A321neo
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Lufthansa hat ihren 600. Airbus

Carsten Spohr und Guillaume Faury
Carsten Spohr und Guillaume Faury, © Lufthansa

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HAMBURG - Seit dem Airbus-Start vor rund einem halben Jahrhundert zählt die Lufthansa zu den treuesten Kunden. Der europäische Flugzeugbauer hat sich gegen den großen US-Rivalen Boeing zum weltweiten Primus gemausert - und die Lufthansa mit Hunderten Flugzeugen versorgt. Die 600. Maschine übergab Airbus am Mittwoch in Hamburg.

Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr sollen es schon bald viel mehr sein. "Zum 100. Geburtstag von Lufthansa im Jahr 2026 wünschen wir uns das 700. Airbus-Flugzeug in unserer Flotte", sagte Spohr bei der Feier im Hamburger Airbus-Werk.

Der Airbus A321neo mit dem Kennzeichen D-AIEQ trägt den Taufnamen der Stadt Münster und wurde für das Jubiläum mit einer Sonderlackierung versehen, die in großen Ziffern die Zahl 600 zeigt. Direkt nach der Übergabe hob die Maschine vom Werksflughafen in Hamburg-Finkenwerder ab, um nach München zu fliegen.

Die Hansestadt ist nach Seattle (Boeing) und Toulouse (Airbus) der weltweit drittgrößte Standort im Flugzeugbau. Der Interessenverband Hamburg Aviation zählt rings um die Ankerunternehmen Airbus und die Lufthansa mit ihrer in Hamburg ansässigen Wartungstochter 300 Unternehmen und Institutionen mit rund 40.000 Beschäftigten.

Mit dem klimaneutralen Umbau der Flotten verbindet sie ein großes Zukunftsthema. Dabei arbeiten Airbus und Lufthansa - auch am Standort Hamburg - eng zusammen, beispielsweise im Forschungszentrum ZAL.

"Wir freuen uns auf die nächsten 50 Jahre unserer Partnerschaft, verbunden im Ziel eines nachhaltigen Luftverkehrs", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury. Airbus plant, bis 2035 ein marktreifes Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt zu bringen.

"Lufthansa und Airbus verbindet eine ganz besondere Partnerschaft. Wir arbeiten seit der Gründung von Airbus bei vielen Neuentwicklungen und Forschungsprojekten eng und vertrauensvoll zusammen", betonte auch Spohr. "Alle Flugzeug-Familien von Airbus hat Lufthansa in fünf Jahrzehnten bestellt." Viermal, zuletzt bei der A320neo, war Lufthansa der Kunde, der als erster einen neuen Flugzeugtyp übernahm.

"Mehr als 90 Prozent der 600 ausgelieferten Flugzeuge sind bei den Airlines der Lufthansa Group noch im Einsatz", sagte Spohr. Allein aus der A320-Familie, an deren Bau Hamburg maßgeblichen Anteil hat, fliegen im Moment mehr als 370 für die Gesellschaften der Lufthansa-Gruppe.

Nach Faurys Worten hat die Lufthansa seit der ersten Auslieferung einer A300 im Jahr 1976 im Durchschnitt jeden Monat eine Maschine von Airbus übernommen. "Keine andere Airline-Gruppe hat bis heute mehr Auslieferungen entgegengenommen."
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 24.05.2023 12:36

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Beitrag vom 24.05.2023 - 17:14 Uhr
Lustig ist auch, dass es eigentlich Nummer 599 ist, aber auf dem A320 von Cityline passt so eine grosse 600 vielleicht nicht drauf ...
Wie kommen Sie denn darauf? Kann ja sein, aber laut EAF ist die letzte A320N der CLH mit Transfer of title/Entry into fleet jeweils vor der A321N #600.
Aber ja, die 600 Größe ist ein valides Argument ;-)
Beitrag vom 24.05.2023 - 16:36 Uhr
Lustig ist auch, dass es eigentlich Nummer 599 ist, aber auf dem A320 von Cityline passt so eine grosse 600 vielleicht nicht drauf ...
Beitrag vom 24.05.2023 - 15:24 Uhr
Mir erschließt sich nicht, wie Sie darauf kommen, dass man dafür von Berlin nach Hamburg geflogen sei, denn das ergibt sich mit keinem Wort aus der Pressemitteilung/dem Artikel ergibt.
Aber selbst wenn es so sei, erschließt sich mir auch nicht, was dagegen einzuwenden sei. Umweltschutz angewendet würde bedeuten, das eigene Geschäftskonzept einstampfen. Einen sinnvollen Umweltschutz so weit möglich praktizieren würde bedeuten Ressourcen sinnvoll zu verbrauchen. Ist ein solcher Presse-Termin sinnvoll? Aus Sicht der beiden Unternehmen auf jeden Fall. Wenn Sie anfangen die Messlatte daran anzusetzen, dann sollten Sie aber auch konsequent alle unnötigen PR Aktionen inkl. Werbung auf dieser Seite, die auch ressourcenlastig ist, anprangern.

Ansonsten - Glückwunsch für eine gelungene langjährige "Partnerschaft" - auch wenn das eine Geschäfts-Beziehung darstellt.

Wenn man sich ein wenig auskennt und weiss, wo man gucken kann (flightradar24), bekommt man das raus.
Nachdem die EQ vor Wochen an die Lufthansa ausgeliefert wurde (davon gibt es auch Fotos im Netz, allerdings ohne 600 auf dem Rumpf), flog sie nach BER. Tuxi scheint ja bei LHT zu arbeiten und hat uns eine Erklärung für den Flug nach BER gegeben.
Dananch ist sie "nur" aus Pressegründen nach XFW geflogen, um dann gleich weiter nach MUC zum Einsatzort zu fliegen. (Für die, die gleich wieder nach Quellen rufen: flightradar24, LH9921 und LH2600).
Klar, wer fliegt, pustet CO2 in die Luft und ("gerne") kann man zu Pressezwecken ("sinnlos") Hin- und Herfliegen, dann bitte aber nicht Sätze wie "Lassen Sie uns einen Unterschied machen – unterstützen wir gemeinsam den Klimaschutz" verbreiten. Ehrlich sein, fertig.

Das Pressefoto hätte man auch gleich bei der eigentlichen Übergabe machen können. Dann hätte man der Umwelt den Flug erspart.

Und wie gesagt, ehrlich sein und Glückwunsch zum 600. Airbus.


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