Kranich am Boden
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Streik bei Lufthansa hat begonnen
FRANKFURT - Bei der Lufthansa haben die angekündigten Streiks der Piloten und Flugbegleiter begonnen. Das bestätigte eine Sprecherin der Gewerkschaft Ufo in der Nacht. Wegen der ganztägigen Arbeitsniederlegungen können hunderte Jets der größten Airline nicht starten.
Eine genaue Zahl der gestrichenen Verbindungen nannte das Unternehmen zunächst nicht, es wurden aber "umfangreiche Flugstreichungen" angekündigt.
Auf den Abflugplänen größerer Flughäfen wie Frankfurt und Berlin finden sich nur ganz vereinzelte Lufthansa-Verbindungen, die aufrechterhalten werden sollen. Fluggäste sollten vor allem auf digitalen Wegen informiert werden und möglichst nicht auf eigene Faust zum Flughafen kommen.
Lufthansa hat angekündigt, im großen Umfang elektronische Umbuchungen unter anderem auf nicht bestreikte Konzernairlines anzubieten. Erst für den Freitag rechnet die Airline wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan.
Am Morgen wurden die ersten Auswirkungen des Streiks sichtbar - am Drehkreuz München fallen mindestens 275 der 920 für den Flugtag geplanten Flüge aus. In Frankfurt dürften rund 400 Flüge entfallen.
Streik und WarnstreikDie rund 4.800 Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo streiken für höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten. Hierzu liegt schon seit dem Herbst eine Urabstimmung der Mitglieder vor, die mit deutlicher Mehrheit für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt haben. Von einem Streik hatte die Gewerkschaft in den letzten Monaten abgesehen.
Die Kabinengewerkschaft Ufo will ohne Urabstimmung der knapp 20.000 Beschäftigten mit einem Warnstreik Verhandlungen erzwingen zu Tarifverträgen bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline. Allein dort seien wegen der Konzernstrategie rund 800 Jobs bedroht, heißt es. Ufo will für die Beschäftigten einen tariflichen Sozialplan aushandeln, der bislang vom Management verweigert werde.
Vorstand warnt vor hohen KostensteigerungenDer Lufthansa-Vorstand kritisierte die Crew-Streiks als "völlig unnötige Eskalation". Die Forderungen der Gewerkschaften würden weitere starke Kostensteigerungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft bedeuten, sagte Personalvorstand und Arbeitsdirektor Michael Niggemann in Berlin. Dort gebe es aber keinerlei Spielraum.
Die mit Abstand größte Airline des Konzerns war 2024 in die Verlustzone gestürzt und soll mit einem Sanierungsprogramm namens "Turnaround" wieder auf Kurs gebracht werden. Am 6. März legt der MDax-Konzern auch dazu neue Zahlen vor.
© dpa, aero.de | Abb.: Lufthansa | 12.02.2026 06:27
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Beitrag vom 12.02.2026 - 14:07 Uhr
wie oft haben eigentlich die lufthansa Pilot-innen in den letzten 25 jahren gestreikt und ihren dienst niedergelegt?
Gefühlt 10 mal
Gibt es eigentlich eine aufstellung dazu?
Klar, wirft die KI ganz schnell aus!
„ Insgesamt sind mindestens 8–10 größere ver.di-Streikaufrufe bei Lufthansa oder im direkten Lufthansa-Betrieb in den letzten ~10 Jahren dokumentiert (qualitativ nachgewiesen).“
Ach, Moment, falsche Gewerkschaft :-))
Aber, Peanuts, oder?
Hauptsache Salmon posten!
