen Piloten für die A300-600ST Beluga, "um in einem weltweiten Netzwerk übergroße Luftfracht auszuliefern". Der Ukraine-Krieg hat die Nachfrage nach Spezialfrachtern für die Verlegung von Militärgerät erhöht.

Große Klappe, viel dahinter: Trotzdem hat die BelugaST nach mehr als 25 Jahren im Airbus-Werksverkehr langsam aber sicher ausgedient. Airbus fliegt Teile inzwischen vermehrt mit der neuen - und noch schluckkräftigeren - BelugaXL auf Basis der A330-200 zwischen den Werken.

Aufs Altenteil schickt Airbus die BelugaST deswegen aber noch lange nicht. Noch im laufenden Jahr will Airbus zunächst die F-GSTB, Beluga #2, und die F-GSTC, Beluga #3, in einer neuen, konzerneigenen Ops unterbringen und dem weltweiten Chartermarkt zur Verfügung stellen.

Sobald alle sechs neuen BelugaXL im Einsatz sind, soll die komplette BelugaST-Flotte aus fünf Flugzeugen an eine neu gegründete Tochtergesellschaft mit eigenem AOC und Personal übergeben werden. Das Projekt läuft derzeit noch unter dem Arbeitstitel "Airbus Beluga Transport" - und nimmt zusehens Form an.

Per Stellenanzeige (Link über SkyJobs.com) sucht Airbus seit dieser Woche First Officer für den Einsatz auf der BelugaST. Voraussetzung: "Erfahrung von mindestens 5.000 Flugstunden, von denen 3.000 im kommerziellen Einsatz auf Jets mit konventioneller Steuereinheit geflogen wurden."

Airbus hatte die Pläne zur konzerneigenen Beluga-Charterairline erst im Januar 2022 öffentlich gemacht. Der Ukraine-Krieg hat die Weltlage einen Monat später gedreht.

Das weltgrößte Frachtflugzeug An-225 fiel in den ersten Kriegsstunden russischer Artillerie zum Opfer. Antonov Airlines kann nur noch mit fünf An-124 an der Basis Leipzig/Halle Charterflüge anbieten. Russische Spezialfrachtairlines wie Volga-Dnepr stehen unter Sanktionen.

"Mit dem Ausfall der Antonow-Flotte ist jetzt ein Vakuum in dem Bereich für Großraum-Transportflugzeuge entstanden", sagte der Chef der Airbus-Rüstungssparte Michael Schöllhorn vergangene Woche am Rande der ILA in Berlin. "Wir wollen uns mit der Beluga in diesem Markt bewähren."

Airbus erwartet zivile Nachfrage, etwa aus dem Raumfahrtsektor, will die BelugaST-Kapazitäten aber ebenso an Regierungen zum Transport militärischer Ausrüstung vermarkten.

Noch 15.000 Flugstunden pro BelugaST

Die A300-600ST Beluga ist für kurze Hüpfer zwischen den europäischen Airbus-Werken ausgelegt und kann bis zu 40 Tonnen Fracht aufnehmen. Bei einem Testflug Ende 2021 nach Japan musste die BelugaST #3 in Warschau, Nowosibirsk und Seoul nachtanken.

Airbus hat die fünf Spezialfrachter zwischen Oktober 1995 und Januar 2001 in Dienst gestellt. In den Flugzeugen stecken laut Airbus trotzdem noch mindestens 15 bis 20 Jahre Einsatzjahre - von 30.000 möglichen Flugzyklen haben die BelugaST im Schnitt erst 15.000 absolviert.
© aero.de | Abb.: Airbus | 28.06.2022 17:00


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