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Das PW1100G plagt ein Winterproblem. Airbus hat den Betrieb von A320neo mit Pratt & Whitney-Triebwerken bei eisiger Witterung Ende 2025 eingeschränkt.
Der Hersteller habe Fluggesellschaften über Änderungen der bestehenden Verfahren für den Betrieb der Triebwerke am Boden bei Vereisungsbedingungen informiert, sagte eine Airbus-Sprecherin. Die Einschränkungen gelten für Starts bei gefrierendem Nebel und einer Sichtweite von weniger als 150 Metern.
Eine aktuelle Lufttüchtigkeitsanweisung (PDF) der brasilianischen Luftfahrtaufsicht ANAC leuchtet das Problem genauer aus.
"An PW1100G-Triebwerken traten im Bodenbetrieb bei Eisnebel, schlechter Sicht und niedrigen Temperaturen Fälle von Verdichter-Strömungsabrissen auf", hält die Behörde fest. Ein instabiler Luftstrom in den Kompressor berge das Risiko eines "Ausfalls mehrerer Triebwerke" in der kritischen Startphase, damit einhergehend eines "möglichen Kontrollverlusts".
ANAC erlässt E2-Startverbot bei Eisnebel
Die Problematik kann laut ANAC auch an den bauähnlichen PW1900G-Triebwerken der Embraer E190-E2 und E195-E2 auftreten. Für die Flugzeuge setzt die Lufttüchtigkeitsanweisung engere Betriebslimits fest als Airbus in der Empfehlung für A320neo-Betreiber.
Unter "Bodennebel mit Sichtweiten unter 110 Meter bei Temperaturen von +3 Grad Celsius oder weniger" gilt ein generelles Anlass- und Betriebsverbot.
© aero.de | Abb.: KLM | 14.01.2026 12:31







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