Hunderte Entlassungen
Älter als 7 Tage
Kündigungswelle erfasst US-Luftfahrtaufsicht FAA
WASHINGTON - Unterbesetzte Kontrollräume, gravierendes Aufsichtsversagen - und zuletzt Unfälle: Um den US-Luftverkehr stand es schon mal besser. Trotzdem kürzt die neue US-Regierung auch bei der Luftfahrtbehörde FAA Stellen. Hunderte Mitarbeiter erhielten nun eine Kündigung - per E-Mail.
Der Kahlschlag in der US-Bundesverwaltung setzt sich bei der FAA fort. Nach Angaben der Gewerkschaft Professional Aviation Safety Specialists (PASS) haben am Freitag "mehrere Hundert" FAA-Mitarbeiter auf Probe per E-Mail Kündigungsschreiben "ohne Angabe von Gründen" erhalten.
Weiterem Personal der US-Luftfahrtaufsicht könnten bereits am Dienstag Zugänge gesperrt werden, teilte die Gewerkschaft weiter mit.
US-Präsident Donald Trump lässt Bundesbehörden aushöhlen - oder, wie die US-Behörde für Entwicklungshilfe USAID, ganz schließen. Die Fäden laufen bei Tech-Milliardär und Trump-Fan Elon Musk zusammen.
Am Dienstag werden Vertreter der Musk-Weltraumfirma SpaceX durch das FAA Air Traffic Control System Command Center in Virginia touren und sich einen Eindruck von den dort verwendeten Systemen verschaffen, teilte US-Verkehrsminister Sean Duffy auf dem Musk-Portal "X" mit.
Die Kündigungswellen in der öffentlichen Verwaltung werden durch das von Musk persönlich geleitete "Department of Government Efficiency" (DOGE) initiiert.
Das Team war nach Medieninformationen letzte Woche im Kündigungseifer dann aber doch über das Ziel hinausgeschossen als rund 300 Experten der US-Atomsicherheitsbehörde NNSA entlassen wurden.
Die NNSA untersteht dem Energieministerium - und überwacht das US-Atomwaffenarsenal. Am Freitag wurden die Kündigungen zurückgenommen, Zugänge der Mitarbeiter wurden wieder aktiviert.
Personalengpässe bei der FAADie FAA litt zuletzt unter gravierenden Personalengpässen - 2023 beschäftigte die FAA in der Flugsicherung so wenige Lotsen wie zuletzt 2000. Die dünne Personaldecke der vergangenen Jahre gilt auch als Faktor beim Aufsichtsversagen über den US-Flugzeugbauer Boeing.
© aero.de | Abb.: FAA, Denver Airport | 17.02.2025 17:47
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Beitrag vom 25.02.2025 - 13:27 Uhr
Wenn die amerikanische Regierung die Unabhängigkeit, Arbeits- und Durchsetzungfähigkeit der FAA steigern würde, hätte vermutlich keiner was dagegen.
Aber gerade die mangelhafte Personalausstattung der FAA war ja einer der Gründe, überhaupt Zertifizierungen an Boeing selbst zu delegieren.
Also wie könnte die jetzt erfolgte Entlassung von Neueinstellungen bzw. Mitarbeitern auf Probe da weiterhlfen?
Machen wir uns mal nix vor. Da räumt niemand auf. Da spart jemand schlicht Geld und nimmt in Kauf dass das Gleiche nochmal passiert.
Beitrag vom 25.02.2025 - 12:43 Uhr
Ich finde es spannend, wie Flugrevue und Schwestern fabulieren, im Narrativ "es könnte die Luftfahrtsicherheit gefährdet sein".
Offenbar haben eine Menge Leute nicht mitbekommen, was sich seit Jahrzehnten zwischen Boeing und FAA abgespielt hat? Wenn die FAA offenbar bewusst jahrelang weggeschaut hat, was dann in der Konsequenz zu zwei schweren Flugunfällen mit der Fehlkonstruktion 373Max führte, weil einmal mehr heimlich Teile verbaut wurden, die Konstruktionsfehler kompensieren sollten, dann kann dort so einiges nicht stimmen.
