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BER-Chefin sieht Standort durch Gebühren geschwächt

Aletta von Massenbach
Aletta von Massenbach, © FBB, Jan-Peter Haack

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BERLIN - Der Hauptstadtflughafen BER ist auf Wachstumskurs. Referenzwerte von 2019 bleiben aber auch im neuen Jahr in weiter Ferne. Die Ursachen dafür sieht Airportchefin Aletta von Massenbach beim Bund - hohe Steuern und Gebühren halten Airlines auch in Berlin von einer Wiederaufnahme von Flügen ab.

Der BER hat sich für das vergangene Jahr 23 Millionen Passagiere ins Pflichtenheft geschrieben - rund drei Millionen mehr als 2022. Dieses Ziel dürfte der Airport im Dezember erreicht haben - und kann die Messlatte für 2024 ein weiteres Mal höher legen.

"Wir erwarten am BER acht Prozent mehr Passagiere und mehr Flugbewegungen für das Jahr 2024", sagte BER-Chefin Aletta von Massenbach der Nachrichtenagentur "Reuters".

Das Erholungstempo werde gleichwohl durch die "hohen staatlichen Steuern und Gebühren" gebremst. Im Vorkrisenjahr 2019 hatten die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zusammen 35,7 Millionen Passagiere abgefertigt. Vor allem Direktfluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet machen derzeit wegen hoher Gebühren um Deutschland einen Bogen.

Teures Pflaster

Im neuen Jahr wird die Branche durch eine Anhebung der Luftverkehrsabgabe zusätzlich belastet. Nach Angaben von Lufthansa summieren sich Steuern und Gebühren für einen A320-Start in Deutschland inzwischen auch so schon auf bis zu 4.000 Euro - viel mehr als andernorts in Europa üblich.

Kleiner Lichtblick für die Branche: Luftsicherheitsgebühren sollen statt 2024 erst 2025 wieder steigen.
© aero.de | Abb.: FBB | 02.01.2024 06:23

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Beitrag vom 20.01.2024 - 12:37 Uhr
3 Millionen mehr Passagiere - das ist eine massive Steigerung.
Angesichts dieser Zahlen ist die Klage über die vollkommen richtige Erhöhung der Luftverkehrssteuer doch absurd.
Beitrag vom 03.01.2024 - 09:02 Uhr
Ich dachte Berlin sei ein hauptsächlich touristisches (End-)Ziel als ein Umsteige-Airport. Kann es nicht sein, dass hier einfach Dinge vermischt werden die unter anderem auch mit der Lokalpolitik zu tun haben? Wie die in 2023 eingeführten Regelungen zu Kurzzeitvermietung von Zweitwohnungen in Berlin?

"auch schon mal bis zu 4.000 Euro" - die Abfertigungs- und LAndegebühren sind doch lokal gesteuert, wie steht es da in Berlin im Vergleich zum Rest von Deutschland, Europa und der Welt?
Die sind, nach hier zugänglichen Quellen, wesentlich günstiger als in FRA. Aber sie spricht ja von "hohen staatlichen Steuern und Gebühren".
Beitrag vom 02.01.2024 - 21:30 Uhr
Ich dachte Berlin sei ein hauptsächlich touristisches (End-)Ziel als ein Umsteige-Airport. Kann es nicht sein, dass hier einfach Dinge vermischt werden die unter anderem auch mit der Lokalpolitik zu tun haben? Wie die in 2023 eingeführten Regelungen zu Kurzzeitvermietung von Zweitwohnungen in Berlin?

"auch schon mal bis zu 4.000 Euro" - die Abfertigungs- und LAndegebühren sind doch lokal gesteuert, wie steht es da in Berlin im Vergleich zum Rest von Deutschland, Europa und der Welt?


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