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Älter als 7 Tage

Boeing-Chef will mehr 737 MAX produzieren

Norwegian Boeing 737 MAX 8
Norwegian Boeing 737 MAX 8, © Norwegian

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SEATTLE - Boeing hält Auslieferungen von 737 MAX notgedrungen zurück. Fehler beim Rumpfzulieferer Spirit Aerosystems werden laut Boeing-Chef Dave Calhoun Pläne für einen Ausbau der Produktion aber nicht durchkreuzen. Der Konzern darf eine kurze Atempause beim Konkurrenten Airbus nicht verpassen.

"Wir wissen, was zu tun ist": Boeing-Chef Dave Calhoun will Qualitätsprobleme der 737 MAX möglichst schnell abstellen.

An hinteren Rumpfsektionen Dutzender noch nicht ausgelieferter 737 MAX muss fehlerhaft montierte Befestigungselemente tauschen. Das kostet Zeit, der Airbus-Konkurrent hatte daher zahlreiche Kunden über eine unvermeidbare Verzögerung aktueller Auslieferungen informiert.

An "vorgesehenen Hochlaufschritten" für das Brot-und-Butter-Programm hält Boeing gleichwohl fest, stellte Calhoun diese Woche gegenüber schwer verunsicherten Investoren klar. Insbesondere werde Boeing nicht von Vorgaben und Zusagen an die Zulieferkette abweichen - notfalls will Calhoun Teile kurzfristig inventarisieren.

Offiziell hat Boeing zwar noch keine konkreten Hochlaufetappen genannt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" will der Hersteller die Produktion der 737 MAX aber ab Juni von 31 auf zunächst 38 Monatseinheiten aufstocken.

Anfang 2024 peilt Boeing demnach eine 42er-Rate an, ein Jahr später will der Hersteller zum Vorkrisenwert von 52 Flugzeugen pro Monat aufschließen.

Starke Konkurrenz

Der Produktionsausbau ist auch deswegen wichtig, weil Konkurrent Airbus mit der A320neo-Serie vorlegt. Angesichts weiter angespannter Lieferketten hat Airbus beim Produktionsausbau zwar gerade Tempo rausgenommen, an der generellen Größenordnung hält der europäische Flugzeugbauer aber fest.

Von aktuell rund 50 Flugzeugen pro Monat sollen die über den Globus verteilten A320neo-Linien bis Ende 2024 auf 65 Monatseinheiten hochfahren, 2026 will Airbus eine rechnerische Monatsproduktion von 75 A320neo erzielen, bei der das Topmodell A321neo im Mittelpunkt steht.
© aero.de | Abb.: Boeing | 22.04.2023 08:07

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Beitrag vom 23.04.2023 - 12:53 Uhr
Und genau dort liegt Dach das Problem bei Boeing. Das Management möchte die kurze Atempause, die Airbus gerade wegen Problemen in der Lieferkette hat, ausnutzen und schneller Produzieren.aber man hat jetzt schon weder die eigene Fertigung noch die Fertigung der Zulieferer im Griff. Druck wird jetzt nur wieder zu neuen Problemen führen. Das Management bei Boeing muss endlich begreifen wieder auf den eigenen Teller zu schauen, die Produktion und Qualitätssicherung in den Griff bekommen und dann wieder einen eigenen Takt finden, mit dem man wieder Qualität liefern kann.
Beitrag vom 23.04.2023 - 07:46 Uhr
Gut, sollte man erstmal seine Produktionsprobleme in den Griff kriegen, bevor man weiter hochskaliert.

Sonst fallen einem irgendwann die Qualitätsprobleme massiv auf die Füsse.

Und ein weiterer Absturz bei der Max den Boeing zu Verantworten hat, dann ist das Ding erledigt.
Boeing muss aufpassen und sie haben weiterhin keine strategische Antwort auf die SA Probleme.
Weder haben sie was gegen die A321neo noch gegen die A220, wenn Airbus da endlich mal in die Gänge kommt und die A225 bringt, wird Boeing straucheln.


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