787-9 und A350-900
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Lufthansa erwartet 2024 geballte Auslieferungen

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Ketchupflaschen-Effekt in der Flotte: Lufthansa rechnet 2024 mit vielen Airbus A350-900 und Boeing 787-9 auf einmal. Die Airline hat die neuen Flugzeuge fest für den Ausbau des Interkontnetzes eingeplant. Erstmals nennt Lufthansa konkrete Flottenaufbauziele für 2024.

Lufthansa hat das Drehkreuz vorgeheizt, was fehlt sind Flugzeuge: 250 Lufthansa-Pilotinnen und -Piloten mit 787-Rating verteilen sich an der Frankfurter Station aktuell auf nur fünf 787-9.

Zulassungsverzögerungen bei der neuen Interkontkabine "Allegris" bringen nicht nur den Aufbau der Teilflotte 787-9 weit vom Kurs ab. Inzwischen parkt Lufthansa zwei werksneue Airbus A350-900 - die D-AIXR und die D-AIXS - notgedrungen im spanischen Teruel.

Die mittelgroßen Interkontliner von Airbus und Boeing werden eigentlich dringend gebraucht. "Wir werden auf der Langstrecke wachsen, wie wir es noch nie erlebt haben, insbesondere im Jahr 2024 und im Jahr 2025", sagte Lufthansa Betriebsvorstand Karl Brandes am Dienstag vor Medienvertretern in Frankfurt.

21 787-9 und A350-900 noch in diesem Jahr

Erstmals nennt Lufthansa konkrete Flottenaufbaumarken für 2024. Aus 29 787-9 im Liefervorlauf erwartet Lufthansa laut Brandes "15 (Zugänge) noch in diesem Jahr". Das Drehkeuz München soll 2024 "um sechs A350-900" verstärkt werden. Aktuelle 787-9, die sogenannten "Sprinter" mit konzernfremden Kabinen, gibt Lufthansa an die Tochterfirma Austrian ab.

Lufthansa muss vor Inbetriebnahme neuer 787-9 und A350-900 die Zulassung der Luftverkehrsbehörden in Europa und den USA für neue Business-Class-Sitze abwarten.

Die in derzeit in Teruel geparkten A350-900 wird Lufthansa laut Kreisen anschließend zunächst ohne First Class aktivieren. Als Platzhalter für die neuen Suiten des US-Herstellers Collins sollen Economy-Sitzreihen eingezogen werden, die Lufthansa allerdings nicht verkaufen wird.

Den Lieferbeginn von 20 Boeing 777-9 erwartet Brandes "hoffentlich ab Mitte 2025". Zehn Airbus A350-1000 sollen nach aktuellem Flottenplan ab 2026 zur Flotte stoßen, ein Kalenderjahr später als bisher geplant.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 24.01.2024 10:02

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Beitrag vom 25.01.2024 - 19:08 Uhr
Tja, es bleibt spannend. Hier muss ja Optimismus verbreitet werden. Welche Airline kann es sich denn leisten 2 fabrikneue A350 zu parken, weil die Sitze nicht geliefert/zugelassen wurden.

Wieso? Was hätten Sie denn gemacht?


Jeder Manager, der einigermaßen bei Sinnen ist, hätte die neuen Sitze nicht nur vor gefühlten 10 Jahren nur angekündigt sondern auch bestellt, so dass sie rechtzeitig mit den Flugzeugen kommen. Das ist leider wirklich höchstgradige Inkompetenz!
Beitrag vom 25.01.2024 - 05:49 Uhr
> > Tja, es bleibt spannend. Hier muss ja Optimismus verbreitet werden. Welche Airline kann es sich denn leisten 2 fabrikneue A350 zu parken, weil die Sitze nicht geliefert/zugelassen wurden.
>
> Wieso? Was hätten Sie denn gemacht?
Ich denke, genau das gleiche wie Sie - ein Produkt eingebaut das auch funktioniert!

Das hätte man ja gerne, aber anscheinend haben die Sitzlieferanten Lieferschrierigkeiten.
 https://www.aerotelegraph.com/lufthansa-fliegt-zweiten-werksneuen-airbus-a350-direkt-nach-teruel

Naja, aber wie Sie sicherlich wissen, gibt es Lieferschwierigkeiten, technische Problem, Probleme bei der Zertifizierung, zu hohes Gewicht und eine faktische Inkompatibilität bei den 747...

Aber hier geht es doch um die A350. Was hat die 747 damit zu tun?


Im Prinzip nichts, da die A350 kein Oberdeck hat, das dieses Problem verursacht, aber vermutlich brauchte rambazamba123 einen Aufsetztpunkt für sein pauschales Lufthansa-Bashing.

Genau, trim Probleme hat man nur in Fliegern mit Oberdeck, beim Rest ist es egal wo das gewicht ist.


Pauschales LH Bashing hat dieser Saftladen auch gut verdient, es gibt ja mehr als genug Gründe.
Wie man ein Projekt wie Allegris so an die Wand fahren kann ist unglaublich, bald 10 Jahre für ein neues Kabinenprodukt, das bei Einführung im Grunde schon wieder veraltet ist.
Dann das Thema das es vom Gewicht her in eines der Flagaschiffe nicht rein geht...und man irgendwelche Frankenstein Lösungen plant.
Welche AIrlines macht das nicht, 2 verschiende C im gleichen Flugzeug....

Dazu das Drama mit ITA, ich halte die LH aktuell für sehr schlecht geführt.

Mal sehen ob sie den ganzen Zulauf stemmen kann, und ob die Rochade mit AUA dann auch aufgeht.
Die A343 bzw. A346 werden dann wohl je nach Bedarf raus gehen.
Was gerade für die recht jungen A346 - die sind von 04 - 09, mit 7 von den 10 aus 08/09 - schade ist.
Mit der Corona Pause haben die Dinger etwas über eine Dekade Einsatz gesehen.

Bin gespannt wie lange die A340 noch fliegen werden.
Beitrag vom 24.01.2024 - 21:55 Uhr
"Die in derzeit in Teruel geparkten A350-900 wird Lufthansa laut Kreisen anschließend zunächst ohne First Class aktivieren. Als Platzhalter für die neuen Suiten des US-Herstellers Collins sollen Economy-Sitzreihen eingezogen werden, die Lufthansa allerdings nicht verkaufen wird"

Wenn die Business-Sitze dann mal geliefert werden, könnte man dann nicht inzwischen auch einfach mehr Business-Sitze einbauen, die man sicherlich auch gut verkaufen könnte, oder gibt es da ebenfalls Hürden bei der Zulassung u.Ä. zu beachten?

Vermutlich kommt nicht gleich ein ganzer Schwall an Business Class Sitzen und die Hansa verbaut erst mal Sitze in die First Class, die sie entbehren kann. Bei den vorgesehenen "geballten" Auslieferungen wird erstmal jeder Business Class Sitz benötigt.

Nein. Es liegt, soweit gelesen, an Sicherheitsvorschriften. Ansonsten würde man statt Eco Sitzen nichts einbauen.



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