Darüber hinaus stand die Dreamliner Fleet nicht ohne Grund gegroundet am Boden und mit den bisher bekannten Details, wie massenhaft bekannter Qualitäts und Sicherheitsmängel, die weder zu einer Sperre oder zu einem General-Grounding von Boeing führte, braucht man jetzt nicht aufhorchen und befürchten, die Luftfahrtsicherheit könnte gefährdet sein.
Liebe Redaktionen, die Luftfahrtsicherheit ist latent gefährdet, durch mangelhafte �berprüfung bei Boeing und offenbar konsequentes Wegschauen. Es ist nur folgerichtig, wenn die 47. US-Regierung "aufräumt" bei der FAA. Denn niemand, wirklich niemand, wollte in B777 oder B787 und geschweige denn in B737 sitzen, bei denen massenhaft Kabelbäume verbaut wurden, die nachweislich Metallsplitter an der Isolierung aufwiesen. Q-Mitarbeiter die diese Missstände an die FAA gemeldet hatten, wurden entlassen. So schauts da aus beim ehrenwerten US-FAA und bei Boeing.
Also seinen wir doch bitte nicht überrascht.
Beitrag vom 18.02.2025 - 20:51 Uhr
"Its Biden's fault."
Damit sind fast alle Trump-Wähler wunschlos glücklich. Erst Recht die GOP-Abgeordneten beider Kammern.
ich bin mal gepannt, ob die FAA nun "sauber und effizienter" geworden ist oder ob es noch einen Nachschlg geben wird.
Die Big Five (Price Waterh...) reiben sich wohl schon die Hände.
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Aber gerade die mangelhafte Personalausstattung der FAA war ja einer der Gründe, überhaupt Zertifizierungen an Boeing selbst zu delegieren.
Also wie könnte die jetzt erfolgte Entlassung von Neueinstellungen bzw. Mitarbeitern auf Probe da weiterhlfen?
Machen wir uns mal nix vor. Da räumt niemand auf. Da spart jemand schlicht Geld und nimmt in Kauf dass das Gleiche nochmal passiert.
Offenbar haben eine Menge Leute nicht mitbekommen, was sich seit Jahrzehnten zwischen Boeing und FAA abgespielt hat? Wenn die FAA offenbar bewusst jahrelang weggeschaut hat, was dann in der Konsequenz zu zwei schweren Flugunfällen mit der Fehlkonstruktion 373Max führte, weil einmal mehr heimlich Teile verbaut wurden, die Konstruktionsfehler kompensieren sollten, dann kann dort so einiges nicht stimmen.
Darüber hinaus stand die Dreamliner Fleet nicht ohne Grund gegroundet am Boden und mit den bisher bekannten Details, wie massenhaft bekannter Qualitäts und Sicherheitsmängel, die weder zu einer Sperre oder zu einem General-Grounding von Boeing führte, braucht man jetzt nicht aufhorchen und befürchten, die Luftfahrtsicherheit könnte gefährdet sein.
Liebe Redaktionen, die Luftfahrtsicherheit ist latent gefährdet, durch mangelhafte �berprüfung bei Boeing und offenbar konsequentes Wegschauen. Es ist nur folgerichtig, wenn die 47. US-Regierung "aufräumt" bei der FAA. Denn niemand, wirklich niemand, wollte in B777 oder B787 und geschweige denn in B737 sitzen, bei denen massenhaft Kabelbäume verbaut wurden, die nachweislich Metallsplitter an der Isolierung aufwiesen. Q-Mitarbeiter die diese Missstände an die FAA gemeldet hatten, wurden entlassen. So schauts da aus beim ehrenwerten US-FAA und bei Boeing.
Also seinen wir doch bitte nicht überrascht.
Damit sind fast alle Trump-Wähler wunschlos glücklich. Erst Recht die GOP-Abgeordneten beider Kammern.
ich bin mal gepannt, ob die FAA nun "sauber und effizienter" geworden ist oder ob es noch einen Nachschlg geben wird.
Die Big Five (Price Waterh...) reiben sich wohl schon die Hände.