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SAS gelingt erster Quartalsgewinn seit 2019

SAS Airbus A350-900
SAS Airbus A350-900, © Airbus

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STOCKHOLM - Um SAS stand es lange Zeit wirtschaftlich nicht gut. Airlinechef Anko van der Werff strafft Kosten und stellt SAS in einem geordneten Insolvenzverfahren nach US-Recht neu auf. Die Radikalsanierung zeigt erste Erfolge: SAS hat das erste Quartal seit 2019 mit einem Gewinn abgeschlossen.

461 Millionen Kronen, umgerechnet knapp 39 Millionen Euro: So viel Plus hat SAS zwischen Mai und Juli 2023 unter dem Strich erzielt - und zum ersten Mal seit 2019 wieder ein Quartal mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein", sagte van der Werff. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, um mit der Transformation langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, aber ich betrachte das als klares Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass sich unsere Anstrengungen auszahlen."

Die starke Flugnachfrage in Europa und den USA gibt SAS Rückenwind. Nach Russlands Feldzug gegen die Ukraine und der Sperrung russischen Luftraums hatte SAS mehr Gewicht von Asien- auf Transatlantikstrecken verlagert.

Im dritten Quartal hat SAS rund sieben Millionen Passagiere befördert, 36,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Kosten nur zum 19 Prozent zulegten, konnte SAS auch durch höhere Ticketpreise die Einnahmen um 54 Prozent steigern.

"Wir setzen unseren Hochlauf weiter fort und werden die Kapazität in diesem Jahr erhöhen", kündigte van der Werff mehr Angebot im Winter an.

Chapter 11 vor Abschluss

Die Airline ordnet seit 2022 in einem US-Insolvenzverfahren ihre Finanzen. Kernstück der Bilanzsanierung ist eine Kapitalerhöhung - SAS will umgerechnet 830 Millionen Euro neues Eigenkapital einwerben - und Altverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet 1,76 Milliarden Euro durch neue Aktien ablösen.

Zeitgleich hat van der Werff mit dem Sparprogramm SAS Forward die Kosten unter Kontrolle gebracht. Aktuell laufen Gespräche mit Investoren - SAS will das Insolvenzverfahren in den kommenden Monaten abschließen.

Dabei richten sich alle Augen nach Kopenhagen: Dänemark ist bereit, seinen SAS-Anteil von 21,8 auf 30 Prozent aufzustocken.

Während Dänemark weiteres Geld bei SAS anlegen könnte, hat Schweden, das ebenfalls 21,8 Prozent von SAS kontrolliert, bereits klargestellt, allenfalls Schulden der Airline in neue Aktien zu tauschen. Auch Norwegen, das 2018 bei SAS ausgestiegen war, deutete an, Verbindlichkeiten in Anteile zu wandeln.
© aero.de | Abb.: Airbus | 04.09.2023 08:47


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