Zollstress im Welthandel
Älter als 7 Tage

DHL erwartet keine Stilllegungen von Frachtern

DHL Boeing 777F
DHL Boeing 777F, © DHL

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LEIPZIG - DHL unterhält eine der größten Luftfrachtflotten der Welt. Das Hin und Her der neuen US-Regierung in Handelsfragen birgt Risiken für den Logistiker - aber auch Chancen. DHL-Chef Tobias Meyer rechnet nicht mit Stilllegungen in der Flotte - fühlt sich aber dennoch an den Pandemieausbruch vor fünf Jahren erinnert.

10 Prozent! 25 Prozent! 200 Prozent!

US-Präsident Donald Trump zieht Zollbarrieren um die Vereinigten Staaten hoch. Umgesetzte - oder angedrohte US-Zölle - versetzen Handelspartnern Nackenschläge, Logistiker einstweilen aber nicht in Panik.

"Handelsbarrieren können in Teilen zu niedrigeren Volumina führen", sagte DHL-Chef Tobias Meyer der "WirtschaftsWoche" in einem Interview. Im gleichen Atemzug dürften an der US-Grenze notwendige Verzollungen DHL aber zu zusätzlichen Dienstleistungserlösen verhelfen.

US-Protektionismus könnte Handelsvolumen zudem in andere Weltregionen "verlagern", sagte Meyer. "Auch ist unser Marktanteil im internationalen Transport in die und aus den USA vergleichsweise niedrig." Die Dynamiken, mit denen der Welthandel gerade umgehen muss, seien aber "durchaus vergleichbar mit der Entwicklung während der Pandemie".

Der DHL-Konzern setzt in der Luftfracht rund 270 Flugzeuge ein, mit Stilllegungen rechnet Meyer nicht. "Wir gehen keinesfalls von einem solch dramatischen Einbruch aus", sagte Meyer. Durch die Einbindung externer Partner und Wetlease-Kapazitäten habe der Konzern in Hinblick die Flotte "eine hohe Flexibilität".

Lufthansa Cargo: Gerade viel zu tun

Lufthansa verfolgt die Nachfrageentwicklung ebenfalls genau. "Der Nordatlantik ist nicht unser wichtigster Markt für Luftfracht, aber natürlich könnten wir dort mit Risiken konfrontiert werden", räumte Lufthansa-Chef Carsten Spohr diesen Monat ein.

Noch ist das kein Thema. Im Schlussquartal 2024 hat die Frachtsparte Lufthansa Cargo ein Rekordergebnis außerhalb der Corona-Jahre aufgestellt. "Dadurch dass die Unsicherheit auf der Welt zugenommen hat, boomt gerade unsere Luftfracht", sagte Spohr. "Wir hätten gerade gerne ein paar Frachter mehr."
© aero.de | Abb.: DHL | 23.03.2025 06:51


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