Kapitalerhöhung
Älter als 7 Tage

SAS will bald wieder auf eigenen Beinen stehen

SAS Airbus A350-900
SAS Airbus A350-900, © Airbus

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STOCKHOLM - SAS hat den Abschluss eines Gläubigerschutzverfahrens vor Augen. Die Airline will bis August Investoren für einen Neustart um sich scharen. Dänemark hat SAS bereits finanzielle Unterstützung zugesagt - die Regierung in Kopenhagen wird ihr Aktienpaket offenbar schon bald kräftig ausbauen.

Kann SAS Kapitel 11 schon im Sommer schließen? Die Chapter-11-Insolvenz in den USA werde mit Ablauf der Bieterfrist für neue Investoren "in etwa 13 Wochen" jedenfalls in die Schlussphase eintreten, teilte SAS diese Woche mit.

Die Airline hatte das Verfahren 2022 in New York eröffnet, um nach der Krise in Eigenregie ihre Finanzen neu zu ordnen.

Kernstück der Bilanzsanierung sind eine Kapitalerhöhung - SAS will umgerechnet 830 Millionen Euro neues Eigenkapital einwerben und Altverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet 1,76 Milliarden Euro durch neue Aktien ablösen. Zeitgleich hat SAS mit dem Sparprogramm SAS Forward ihre Kosten getrimmt.

"Die Kapitalerhöhung ist der nächste wichtige Schritt unseres Transformationsplans SAS Forward, der darauf abzielt, unsere Finanzkraft zu erhöhen, unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und unsere Position als führende Fluggesellschaft in Skandinavien zu stärken", sagte SAS-Chef Anko van der Werff.

Das US-Insolvenzverfahren will der Manager in jedem Fall noch 2023 beenden, ist dafür aber auf Investoren angewiesen. Nach ITA gilt SAS neben TAP Air Portugal derzeit als heißer Konsolidierungskandidat. Lufthansa vermied zuletzt allerdings eine klare Positionierung zum skandinavischen Allianzpartner.

"Wenn sich in Europa Möglichkeiten für andere Fluggesellschaften ergeben, werden wir sorgfältig prüfen, ob es sinnvoll ist, sie in unser Portfolio aufzunehmen oder nicht”, sagte Lufthansa Finanzvorstand Remco Steenbergen der Nachrichtenagentur "Bloomberg".

Dänemark stockt bei SAS auf

Eine Schlüsselrolle beim Neuanfang der Airline kommt ohnehin einem staatlichen Akteur zu: Dänemark will ihren SAS-Anteil von 21,8 auf 30 Prozent erhöhen.

Während Kopenhagen weiteres Geld bei SAS investieren könnte, hat Schweden, das ebenfalls 21,8 Prozent von SAS kontrolliert, bereits klargestellt, allenfalls Schulden der Airline in Aktien zu tauschen. Auch Norwegen, das 2018 bei SAS ausgestiegen ist, deutete an, Verbindlichkeiten in Anteile zu wandeln.
© aero.de | Abb.: Airbus | 19.05.2023 05:26


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