Lufthansa-ITA-Deal
Älter als 7 Tage

Berlin und Rom machen Druck auf EU-Kommission

ITA Airways Airbus A321neo
ITA Airways Airbus A321neo, © Airbus

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BERLIN - Politisch hatte es zwischen Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und Bundeskanzler Olaf Scholz vor einer Weile noch geknirscht. Beim verabredeten Lufthansa-Einstieg bei ITA Airways ziehen Berlin und Rom in jedem Fall an einem Strang - und fordern die EU-Kommission zu mehr Tempo und Fairness auf.

Der Lufthansa-Einstieg bei ITA Airways hängt in Brüssel fest: Lufthansa rechnet nicht vor Anfang 2024 mit einer Freigabe der EU-Kommission, kann immerhin aber auf Rückendeckung der Politik zählen.

"Die Zusammenarbeit von ITA und Lufthansa ist gut", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach Angaben der Nachrichtenagentur "Dow Jones" nach Regierungskonsultationen mit Meloni und mehreren Ministern in Berlin. "Wir wünschen uns natürlich eine faire, ordentliche und zügige Behandlung in Brüssel."

Auch die italienische Regierungschefin erneuerte in Berlin die Forderung nach mehr Tempo bei der kartellrechtlichen Freigabe des Deals.

Lufthansa will sich im ersten Zug für 325 Millionen Euro mit 41 Prozent an ITA Airways beteiligen und die Airline schrittweise komplett übernehmen, ist aber offenbar mit nicht weniger als 600 Einzelfragen nebst harten Auflagen der EU-Kommission konfrontiert.

Die Abtretung einiger Slots an Wettbewerber hatte Lufthansa bereits eingepreist. Nach Informationen der italienischen Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" forderte Brüssel von Lufthansa zuletzt aber auch, "Kapazitäten auf den Langstrecken aus Frankfurt und München" nach Nordamerika und Asien zu reduzieren.

Italien wittert nach Informationen der Zeitung eine Intervention des Konkurrenten Air France-KLM in Brüssel - der Konzern fürchte zu viel Marktmacht von Lufthansa im Transatlantikverkehr.

In einem Interview mit der "Financial Times" hatte EU-Wettbewerbskommissar Didier Reynders unlängst eine härtere Gangart und neue Instrumente bei der Fusionskontrolle im europäischen Airlinesektor angekündigt.
© aero.de, dpa | Abb.: Bundesregierung/Kugler | 23.11.2023 12:07


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