Lufthansa-Chef zu Streiks
Älter als 7 Tage

"Hier ist etwas Größeres in Gang"

Carsten Spohr
Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - Cockpit, Kabine, Boden: Gewerkschaften überziehen Lufthansa fast im Wochentakt mit Streiks im oder nahe am Flugbetrieb. Streikrechte werden angesichts des Fachkräftemangels "zunehmend rücksichtslos" ausgeübt, kritisiert Lufthansa-Chef Carsten Spohr - und das nicht nur bei Lufthansa.

Ein Doppelstreik von Verdi bei den Lufthansa-Bodendiensten und an Flughäfen hat den Kranich-Flugplan am Donnerstag und Freitag erneut auf ein Minimalprogramm gestaucht. Die Kabine wird diese Woche streiken. Und nach wie vor schwelt ein Konflikt mit den Piloten bei der Tochter Discover.

Lufthansa hofft auf einen Befreiungschlag vor dem Flugplanwechsel. "Ich bin nach wie vor optimisch, dass wir Lösungen finden", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag nach Bilanzvorlage in Frankfurt.

Die Heftigkeit in aktuellen Tarifrunden ist laut Spohr auch im längeren Rückblick ohne Beispiel. "Lufthansa steht im Brennpunkt einer merklichen Verschiebung in den Vorgehensweisen von Gewerkschaften", stellte Spohr fest. Die Entwicklung reiche aber über Lufthansa hinaus. "Hier ist gerade etwas Größeres in Gang."

Unter dem Eindruck der aktuellen Vollbeschäftigung "spielen Gewerkschaften ihre Rechtsposition zunehmend rücksichtslos aus", sagte Spohr. Streikaktionen würden angesichts des Fachkräftemangels innerhalb der Gewerkschaften nicht weiter hinterfragt.

Lufthansa will sich dem Streikdruck über ein "europäischeres Geschäftsmodell" zumindest ein Stück weit entziehen. Der Konzern werde seinen Kurs fortsetzen, sich mit "den Hubs und Wartungsstandorten außerhalb Deutschlands" internationaler aufzustellen, kündigte Spohr an.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 11.03.2024 06:25

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Beitrag vom 11.03.2024 - 20:32 Uhr
@FRAHAM

Welches Rechenmodell sagt Ihnen dann, wie viel da raus kommt pro Person. Das wären bei den Zahlen 10.000�/Angestelltem. Laufzeit 24 Monate? Macht 416,66� pro Monat - nach Abzug aller Sozialabgaben und Steuern - was bleibt? 250-300�? Und da lachen die Mitarbeiter wirklich glücklich? Und die Geschäftsführung auch? Davon abgesehen sind die 20.000 ja nur geschätzt worden...

Was ist das denn für eine Rechnung? Wenn da steht p.a dann sind das immer 12 Monate und nicht 24. Was hat denn die Laufzeit mit den 10.000 p.a. zu tun? Für 2 JAHRE W�REN DAS N�MLICH 20.000 EURO. Oh, Mann, das tut ja schon weh.
Beitrag vom 11.03.2024 - 18:23 Uhr
Vor allem stellt sich auch die Frage, warum sicher in die ITA investiert wird, aber nicht ins eigene Personal?

Das sagt Herr Spohr doch - siehe den heutigen Artikel zur ITA Ã?bernahme:

""Davon müssen wir die italienischen Passagiere befreien", so Spohr."

Gemeint ist der "Klammergriff" von FR ... wie edel von der LHGð?¤?ð???.
Beitrag vom 11.03.2024 - 17:47 Uhr
Vor allem stellt sich auch die Frage, warum sicher in die ITA investiert wird, aber nicht ins eigene Personal?
Wie kommen Sie darauf, dass nicht ins eigene Personal investiert wird?


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