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Rom warnt vor Scheitern des Lufthansa-Einstiegs bei ITA

ITA Airways Airbus A350-900
ITA Airways Airbus A350-900, © Airbus

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MAILAND - Italien hat die EU-Kommission vor einem Verbot des geplanten Einstiegs der Lufthansa bei ITA Airways gewarnt. Verkehrsminister Matteo Salvini sagte am Freitag in Mailand, ein Nein aus Brüssel wäre ein "ernsthafter Angriff auf Italien, dem wir nicht tatenlos zusehen werden".

Der Vorsitzende der Rechtspartei Lega sprach von Tausenden Arbeitsplätzen, die dann in Italien verloren gehen könnten.

Die Lufthansa will in einem ersten Schritt 41 Prozent der früheren Alitalia übernehmen. Dafür sollen der Ita 325 Millionen Euro Eigenkapital aus Lufthansa-Barmitteln zufließen. Später soll die deutsche Fluglinie weitere 49 Prozent und dann die restlichen 10 Prozent bekommen können.

Die EU-Kommission als zuständige Genehmigungsbehörde gibt das Vorhaben wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken bislang jedoch nicht frei.

Salvini - zugleich stellvertretender Ministerpräsident - sagte: "Wenn es stimmt, dass Brüssel bis zum Tag nach der Europawahl wartet, um die Vereinbarung zwischen ITA und Lufthansa abzulehnen, wäre das sehr ernst." Die Europawahl ist am Sonntag.

"Wenn jemand aus Egoismus oder aufgrund Drucks der französischen Bürokratie daran denkt, Tausende Arbeitnehmer über Bord zu werfen und Italiens nationale Fluggesellschaft zu einem ungewissen Schicksal von Entlassungen zu verurteilen, wäre das ein ernsthafter Angriff."

Salvini hatte die EU-Kommission bereits im Mai mit scharfen Worten davor gewarnt, den Deal mit überstrengen Auflagen zu torpedieren.

Sowohl die Lufthansa als auch der italienische Staat haben Zugeständnisse gemacht, um die Vereinbarung über die Hürden zu bringen. Die EU-Kommission befürchtet, dass Kunden nach der Übernahme unter steigenden Preisen oder schlechterer Qualität leiden könnten.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus | 07.06.2024 14:00

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Beitrag vom 08.06.2024 - 08:54 Uhr
“Der Vorsitzende der Rechtspartei Lega sprach von Tausenden Arbeitsplätzen, die dann in Italien verloren gehen könnten.”

Italy first!! Man bekommt ja den Eindruck, dass bei solchen Parolen einer solchen Partei von Frau
Meloni morgen Europawahlen sein könnten 😂


Ein wenig mehr "Deutschland First" würde diesem Land auch gut tun, aber die Deutschen sind je mittlerweile Weltmeister im "Bücken und Rüberreichen" insbesodere was Airlines betrifft: alleine der Abschluss des Qatar Agreements. Natürlich höchst "korrupt " ähm korrekt geprüft von der EU.

Beitrag vom 08.06.2024 - 07:17 Uhr
“Der Vorsitzende der Rechtspartei Lega sprach von Tausenden Arbeitsplätzen, die dann in Italien verloren gehen könnten.”

Italy first!! Man bekommt ja den Eindruck, dass bei solchen Parolen einer solchen Partei von Frau Meloni morgen Europawahlen sein könnten 😂
Beitrag vom 07.06.2024 - 23:20 Uhr
Als sie versucht haben mit einer eigenen Gesellschaft auf dem italienischen Markt Fuß zu fassen war nicht die Staatsairline das Problem. Sie haben sich schlichtweg verzockt. Das Problem heute ist, wenn man die Staatsairline übernimmt, dann übernimmt man auch die teuren und ineffektiven Strukturen und vor allem die Gehälter und Pensionsansprüche. Insbesondere mit den harten Auflagen wird es immer teurer bzw. weniger
profitabel. Wir werden sehen wie es endet.


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