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Lufthansa rechnet 2024 mit weniger 787-9

Lufthansa Boeing 787-9
Lufthansa Boeing 787-9, © Boeing

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FRANKFURT - Lufthansa wollte die 787-Flotte 2024 auf einen Schlag vervierfachen. Ein Teil der 15 geplanten Auslieferungen verzögert sich auf 2025. Ein Trostpflaster für den Konzern: Der Zulaufplan für die ersten Airbus A350-900 mit neuer Allegris-Kabine bleibt für 2024 laut Kreisen intakt.

Lufthansa rechnet 2024 mit weniger 787. Nach Informationen von aero.de geht man in Frankfurt inzwischen von nur noch "sechs bis acht" Neuzugängen in die Teilfllotte bis Jahresende aus. Zunächst hatte das Portal "aeroTelegraph" über neue Lieferverzögerungen berichtet.

Lufthansa Airlines Betriebsvorstand Karl Brandes hatte gegenüber Medienvertretern im Januar einen Zustrom von 15 787-9 "noch in diesem Jahr" in Aussicht gestellt - die Konzernteilflotte sollte sprunghaft von fünf auf 20 Flugzeuge wachsen.

Aus Direktaufträgen erwartet Lufthansa 29 787-9 von Boeing mit der neuen Kabinenwelt Allegris ohne First Class.

Der Konzern legt sich vorerst nicht auf neue Lieferangaben fest. "Wir erwarten in diesem Jahr etwa 27 Flugzeuge, darunter zum Beispiel Boeing 787, Airbus A350-900 oder auch Flugzeuge der A320neo-Familie", sagte eine Sprecherin aero.de. "Wir erhalten rechnerisch rund jede zweite Woche ein neues Flugzeug innerhalb des Lufthansa Konzerns."

Angesichts neuer Verzögerungen will Lufthansa die fünf vorhandenen 787-9 laut Insidern länger selbst nutzen - für Austrian Airlines, die die sogenannten "Sprinter" mit Hainan-Kabine eigentlich übernehmen sollte, hat der Konzern zwei gebrauchte 787-9 - frühere Flugzeuge von Bamboo Airways - auf dem Leasingmarkt aufgetrieben.

Die werksneuen 787-9 gehen nach Frankfurt. In München arbeitet Lufthansa vorwiegend mit A350 - hier bleibt die Zulaufplanung für 2024 intakt. Lufthansa rechnet laut Kreisen weiterhin mit sechs Neuzugängen in der Teilflotte A350-900.

Allegris-Zulassung steht aus

Zwei bereits ausgelieferte A350-900 harren derzeit im spanischen Teruel der Dinge. Der verbaute Allegris Business Class-Sitz wartet noch auf die Zulassung - solange kann Lufthansa die Flugzeuge nicht einsetzen.

Gleiches gilt für die neue First Class von Collins - auch hier wartet Lufthansa noch auf den Behördenstempel. Die A350-900 soll vier First-Class-Sitze in drei Suiten erhalten. Lufthansa wird die Suiten später nachrüsten und die ersten Allegris-A350 vorne zunächst mit zusätzlichen Economy-Reihen als Platzhalter ausstatten. Die Sitze können nicht gebucht werden.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 29.02.2024 16:50

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Beitrag vom 01.03.2024 - 09:14 Uhr
Aber von der Bestuhlung und der Kabine sind die A333/9 und die B789 im Grunde gleich gross, und auch der A350 hat nur unwesentlich mehr Sitze drin in manchen Configs.

Die Anzahl der Sitze zwischen der geplannten LH-787 und den A350 ist ähnlich aber der A350 hat deutlich mehr Business Sitze. Lufthansa hätte besser A330-900 bestellen können, weil die A350 für Piloten im Prinzip nur eine Variante des A330 ist. Die 787 war ja für Austrian als Ersatz für deren 777-200 gedacht.

Ich meine mich zu erinnern das man die B788 quasi nochmal neu Entwickelt hat, weil die Kommunalität in der Fertigung bei irgendwie 30-35% lag.

Die 788 war grober Murks und wird heute kaum noch bestellt. Keine Ahnung wie weit Boeing damit durch ist, die 788 jetzt als eine kurze 789 zu bauen.

Ich denke, Lufthansa hat einen guten Preis für die 787 als Launch Costumer für die verspäteten 777-9/F erhalten. Ich hoffe nur, Lufthansa hat genug Personal, um die Produktion ihrer 787 zu überwachen.
Beitrag vom 01.03.2024 - 03:48 Uhr
Böse Zungen behaupten, da kommt zusammen was zusammen passt.
Die einen können keine Kabine entwickeln und die anderen kriegen es nicht hin ein Flugzeug in Vernünftiger Qualität zu produzieren.

Weil die 787 per se ein gutes Flugzeug ist und dazu die A350 als Ersatz für A343 zu groß. Lufthansa brauchte ein Flugzeug das zwischen A330 und A343 passt. Dazu wäre die A359 für Austrian zu groß. Und ja ich weiß die Qualität der 787 ist scheisse. LH hat die 787 sicher zu einem sensationellen Preis bekommen als Kompensation von Boeing.

Boeing verkauft die B787 ja insgesamt relativ günstig.

Aber von der Bestuhlung und der Kabine sind die A333/9 und die B789 im Grunde gleich gross, und auch der A350 hat nur unwesentlich mehr Sitze drin in manchen Configs.

Die grossen Airlines bauen ihre Flotten alle um A339, A350, B787.
Sind halt die modernsten Jets.

Das die LH einen Flieger braucht der unter 300 Pax liegt und etwas kleiner ist, sehr logisch. Die Frage ist eher warum die LH so lange gewartet hat mit der Bestellung, während alle anderen Airlines deutlich früher dran waren.
Die B789 ist mittlerweile auch 10 Jahre im Dienst.

Man darf auch nicht vergessen, das Boeing bei der B787 quasi 2 Flugzeuge entwickelt hat.
Einmal die B788 und dann die -9 & -10.
Ich meine mich zu erinnern das man die B788 quasi nochmal neu Entwickelt hat, weil die Kommunalität in der Fertigung bei irgendwie 30-35% lag.
Beitrag vom 29.02.2024 - 19:32 Uhr
Weil die 787 per se ein gutes Flugzeug ist und dazu die A350 als Ersatz für A343 zu groß. Lufthansa brauchte ein Flugzeug das zwischen A330 und A343 passt. Dazu wäre die A359 für Austrian zu groß. Und ja ich weiß die Qualität der 787 ist scheisse. LH hat die 787 sicher zu einem sensationellen Preis bekommen als Kompensation von Boeing.


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