Farnborough Airshow
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Boeing sieht starke Flugzeugnachfrage

Boeing 787
Boeing 787, © Boeing

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FARNBOROUGH - Boeing rechnet trotz des Wegfalls Russlands als Absatzmarkt in den nächsten zehn Jahren mit einem größeren Bedarf an neuen Jets als zuletzt. In der Zeit von 2022 bis 2031 dürften etwa 19.575 neue Passagier- und Frachtmaschinen den Weg zu ihren Kunden finden, teilte Boeing vor Beginn der wichtigen Farnborough Airshow mit.

Dies ist etwas mehr als 2021 für zehn Jahre vorhergesagt - obwohl Boeing da noch 710 Flugzeuge für russische Airlines eingerechnet hatte. Auf die zwei Dekaden bis 2041 gesehen erwartet der Hersteller jedoch einen geringeren Bedarf an neuen Maschinen als bisher - anders als sein europäischer Rivale Airbus.

So geht Boeing für die zwei Jahrzehnte von einer weltweiten Nachfrage nach etwa 41.170 Passagier- und Frachtmaschinen aus. Vor einem Jahr hatte das Management noch 43.610 Stück erwartet.

Dies sei selbst dann ein Rückgang, wenn man die zuletzt noch für Russland erwarteten Maschinen hinzurechne, heißt es in einer Präsentation des Marketingchefs von Boeings Verkehrsflugzeugsparte, Darren Hulst. Boeing legte seinen Prognosen ein geringeres Wachstum der Weltwirtschaft und für das zweite Jahrzehnt einen gesättigteren Luftfahrtmarkt zugrunde.

Wegen der westlichen Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs dürfen westliche Flugzeughersteller und Zulieferer keine Maschinen und Teile mehr nach Russland liefern. Zudem gibt Russland hunderte im Ausland geleaste Flugzeuge seit Monaten nicht an seine Eigentümer zurück, sodass der Markt für Airbus und Boeing aus heutiger Sicht praktisch wegfällt.

Airbus noch optimistischer

Anders als Boeing rechnet Airbus für die nächsten 20 Jahre mit einem größeren Bedarf an neuen Flugzeugen als zuletzt. In seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Marktausblick sagte der weltgrößte Flugzeughersteller für die Zeit bis 2041 der Branche einen Absatz von 39.490 Maschinen voraus, das sind 470 mehr als im vergangenen Jahr für die Zeit bis 2040 veranschlagt.
© dpa-AFX | 17.07.2022 07:57

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Beitrag vom 18.07.2022 - 11:09 Uhr
Ich find es so krass, wie einfach alles weiterläuft, als gäb es keine Klimakrise.
Beitrag vom 18.07.2022 - 08:50 Uhr
Ironischerweise wäre es für das Klima sehr viel besser, wenn ältere Maschinen durch neue, sparsamere ersetzt würden.

Schon richtig, wenn eine neue Maschine 5% Sprit einpart,erzeugt sie 5% weniger CO2 bei gleicher Flugleistung. Den EInschätzungen von Airbus und Boeing liegen dabei aber ebenso die Prognosen zum weltweiten weiteren Anstieg des Luftverkehrs zugrunde.

 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311643/umfrage/flugverkehr-entwicklung-nach-rpk-weltweit/

Wenn sich der Flugverkehr in den nächsten 20 Jahren wie progostiziert mehr als verdoppelt, ist insgesamt gesehen trotzdem eine Verdopplung des CO2 Ausstoß des Luftverkehrs das Ergebnis.+/- die oben erwähnten 5% ...

Beitrag vom 18.07.2022 - 06:53 Uhr
Hatten wir nicht vor ein paar Tagen/Wochen erst die russische Meldungen darüber wie viele Flugzeuge sie bauen wollen. Irgendwie erinnert mich das gerade daran.

Wer soll denn diese Flugzeuge alle dann fliegen? Hat doch keiner mehr Lust auf diesen Scheiss Job.
Da würde ich lieber Busfahrer machen, da hat man wenigstens eine Rente und muss nicht mit Covid fliegen....

Wenn Du Lust hast für Mindestlohn im Schichtdienst zu arbeiten und zu wissen, dass Dein Job nach 10 Jahren weg ist, weil die Leistung neu ausgeschrieben werden muss und der nächste mit den dann geringsten Lohnkosten gewinnt ... mach das gerne. ;)
Auch als Pilot nimmt man an der Rentenlotterie teil. Mindestens wenn man will.


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