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Lufthansa zieht voraussichtlich 2026 eine Option zur Mehrheitsübernahme von ITA Airways. Über entsprechende Planungen berichtet die Tageszeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf Insider.
Lufthansa hatte eine Option zum Ausbau auf eine Anteilsmehrheit 2025 noch nicht eingelöst, die nächste Gelegenheit besteht im Sommer 2026. Nach Informationen der Zeitung will Lufthansa bis Mai eine Entscheidung treffen.
Der Ablöseplan ist bereits mit dem italienischen Wirtschaftsministerium abgesteckt. Lufthansa kann im nächsten Schritt auf 90 Prozent ITA-Anteil ausbauen - und spätestens bis 2033 auch die restlichen zehn Prozent übernehmen.
Für den initialen Einstieg hatte hatte Lufthansa 325 Millionen Euro Kapitaleinlage an ITA Airways geleistet. Die zweite Stufe des Übernahmepplans sieht laut "Corriere della Ser" eine Überweisung weiterer 325 Millionen Euro und einer Erfolgsprämie von 100 Millionen Euro an den staatlichen Mitgesellschafter vor.
Lufthansa hat den Bericht nicht kommentiert.
Margenziel gilt auch für ITA
Lufthansa peilt für ihre Konzern-Airlines mittelfristig eine operative Marge von acht Prozent an. "Das gilt auch für ITA", hatte Konzernchef Carsten Spohr im Frühjahr in Rom klargestellt. Lufthansa erwartet von ITA Airways jährlich dreistellige Millionengewinne für die Konzernbilanz.
Laut Konzernkreisen ist ITA Airways dank starker Ticketnachfrage auf einem guten Weg. Lufthansa spannt die Airline schon heute wie ein vollständige Tochtergesellschaft in Konzernstrategie und Allianzstrukturen ein. Synergien aus der Integration dürften sich laut Spohr Mitte 2026 ganz entfalten - und 2027 erstmals ganzjährig wirken.
© aero.de | Abb.: ITA Airways | 15.09.2025 09:34







Kommentare (4) Zur Startseite
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Wäre prima wenn die positive Entwicklung weiter anhält.
Vielleicht haben die Mitarbeiter und Gewerkschaften ja durch den letzten Großen Knall und der deutlich kleineren Wiederbelebung gelernt, dass das kein gangbarer Weg ist und man anders langfristig deutlich besser fährt.
Spannend wird es aber denke ich erst, wenn man wirklich deutliche Gewinne einfährt und jeder wieder ein größeres Stück davon abhaben will und/oder der Staat raus ist.
Aber ja, eine gute und erfreuliche Entwicklung. Natürlich auch aus deutscher Sicht, dass es stand jetzt für LHG scheinbar eine gelunge Beteiligung wird und kein Millionengrab.
Wäre prima wenn die positive Entwicklung weiter anhält.