Kandidatenpool
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"Lufthansa baut mögliche Spohr-Nachfolger auf"

Alexis von Hoensbroech
Austrian CEO Alexis von Hoensbroech, © Austrian Airlines

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FRANKFURT - Alexis von Hoensbroech kehrt zu Lufthansa zurück. Der Konzern beruft den früheren Austrian-Airlines-Chef in seinen Aufsichtsrat. Und das ist vielleicht nur ein Zwischenschritt - von Hoensbroech erweitert laut Insidern einen Kandidatenpool für die Nachfolge von Konzernchef Carsten Spohr.

Tom Enders geht, Alexis von Hoensbroech kommt: Lufthansa setzt den Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 6. Mai in Teilen neu zusammen.

Vor vier Jahren hatten sich die Wege von Lufthansa und dem Manager getrennt. "Das Kapitel Lufthansa ist für mich abgeschlossen", hatte von Hoensbroech noch 2023 selbst in einem Interview mit "airliners.de" unterstrichen.

Nicht nur deshalb schlägt die Rückkehr des Managers im Konzern einige Wellen. "Lufthansa baut mögliche Spohr-Nachfolger auf", sagte ein Lufthansa-Kenner aero.de. Auf den Fluren im Aviation Center wird von Hoensbroech als potenzieller Anwärter auf den Vorstandsvorsitz gehandelt.

Lufthansa wird seit 2014 von Carsten Spohr geführt. Dessen Vertrag läuft noch bis Ende 2028. Spohr ist dann 62, Lufthansa hatte die bis dato geltende Altersgrenze von 60 Jahren für ihre Topleute 2023 aufgeweicht.

Der Aufsichtsratsposten sichere von Hoensbroech bei der Spohr-Nachfolge "einen Platz am Tisch", ordnete "Bloomberg" die Personalie ein.

Neben von Hoensbroech werden auch Ex-Swiss-Chef Dieter Vranckx, seit 2024 Konzernvorstand Globale Märkte und kommerzielle Steuerung Hubs, und Brussels-Airlines-Chefin Dorothea von Boxberg Chancen auf den Vorstandsvorsitz zugeschrieben.

Gegenüber internen Kandidaten kann der gebürtige Kölner, von 2018 bis 2021 Chef der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines, neben 16 Jahren steiler Lufthansa-Karriere konzernexterne Führungserfahrung in die Waagschale werfen: Seit drei Jahren leitet von Hoensbroech erfolgreich die Geschicke der kanadischen Westjet.

Ein Pool interner und externer Kandidaten für den Chefposten ist bei Lufthansa durchaus üblich - Spohr setzte sich 2014 laut Lufthansa-Kreisen gegen die Mitlufthanseaten Harry Hohmeister, Karl Ulrich Garnadt und Walter Gehl und wohl auch gegen Ex-Telekom-Chef René Obermann durch.

Spohr erklomm die Konzernspitze dabei aus dem Vorsitz des Passagevorstands. Der aktuelle Chef von Lufthansa Airlines - Jens Ritter - gilt ebenfalls als möglicher Kandidat für die Nachfolge.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 27.03.2025 06:38

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Beitrag vom 28.03.2025 - 09:56 Uhr
Also wer behauptet, Karl Garnadt oder gar Walter Gehl seien damals 2014 in der engeren Wahl als CEO der Gruppe (!) gewesen, der hat keine Ahnung von der Lufthansa. Und wer das als Journalist â??aus internen Kreisenâ?? einfach so übernimmt auch nicht. Schaut Euch doch nur mal an, wie alt beide Herren damals schon waren â?¦

Apropos keine Ahnung: Jens Ritter müsste erst einmal beweisen, dass er LH kann. Das steht nämlich noch aus. Mit Alegris wurde ein Produkt eingeführt, das (mal ganz unabhängig von den Produkten der Konkurrenz), in Business so komplex in Verkauf und Steuerung ist, dass ein sehr frühes Ende nicht unmöglich ist. Für J.R. (war da mal was? Ach nee, DIESE Fußstapfen wären doch zu groß) dann vermutlich auch â?¦

Apropos keine Ahnung: Ritter hat im April 2022 angefangen, Allegris wurde 2017 angekündigt.
Beitrag vom 27.03.2025 - 17:52 Uhr
Jetzt werfe ich mal den CEO der LCAG in den Ring.
Der erfüllt sogar noch ein anderes, interessantes Kriterium ð???
Beitrag vom 27.03.2025 - 17:28 Uhr
Die Wettbüros sind eröffnet. Ich wette auf frisches Blut. Jemand der begeistern und mitreißen kann, der die vergiftete Atmosphäre entschärft und das Abwenden der MA beendet. Jemand, der selber daran glaubt dass LH die wieder die beste Firma der Welt werden kann und wieder ein Team formt das wettbewerbsfähig ist. Manche der Vorständler können nichtmal richtig Englisch, haben große Luftfahrtwissenslücken und kaum reputablen Background in der Luftfahrt (Bahn/Telekom - Alles Quatsch). Ich glaube, da guckt man sehr genau in Richtung EW bei der Suche. But who am I to have an opinion ;)
Ich glaube, dass Jens Bischof ein sehr guter Kandidat als CEO wäre. Er hat nur einen gravierenden Nachteil: er wird 2025 bereits 60. Das scheint dann also eher nichts zu werden. Schade eigentlich.




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