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Polizei zieht betrunkenen Flugbegleiter aus dem Verkehr

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AMSTERDAM - Die niederländische Polizei hat auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam einen betrunkenen Steward am Abflug gehindert.

Bei einer Alkoholkontrolle von Flugzeugpersonal sei der Steward einer ausländischen Airline morgens um 07.50 Uhr mit einem Promillewert gestoppt worden, mit dem er selbst kein Auto hätte fahren dürfen, teilte die Polizei mit.

Für Flugzeugpersonal gelte indes eine Null-Promille-Grenze, ab zehn Stunden vor dem Abflug sei Alkohol tabu. Der Steward musste eine Strafe von 1.000 Euro berappen. Seinen Flug verpasste er obendrein - der hatte in der Zwischenzeit ohne ihn abgehoben.
© dpa | 08.07.2024 13:59

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Beitrag vom 10.07.2024 - 09:28 Uhr

Oh, da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Nicht ihre Aussage ist fragwürdig, die Methode ist es. Ich glaube Ihnen das durchaus.

Ah, verstehe. Dann entschuldigen Sie, daß ich mich etwas ungehalten ausgedrückt habe.

Aber krude interne Prozesse müssen das nicht noch befeuern.

Da stimme ich Ihnen zu.

Davon abgesehen habe ich es aber in Stockholm schon erlebt, daß die gesamte Crew pusten mußte - es war am Neujahrstag...
War das über den Arbeitgeber oder Spotcheck durch Behörden vor Ort?

Im Turnaround, nachdem alle Paxe draußen waren, kamen zwei junge blonde Damen und packten die Röhrchen aus. Alle wurden zusammengetrommelt, jeder mußte pusten - wie gesagt, am Abend vorher war Silvester... Aber es war keiner positiv. Das ist aber schon locker 7-10 Jahre her, da gab es die ADM-BV noch nicht. Entsprechend überrascht waren wir - und wir fragten uns, was wohl passiert wäre, wenn einer positiv gewesen wäre.
Beitrag vom 10.07.2024 - 05:24 Uhr
Die Nummer mit dem SBY ist das in D? Halte ich für fragwürdig.

Lieber contrail55, ich erzähle hier keine Geschichten; Sie können mir das schon glauben. Wenn Sie es nicht tun, ändert das aber nichts an dem Wahrheitsgehalt der Procedure, die ich hier skizziert habe. Ja, Deutschland.
Oh, da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Nicht ihre Aussage ist fragwürdig, die Methode ist es. Ich glaube Ihnen das durchaus.
Es zerschiesst meinen Dienstplan

Sie sind Flieger (oder waren es, falls die Zahl in Ihrem Benutzernamen Ihr Jahrgang ist) - insofern dürfte Ihnen der Satz "Roster are subject to change at very short notice" schon geläufig sein.

Ihr Dienstplan ist ja nicht sakrosankt, egal ob Sie einen oder vier Streifen auf den Epauletten haben. Was für ein Anspruchsdenken; wenn das alle so sehen würden, wäre eine Airline handlungsunfähig.
Das Fliegende Personal hat nun mal unregelmäßige Arbeitszeit (mit allen Vor- aber eben auch den Nachteilen) und keinen 9-to-5-Job.
Das ist schon klar. Alles ok, wenn Irreg den Plan durcheinander wirft. Das gehört zum Job. Aber krude interne Prozesse müssen das nicht noch befeuern. Zudem das so nur Ex Homebase funktioniert. Unterwegs testen wir dann nicht, um keinen bloßzustellen?
Was das Anspruchsdenken angeht, da haben sich die Zeiten verändert. Damit man überhaupt Personal bekommt, muss man sich bewegen. Gen Z lässt grüßen. Vor ein paar Monaten wurde noch gestreikt, um mehr planbare Freizeit garantiert zu haben. Vom Shitstorm zur Plangestaltung bei City ganz zu schweigen.
obwohl ich willens wäre zu testen?

Natürlich ist es notwendig, daß man aus der Crew genommen wird, egal ob man anschließend positiv oder negativ getestet wird. Wie soll ansonsten sichergestellt sein, daß derjenige, der positiv auf ADM getestet wird, nicht bekannt wird? Wenn Sie hinterher zur Crew zurückstoßen, ist klar, daß derjenige, der nicht zurückkommt, positiv ist. Derjenige ist dann stigmatisiert, obwohl es ggf. ein falsch-positiver Test ist - und auch wenn der Test dann tatsächlich bestätigt wird, soll ja eruiert werden, wie es dazu kommen konnte und ob demjenigen evtl. geholfen werden kann, ggf. ist dann auch CISM involviert.

Bei einem negativen Test bekommt man einen anderen Umlauf und gut ist.

Davon abgesehen habe ich es aber in Stockholm schon erlebt, daß die gesamte Crew pusten mußte - es war am Neujahrstag...
War das über den Arbeitgeber oder Spotcheck durch Behörden vor Ort?
Beitrag vom 09.07.2024 - 22:56 Uhr
Es ist nach deutschem Recht immer noch illegal verdachtsunabhängige Kontrollen nur wegen der zufälligen Zugehörigkeit zu eine bestimmten Berufsgruppe durchzuführen.
Findet ja nirgends statt, außer bei Flugpersonal, warum nicht auch bei z. B. Lkw-, Taxi- und Busfahrern. Ich hoffe hier wird es bald mal zu einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht kommen. Die Polizei kann einen Verdacht äußern, z. B. Wegen des Verhaltens oder wegen Alkoholgeruchs und dann sind Kontrollen auch legal und möglich.
Einen Generalverdacht gibt unser Grundgesetz nicht her!
Das ist so nicht richtig. Das geht sehr wohl, da es verschiedene gesetzliche Grundlagen dafür gibt: Kraftfahrer (egal, ob beruflich oder privat) können einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle -auch auf Alkohol- unterzogen werden (erst der Atemalkoholtest oder die Blutentnahme verlangen einen konkreten Verdacht bzw. letztere ist als Ermittlungsmaßnahme in der StPO geregelt).
Die Berufsgenossenschaft kann Betriebe "einfach so" kontrollieren und hat zu diesem Zweck ein Zutrittsrecht, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit genauso.
Das nur als Beispiel, solange es eine gesetzliche Grundlage gibt geht das und davon gibt es eine ganze Menge.


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