Kartellverfahren
Älter als 7 Tage

Lufthansa zeigt ITA-Einstieg in Brüssel an

ITA Airways Airbus A321neo
ITA Airways Airbus A321neo, © Airbus

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FRANKFURT - Lufthansa verlässt die Warteschleife über Rom. Der Konzern hat einen im Mai mit Italien verabredeten Einstieg bei ITA Airways am Donnerstag offziell bei der EU-Kommission zur Kartellprüfung angemeldet. Die Brüsseler Wettbewerbsaufsicht will bis 15. Januar über eine Freigabe entscheiden.

Der Bann ist gebrochen. Nach einem mehrmonatigen Tauziehen um Kartellauflagen haben Lufthansa und Italien die vereinbarte Lufthansa-Beteiligung an ITA Airways bei der EU-Kommission zur Prüfung angemeldet.

Das bestätigte das italienische Finanzministerium der Nachrichtenagentur "Reuters".

Demnach wird Lufthansa einige Slots in Mailand-Linate freigeben. Laut Kreisen hatte die EU-Kommission in Vorgesprächen wesentlich schärfere Wettbewerbsauflagen in den Raum gestellt - unter anderem Kapazitätsrücknahmen auf Lufthansa-Langstrecken in Frankfurt und München.

Dies hatte zu einer monatelangen Pattsituation geführt. Nun wurde offenbar eine Verständigung erzielt. Zuletzt hatten Italien, die Bundesregierung und Gewerkschaften bei ITA und Lufthansa gemeinsam mehr Tempo bei der Freigabe des Deals gefordert.

Aktienmehrheit frühestens 2025


Tatsächlich wird es jetzt schnell gehen. Nach Angaben der EU-Kommission soll das Verfahren bis 15. Januar 2024 entschieden werden. Lufthansa wird im ersten Zug für 325 Millionen Euro 41 Prozent an ITA Airways zeichnen.

Frühestens 2025 kann Lufthansa den Anteil auf 90 Prozent ausbauen - und ITA zu einem späteren Zeitpunkt komplett übernehmen. Laut Kreisen wird Lufthansa für die ausstehenden Anteile weitere 500 Millionen aufwenden. Die nächste Beteiligungsschwelle wird ausgelöst, sobald ITA die Gewinnzone erreicht.

Bei einer weiteren Verzögerung des Kartellverfahrens hätte ITA laufende Verluste mit zusätzlichen Krediten decken müssen.

Lufthansa-Chef Carsten geht davon aus, dass ITA durch eine enge Einbindung in die Konzernstrategie und einen Fokus auf das margenstarke Interkontgeschäft bereits 2025 erste operative Gewinne erwirtschaften kann. Laut Spohr stand Lufthansa zuletzt in "täglichen und konstruktiven" Gesprächen mit der EU-Kommission zu ITA im Austausch.
© aero.de | Abb.: Airbus | 01.12.2023 06:58

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Beitrag vom 05.12.2023 - 11:02 Uhr
@Christian159:

Sie kennen doch sicher den legendären Loriot. Ihre Beiträge erinnern mich ein bisschen an den Sketch "Herren im Bad", daraus:
"Aber ich kann länger als Sie"

Spiele ich aber nicht mit. Nicht das es wieder heißt: wegen mir wurde ein Thread auf r.o. gesetzt 😅.

Warum sollte die Diskussion auf r.o. gesetzt werden?
Es hat sich doch niemand im Ton vergriffen, oder?
Und mein Wunsch auf Präzisierung der von Ihnen gestellten Frage ("Was ich nicht verstehe ...") sollte doch wohl auch kein Grund sein.
Beitrag vom 05.12.2023 - 08:43 Uhr
@Christian159:

Sie kennen doch sicher den legendären Loriot. Ihre Beiträge erinnern mich ein bisschen an den Sketch "Herren im Bad", daraus:
"Aber ich kann länger als Sie"

Spiele ich aber nicht mit. Nicht das es wieder heißt: wegen mir wurde ein Thread auf r.o. gesetzt 😅.
Beitrag vom 04.12.2023 - 11:39 Uhr
@Christian159:
"Okay, der Konjunktiv ist jetzt ein Indikator für Ironie! Das muss ich mir merken!" - suchen Sie sich einfach mal die Diskussion hier zum Thema Ironie raus.

Bestimmt nicht!

"Das kann ich mir nach dem desaströsen BER Lärmschutzthreat nur allzugut vorstellen." - was genau können Sie sich "...allzugut vorstellen."?
Und was (bzw. für wen) war der 'desaströs'?

Ihre Interpretation einer faktenbasierten Überschrift.

"Ich wüßte nicht, wie ich Ihre Frage anders interpretieren könnte. Schließlich verstehen Sie nicht, wie ein User auf die Idee kommt, das es Einflußnahmen von AF/KLM Richtung Politik geben könnte."

Genau 'interpretieren'!
Btw. Sie widerlegen sich mit meinen Zitaten, im unteren Teil Ihres Beitrags, selbst.

Sie könnten ja auch meine vielleicht falsche Interpretation mit einem klaren Satz in die richtige Richtung lenken, z.B.

"Da ich immer wieder sehe, dass die Politik wiederholt vor die Interessen bzw. Interessenverbänden der Wirtschaft einknickt, halte ich es für absolut nachvollziehbar, dass ein Forist eine solche Beeinflussung auch zwischen AF/KLM und der EU sehen können.

Oder:

Da nach meinem Verständnis unsere Volksvertreter ausschließlich nach bestem Wissen und Gewissen ihre Entscheidungen treffen, ist der Gedanke an eine Beeinflussung der EU (Kommision) seitens AF/KLM geradezu absurd.

Könnten Sie mit einem dieser Sätze mitgehen?

Dieser Beitrag wurde am 04.12.2023 11:40 Uhr bearbeitet.


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