KLM-Drehkreuz
Älter als 7 Tage

Niederlande prüfen Nachtflugverbot in Amsterdam-Schiphol

KLM Boeing 777-300ER
KLM Boeing 777-300ER, © KLM

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AMSTERDAM - Eine künstliche Abregelung des Flughafens Amsterdam-Schiphol ist nach Einwänden aus Brüssel und Washington vom Tisch. Lärmminderung am KLM-Drehkreuz soll jetzt eine Begrenzung der Nachtflüge bringen - mittelfristig strebt die Regierung ein komplettes Nachtflugverbot in Schiphol an.

Weniger Nachtbetrieb in Amsterdam-Schiphol: 2025 will die niederländische Regierung nur noch 25.000 Nachtflugbewegungen am KLM-Drehkreuz genehmigen, 5.000 weniger als bisher.

Strengere Lärmemissionsgrenzen sollen Flugbewegungen mit besonders lauten Flugzeugen zwischen 23:00 und 7:00 Uhr komplett ausschließen, setzte das Verkehrsministerium das Parlament vor dem Wochenende über neue Lärmschutzpläne für Amsterdam-Schiphol ins Bild. Unter anderem dürften ab nächstem Jahr nachts keine 747-Frachter mehr in Amsterdam starten und landen.

Eine bereits beschlossene Abregelung des KLM-Drehkreuzes bei 452.500 Flugbewegungen pro Jahr musste die Regierung Ende 2023 wieder einkassieren - die EU-Kommission hegte Bedenken, echten Gegenwind erfuhren die Niederlande vor allem aber aus den USA.

Weil US-Airlines wie JetBlue Airways und Delta unter den Plänen Slots in Amsterdam verloren hätten, hatte Washington damit gedroht, im Gegenzug 1.135 KLM-Flüge in die USA pro Jahr, rund jeden fünften US-Flug der Airline, zu streichen.

Nun rückt der Nachtflugbetrieb in Schiphol stärker in den Fokus - bereits im Winterflugplan 2026/2027 könnte die Regierung ein komplettes oder teilweises Nachtflugverbot für den Flughafen Amsterdam aussprechen, heißt es aus dem Ministerium.
© aero.de | Abb.: KLM | 27.05.2024 06:21


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