WEF 2026
06:50 Uhr

Im Privatjet nach Davos: Greenpeace fordert Verbot

Cessna Citation Latitude
Die neue Citation Latitude wird vom PW306D angetrieben, © Cessna

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DAVOS - Immer mehr Topmanager und Politikgrößen reisen nach einer Auswertung von Greenpeace im Privatjet zum Weltwirtschaftsforum nach Davos.

Im Vergleich der Treffen 2024 und 2025 habe die Zahl der an den umliegenden Flughäfen angemeldeten klimaschädlichen Privatflüge um zehn Prozent zugenommen.

"Das Weltwirtschaftsforum will Antworten auf globale Probleme finden, aber die Reichen und Mächtigen befeuern mit ihren Luxusemissionen die Klimakrise und damit die größte Bedrohung unserer Zukunft", kritisierte Greenpeace-Sprecherin Lena Donat. "Wenn klimaschonende Alternativen einfach ignoriert werden, dann gehören extrem klimaschädliche Privatflüge sofort verboten."

Auswertung an sieben Flughäfen

Für die Erhebung ließ Greenpeace die Privatflugbewegungen an den sieben Flughäfen rund um Davos in Wochen des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit denen in Durchschnittswochen vergleichen. In der WEF-Woche 2025 wurden demnach 709 über das normale Maß hinausgehende Privatflüge registriert. Ein Jahr zuvor waren es 628, im Jahr 2023 hingegen noch 227 zusätzliche Flüge gewesen.

Privatflüge verursachen laut Greenpeace pro Passagier etwa zehnmal so viel Treibhausgase wie ein Linienflug und etwa fünfzigmal so viel wie eine Zugfahrt.

Oft kurze Flugstrecken

Die meisten Privatflüge zum Weltwirtschaftsforum starteten laut Greenpeace-Report aus Frankreich (20 Prozent), es folgen Großbritannien (13 Prozent) und Deutschland (12 Prozent). Generell seien die Flüge meist innereuropäisch, etwa 70 Prozent ließen sich auch innerhalb eines Tages mit dem Zug absolvieren. "Vielen Superreichen scheint es vollkommen gleichgültig zu sein, dass ihr Lebensstil eine Schneise der ökologischen Zerstörung hinter sich herzieht", kritisierte Donat.

Das Weltwirtschaftsforum beginnt am Montag im abgelegenen Schweizer Wintersportort Davos. In diesem Jahr werden rund 3.000 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz.
© dpa | 15.01.2026 06:50

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Beitrag vom 15.01.2026 - 07:56 Uhr
Die Kritik an diesen "Menschen" wird verhallen. Wir gehen zurück in die Zeit mit dem Recht des Stärkeren. Der arme alte Mann fühlt sich verraten und überfahren vom progressiven Denken vorwärtsgerichteter Ideen. Dabei fühlt sich auch die Mittelschicht betrogen und vergessen und wählt nun wieder die Opferrolle und damit die großen Schreihälse unserer Zeit. Rationales und zukunftsweisendes, nachhaltiges Denken gehört somit der Vergangenheit an.... ich könnte ktzn.


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