Beitrag vom 12.02.2026 - 14:04 Uhr
Meiner Ansicht nach hat das nichts mit Spaltung zu tun, sondern mit einer Berufsgruppe, die – aus welchen Gründen auch immer – die Realität nicht wahrhaben möchte. Man kann diesen Kurs eine Zeit lang durchhalten, bis es irgendwann heftig knallt. Oder man beginnt, sich Schritt für Schritt auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen. Erstaunlich finde ich vor allem, dass es ausgerechnet Kollegen sind, die häufig mit ihrer großen Verantwortung argumentieren. Ja, diese Verantwortung haben sie – aber nicht nur für Passagiere und Flugzeug, sondern auch für das Unternehmen. Besonders dann, wenn sie sich selbst gerne als "leitende Angestellte" sehen. Verantwortung kann eben auch bedeuten, persönlich zurückzustecken, im Interesse der gesamten Firma. Natürlich spüren auch sie die Inflation. Aber ehrlich: Eine zusätzliche Gasrechnung von 100€ im Monat trifft jemanden mit 2.500€ netto deutlich härter als jemanden mit 8.000€ netto. Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, scheint die viel beschworene Verantwortung also schnell an Grenzen zu stoßen – und das Ego tritt in den Vordergrund. Das finde ich wirklich befremdlich. Insbesondere weil am Ende vermutlich die Beschäftigten der untern Tarifgruppen die Zeche bezahlen werden, weil sie nicht so viel Macht haben.
Dem kann man, muss man zustimmen. Den von VC vertretenen Piloten ist der Rest der Belegschaft völlig egal, sie werden so lange für ihre Privilegien streiken, bis auch LH Classic abgewickelt wird. Es gab und gibt hier im Forum ja genügend Vertreter dieser Berufsgruppe, die zugegeben haben, dass es ihnen nur noch darum geht, möglichst viel für sich heraus zu holen. Die wirtschaftliche Realität wird entweder ignoriert oder verdreht, gerade von jenen, die von sich behaupteten, aufgrund ihres Berufes auch von Ökonomie etwas zu verstehen.
Beitrag vom 12.02.2026 - 13:24 Uhr
Meiner Ansicht nach hat das nichts mit Spaltung zu tun, sondern mit einer Berufsgruppe, die – aus welchen Gründen auch immer – die Realität nicht wahrhaben möchte. Man kann diesen Kurs eine Zeit lang durchhalten, bis es irgendwann heftig knallt. Oder man beginnt, sich Schritt für Schritt auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen. Erstaunlich finde ich vor allem, dass es ausgerechnet Kollegen sind, die häufig mit ihrer großen Verantwortung argumentieren. Ja, diese Verantwortung haben sie – aber nicht nur für Passagiere und Flugzeug, sondern auch für das Unternehmen. Besonders dann, wenn sie sich selbst gerne als "leitende Angestellte" sehen. Verantwortung kann eben auch bedeuten, persönlich zurückzustecken, im Interesse der gesamten Firma. Natürlich spüren auch sie die Inflation. Aber ehrlich: Eine zusätzliche Gasrechnung von 100€ im Monat trifft jemanden mit 2.500€ netto deutlich härter als jemanden mit 8.000€ netto. Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, scheint die viel beschworene Verantwortung also schnell an Grenzen zu stoßen – und das Ego tritt in den Vordergrund. Das finde ich wirklich befremdlich. Insbesondere weil am Ende vermutlich die Beschäftigten der untern Tarifgruppen die Zeche bezahlen werden, weil sie nicht so viel Macht haben.
Dieser Beitrag wurde am 12.02.2026 13:24 Uhr bearbeitet.
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Gefühlt 10 mal
Gibt es eigentlich eine aufstellung dazu?
Klar, wirft die KI ganz schnell aus!
„ Insgesamt sind mindestens 8–10 größere ver.di-Streikaufrufe bei Lufthansa oder im direkten Lufthansa-Betrieb in den letzten ~10 Jahren dokumentiert (qualitativ nachgewiesen).“
Ach, Moment, falsche Gewerkschaft :-))
Aber, Peanuts, oder?
Hauptsache Salmon posten!
Dem kann man, muss man zustimmen. Den von VC vertretenen Piloten ist der Rest der Belegschaft völlig egal, sie werden so lange für ihre Privilegien streiken, bis auch LH Classic abgewickelt wird. Es gab und gibt hier im Forum ja genügend Vertreter dieser Berufsgruppe, die zugegeben haben, dass es ihnen nur noch darum geht, möglichst viel für sich heraus zu holen. Die wirtschaftliche Realität wird entweder ignoriert oder verdreht, gerade von jenen, die von sich behaupteten, aufgrund ihres Berufes auch von Ökonomie etwas zu verstehen.
Dieser Beitrag wurde am 12.02.2026 13:24 Uhr bearbeitet.