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Lufthansa weist Gewerkschaftsforderung erneut zurück

Lufthansa Boeing 787-9
Lufthansa Boeing 787-9, © Lufthansa

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FRANKFURT - Der Airline-Chef der Lufthansa, Jens Ritter, hat die Forderung der Vereinigung Cockpit (VC) im Tarifstreit erneut als unrealistisch zurückgewiesen. "Wir haben nicht ansatzweise das Geld für eine weitere Verbesserung der ohnehin schon sehr guten betrieblichen Altersvorsorge", sagte Ritter der Funke Mediengruppe.

Die Gewerkschaft hatte der Airline zuvor mehr Zeit gegeben, um ein verbessertes Angebot vorzulegen - und will vorerst von Arbeitskämpfen absehen.

Ritter sagte, die Lufthansa habe schon jetzt eines der besten Versorgungssysteme der Branche. Einen möglichen Kompromiss verortet er an anderer Stelle: "Die Lufthansa Crews interessieren sich auch sehr viel stärker dafür, wie die weitere Schrumpfung der Kurzstreckenflotte gestoppt werden kann und Perspektiven geschaffen werden können."

Das sei der eigentliche Knackpunkt, und hier könne er sich konkrete Zusagen vorstellen. "Dafür müssen aber auch die tariflichen Themen zur Alters- und Übergangsversorgung vom Tisch."

Weniger innerdeutsche Flüge

Die Lufthansa hatte zuvor bekanntgegeben, den Flugplan fürs Inland aus Kostengründen auszudünnen. Nach dem Ende Oktober vorgestellten Sommerflugplan wird zwar keine innerdeutsche Strecke eingestellt, es gibt aber pro Woche rund 50 Flüge weniger zu den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Cockpit fordert im Tarifstreit höhere Arbeitgeberbeiträge zu den Betriebsrenten von gut 4.800 Pilotinnen und Piloten der Lufthansa Kerngesellschaft und der Lufthansa Cargo. VC war mit der Forderung nach einer Verdreifachung des Arbeitgeberanteils in die Verhandlungen gegangen. Eine Einigung wurde im Laufe von sieben Runden aber nicht erreicht. Ende September hatten sich die VC-Mitglieder in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für Streiks ausgesprochen.
© dpa | Abb.: Lufthansa | 22.11.2025 14:48

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Beitrag vom 26.11.2025 - 08:32 Uhr
Wenn die so weitermachen (und fordern) dann wird bald der gesamte Kurzstreckenverkehr weg sein (u.a. an Lufthansa City ausgelagert) - dann wird erst das große Jammern losgehen !!

Ich frage mich manchmal, ob so viele Menschen mit Leseschwächen gibt. Die Piloten haben sich für Geld und nicht für Karrieren entschieden.Warum? Die Kurstrecke veschwindet bei der Mutter sowieso. Diesem Vorstand glaubt und vertraut keiner mehr. Das man eine Verdreifachung fordert ist normal, weil man weiss, dass dann am Ende vielleicht 50% übrig bleiben.

Kommt die Langstrecke als nächstes drann?>

Die Langstrecke ist auch schon dran. Es sind bereits Langstreckenziele zur Disover verschoben worden. Moderne A350 werden folgen. Jegliche Zusagen, selbst schriftlich, haben kaum mehr Wert, als die Zusagen eines Präsidenten westlich des großen Teichs oder dessen Pendant in Moskau.
Das die Verlagerung nicht schneller voran schreitet ist alleine der Tatsache geschuldet, dass man die Töchter nicht schneller groß ziehen kann und vielleicht auch mit der Thematik eines unterstellten Betriebsübergangs etwas vorsichtig ist. Sein Sie versichert, die wissen, was sie tun. Nur Spohr kommt mit deren Entscheidung im Moment nicht klar, weil er die nicht erwartet hat.


Absolut, wenn man sieht, was City schon in München wegbefördert, sind das schon ein paar Legs pro Tag und da wird es sicher ungemütlich im Crewraum beim Briefing.
Aber auch das scheint wohl Teil des Planes zu sein, mitanschauen können, wie das Wachstum voranschreitet, um dann sagen zu können: "Seht euch City/Discover an, sie sind eh schon so groß, die wachsen weiter. Entweder ihr unterschreibt zeitnah für Kondition x,y oder ihr unterschreibt später für Kondition x,y-z - eure Entscheidung."
Beitrag vom 23.11.2025 - 19:24 Uhr
Wenn die so weitermachen (und fordern) dann wird bald der gesamte Kurzstreckenverkehr weg sein (u.a. an Lufthansa City ausgelagert) - dann wird erst das große Jammern losgehen !!

Ich frage mich manchmal, ob so viele Menschen mit Leseschwächen gibt. Die Piloten haben sich für Geld und nicht für Karrieren entschieden.Warum? Die Kurstrecke veschwindet bei der Mutter sowieso. Diesem Vorstand glaubt und vertraut keiner mehr. Das man eine Verdreifachung fordert ist normal, weil man weiss, dass dann am Ende vielleicht 50% übrig bleiben.

Kommt die Langstrecke als nächstes drann?>

Die Langstrecke ist auch schon dran. Es sind bereits Langstreckenziele zur Disover verschoben worden. Moderne A350 werden folgen. Jegliche Zusagen, selbst schriftlich, haben kaum mehr Wert, als die Zusagen eines Präsidenten westlich des großen Teichs oder dessen Pendant in Moskau.
Das die Verlagerung nicht schneller voran schreitet ist alleine der Tatsache geschuldet, dass man die Töchter nicht schneller groß ziehen kann und vielleicht auch mit der Thematik eines unterstellten Betriebsübergangs etwas vorsichtig ist. Sein Sie versichert, die wissen, was sie tun. Nur Spohr kommt mit deren Entscheidung im Moment nicht klar, weil er die nicht erwartet hat.
Beitrag vom 23.11.2025 - 17:13 Uhr
Moin,

Natürlich hat man kein Geld für die Kern-Airline.
KEIN Geld ist das Understatement des Jahres bei einer Investion über mehrere Milliarden in die LHA Flotte.
Es wird ja auch jede Airline in Europa übernommen und ausgebaut. Weiterhin möchte man den Aktionären gegenüber die Rendite erhöhen. Da kann man nur auf Discover/City setzen.
So sieht´s aus. Discover zahlt ja schon den Invest zurück, ITA auch.


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